Mein ärgerliches Vaterland eine Chronik der Bundesrepublik
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Italien und Deutschland zwischen 1933 und 1945: zwei ähnliche politische Systeme, zwei ungleiche Verbündete und Waffenbrüder, zwei grundverschiedene Diktatoren - Mussolini und Hitler. Bis heute ist in Deutschland die verhängnisvolle Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen in jenen Jahren weitgehend unbekannt geblieben oder bewußt verharmlost worden. Erich Kuby zieht mit diesem Buch, dem Ergebnis umfassender Recherchen, eine realistische Bilanz des unheilvollen Bündnisses, dessen Vorgeschichte bis 1922 zurückreicht. Er berichtet anhand von z.T. bislang unveröffentlichtem Material, wie der italienische Stahlpaktverbündete zum >Verräter< gestempelt wurde, wie die Deutschen in Italien die Herrschaft an sich rissen, Mussolini zu ihrer Marionette machten, die Industrie ausplünderten, 600 000 italienische Soldaten in Konzentrationslager nach Polen abtransportierten, Folterkeller in Rom, Florenz und Mailand in Betrieb setzten, die "Endlösung" auf Italien ausdehnten und schließlich Mussolini seinen politischen Feinden auslieferten: Verrat auf deutsche Art.
Am 1. November 1957 wurde das in Frankfurt stadtbekannte Callgirl Rosemarie ermordet aufgefunden. Der erste große Gesellschaftsskandal der Bundesrepublik nahm seinen Anfang. - Der aufsehenerregende, in 17 Sprachen übersetzte Roman wurde 1958 mit Nadja Tiller in der Titelrolle verfilmt. Neuverfilmung von Bernd Eichinger mit Nina Hoss und Heiner Lauterbach
»Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind« erzählt von der berühmtesten Edelprostituierten der Bundesrepublik: Rosemarie Nitribitt. Mit ihrem teuren Cabrio war sie in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt stadtbekannt. Für ein Mädchen, das mehrfach aus Erziehungsheimen ausgerissen war, hatte sie es zu einem erstaunlichen Vermögen gebracht. Ihre Ermordung im Herbst 1957 sorgte für einen Skandal: Wusste sie zu viel? War es einer ihrer Kunden aus den Kreisen der Bosse und Banker? Bis heute ist ihr Mörder nicht gefasst, und die Pannen bei den Ermittlungen bis hin zum zeitweiligen Verschwinden der Prozessakten befeuerten die Gerüchte darüber, was ihr zum Verhängnis wurde. Es sind diese Atmosphäre und dieser Zeitgeist, die Erich Kuby in seinem Roman einfängt. Seine temporeich erzählte Geschichte der Nitribitt, die auf seiner Mitwirkung am Drehbuch zu dem Film »Das Mädchen Rosemarie« (1958) aufbaut (und dem zahlreiche weitere Adaptionen folgten), wird zum fesselnden Porträt der Doppelmoral der damaligen Gesellschaft. Die Neuausgabe enthält einen Essay von Jürgen Kaube.
Eine unglückliche Affäre und die unbändige Sehnsucht nach Freiheit führen die junge und unangepasste Catherine le Roux 1849 nach Afrika. Sie begegnet einem Land, in dem der Tod genauso allgegenwärtig ist wie die Schönheit und der Reichtum der Natur. Wie schon in ihrem Bestseller „Ein Land, das Himmel heißt“ schafft Stefanie Gercke beim Leser das unwiderstehliche Gefühl, mittendrin zu sein. Ihre neue, große Afrika-Saga ist faszinierend realistisch, hochspannend und sinnlich zugleich.
Ein bequemer Zeitgenosse war Erich Kuby, der große Journalist, nie. Mit seinen Veröffentlichungen im Stern, Spiegel, in der Süddeutschen Zeitung und in den Frankfurter Heften hat er stets ein Ziel verfolgt: die wahre Berichterstattung über die Bundesrepublik. Die hier gesammelten Reportagen, Leitartikel, Arbeitsnotizen und Reiseberichte bilden zusammen eine individualistische, spannende, aufschlußreiche und überraschende Chronik der Bundesrepublik von der Nachkriegszeit bis heute.
Eines der ernüchterndsten Kriegsbücher Erich Kuby hat vom 27. August 1939 bis zum 24. Juni 1945 Tag für Tag seine Erlebnisse ohne Rücksicht auf eine mögliche Zensur notiert. Gleichsam unter dem Diktat leidenschaftlicher Humanität entstand ein scharfsinniges Dokument des Zweiten Weltkriegs, verfasst von einem jungen Mann, der sich innerlich verweigerte, der schreiben musste, um zu überleben. „Hier ist die Wehrmacht keinen Augenblick sauber.“ taz
Katalog zu den Ausstellungen aus Anlass des 100. Geburtstags, kuratiert von Susanna Böhme-Kuby und Benedikt Kuby. Die Person Erich Kuby verbinden wir in erster Linie mit kritischem Journalismus. Wir erinnern uns an ihn als mahnende Instanz, als brillanten Redner, als Verfasser von unzähligen journalistischen Tagesarbeiten und zahlreichen Büchern sowie als Autor von Drehbüchern. Als Zeichner hingegen war er bislang nahezu unbekannt. Erich Kuby, der oft als „linkes Gewissen“ bezeichnet wurde, bezog seine politische Sichtweise zu Anfang nicht aus rein theoretischen Weltanschauungen, sondern aus dem eigenen Erfahren der Wirklichkeit. Nicht zuletzt seine Erlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg waren mit ein Grund dafür, dass er das deutsche Identitätsgefühl kritisch hinterfragte. Daher können die Erlebnisberichte, die er insbesondere 1975 zu dem Buch Mein Krieg zusammenfasste, als eine Art Wurzel seines journalistischen Schaffens angesehen werden. In dieser Wanderausstellung sind Teile seiner Kriegsaufzeichnungen mit seinen Zeichnungen verbunden und ergänzen sich eindrucksvoll. [...] Sie zeigen einen Erich Kuby, wie wir ihn eigentlich nicht kennen – nämlich als Zeichner [...] Anja Kruke, Archiv der sozialen Demokratie
Nový román autora velmi úspěšné "Rosemarie" uvádí čtenáře do zcela jiného prostředí příběhem mladého intelektuála v uniformě wehrmachtu, pomáhajícího dobýt Francii. K válce má odpor a dívá se kriticky na ni i na ty, kdo ji vedou, ale chce ji přežít a snaží se proto konat své vojenské povinnosti, třebas si přitom někdy počíná tak trochu švejkovsky a nezapomíná na starou pravdu: "Člověk se musí jen vyznat - vojna má spoustu možností."
Korupční aféra natolik otřásla F.J. Straussem, že ztratil křeslo spolkového ministra. Tato brožura nejen odhaluje a hodnotí jeho vinu - měl dostat podíl na zisku za intervenci, kterou vykonal ve prospěch nikdy nezaloženéspolečnosti Fibag (Finanzbau AG.), ale i analyzuje politickou situaci v NSR.