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Uwe Wittstock

    Die Büchersäufer
    Roman oder Leben
    Franz Fühmann. Wandlung ohne Ende
    Marcel Reich-Ranicki
    Karl Marx beim Barbier
    February 1933: The Winter of Literature
    • 2024
    • 2023
    • 2021

      Franz Fühmann hat sich wie kein anderer Schriftsteller der wohl brisantesten literarischen Frage nach 1945 gestellt: Wie konnte ich ein Bewunderer Hitlers, wie konnte ich ein Nazi werden? Mit poetischer Genauigkeit durchforschte er die politischen Prägungen, denen er während seiner Kindheit und Schulzeit unter Hitler ausgesetzt war, um sie endlich abstreifen und hinter sich lassen zu können. In immer neuen Anläufen erkämpfte er sich damit seinen Weg zu einer ernsthaft liberalen, unideologischen Denkhaltung und wurde zu einem profilierten Kritiker des DDR-Regimes. In seiner kompakten Biografie beschreibt Uwe Wittstock Fühmanns „Wandlung ohne Ende“ hin zu einem meisterlichen Erzähler und Essayisten. Fühmanns radikale literarische Selbstprüfung gewinnt heute besondere Bedeutung – in einer Zeit, in der politische Extreme wieder einmal die Liberalität unserer Gesellschaft bedrohen.

      Franz Fühmann. Wandlung ohne Ende
    • 2018

      Am 18. Februar 1882 besteigt Karl Marx in Marseille den Dampfer »Said« und verlässt zum ersten Mal in seinem Leben Europa. Am Kai von Algier nimmt ihn Albert Fermé in Empfang, der sich in der Pariser Kommune engagiert hatte. Doch an politische Kämpfe ist für Marx nicht mehr zu denken. Den Tod seiner Frau Jenny drei Monate zuvor hat er nicht verwunden, und das wärmere Klima kann seine chronische Rippenfellentzündung nicht kurieren. Karl Marx lässt sich ein letztes Mal fotografieren, bevor er beim Barbier Haarpracht und Bart opfert. Ein Akt, der ihm selbst beinahe symbolisch vorkommt. Seine größte Sorge gilt dem Wohlergehen seiner Töchter. Während er die Eindrücke einer ihm ganz neuen Kultur auf sich wirken lässt, zieht er unsentimental eine Art Resümee seines Lebens und Wirkens: der liberale Vater mit jüdischen Wurzeln, die wilden Studienjahre in Bonn und Berlin, seine frühen poetischen Ambitionen, seine seltsam bremsende Rolle im Revolutionsjahr 1848, dann das ewige Exil, die Zumutungen der Armut. Der renommierte Autor Uwe Wittstock erzählt eine bisher wenig beachtete Episode des späten Karl Marx und beleuchtet aus ihr heraus das Leben und Wirken dieses großen, aber auch zutiefst widersprüchlichen Geistes.

      Karl Marx beim Barbier
    • 2015

      Postmoderne in der deutschen Literatur

      Lockerungsübungen aus fünfzig Jahren

      Diese Sammlung zeichnet die sprunghafte Karriere der Postmoderne in der deutschen Literatur seit 1960 nach. »Die Moderne ist hundert Jahre alt. Sie gehört der Geschichte an«, schrieb Hans Magnus Enzensberger 1960 in seinem Nachwort zur Sammlung »Museum der modernen Poesie«. Auch wenn er hier den Begriff »Postmoderne« noch nicht gebraucht, kann dieser Text als Beginn der Diskussion zum Thema im deutschsprachigen Raum angesehen werden, die zeitgleich auch in den USA in Gang kam. Was - mit allem Respekt - als »Moderne« verstanden wurde, schien plötzlich »ermüdet«, es konnte nun nicht mehr einfach für das Neue (Gute) im Gegensatz zum Traditionellen stehen, sondern wurde selbst in seiner Geschichtlichkeit gesehen. Aber es brauchte in Deutschland bis 1968, als der amerikanische Literaturwissenschaftler Leslie Fiedler mit seinem Freiburger Vortrag über »Das Zeitalter der neuen Literatur« (auf Englisch gedruckt im »Playboy«, auf Deutsch in »Christ und Welt«) eine über Monate geführte hitzige Diskussion auslöste - von den »Alten« Robert Neumann und Hans Egon Holthusen bis zu den damals »Jungen« Rolf Dieter Brinkmann, Martin Walser und Jürgen Becker. Sie wird hier erstmals komplett in Buchform wiedergegeben. Weitere Autoren (u. a.): Heiner Müller, Hanns-Josef Ortheil, Christoph Ransmayr, Sten Nadolny, Daniel Kehlmann, Durs Grünbein.

      Postmoderne in der deutschen Literatur
    • 2007
    • 2007

      Die Büchersäufer

      • 173 pages
      • 7 hours of reading

      Die Buchbranche zwischen Glamour und Jammer: Uwe Wittstock ist als früherer Lektor und heute als Kritiker und Autor bestens mit den notorischen Stimmungsschwankungen des Literaturbetriebs vertraut. Abseits des medienwirksamen Jubelns und Klagens hat er eine stille, aber zahlenmäßig starke Gruppe von Suchtgefährdeten ausgemacht: die Büchersäufer. Unbeeindruckt vom Gerede über den angeblich bevorstehenden Untergang des Kulturguts Buch, sind sie dem Lesen hoffnungslos verfallen. Uwe Wittstock geht der Sucht nach, stellt Buchhändler vor, die – mit geringen finanziellen Mitteln, aber unter hohem persönlichen Einsatz – ihre Stammkunden jahrzehntelang mit der heißbegehrten Ware versorgen, oder Verleger, die das Rauschmittel auf den Markt bringen. Er fragt, ob die fortschreitende Ausbreitung der Buchhandelsketten das Aus für bestimmte literarische Sparten bedeutet, was die Deutschen bevorzugt lesen und ob sie wirklich weder Talent für Krimi noch für Revolutionen haben. Und seufzt im Anschluß an die Lektüre absatzträchtiger Liebesromane, ob nicht, bitte, einmal ein ernstzunehmender darunter sein könnte. – Themen, denen er ganz ohne kulturpessimistische Scheuklappen nachgeht und die er mit Hintersinn und höchst amüsant beleuchtet.

      Die Büchersäufer
    • 2005

      Wolf Biermann beschreibt Marcel Reich-Ranicki als unverzichtbar, während Wolfgang Koeppen feststellt: „Er schreibt über mich, also bin ich.“ Reich-Ranicki, der berühmteste Literaturkritiker Deutschlands, feiert am 2. Juni 2005 seinen 85. Geburtstag. Uwe Wittstock, ein versierter Journalist, beleuchtet in seiner Biografie Reich-Ranickis Leben und dessen Spiegelung in der deutschen Geschichte. Ein Taxifahrer erkennt ihn sofort: „Sie sind der Kritiker.“ Diese Bezeichnung unterstreicht Reich-Ranickis immense Prominenz, die ihren Höhepunkt am 14. Dezember 2001 erreichte, als das „Literarische Quartett“ zum letzten Mal ausgestrahlt wurde. Bundespräsident Rau bat ihn, die Abschiedssendung in seinen Amtssitz zu verlegen – ein historischer Moment für die Literaturkritik. Anlässlich seines 85. Geburtstags wird Frankfurt ein Bankett zu Ehren des Mannes ausrichten, der sich mit Leidenschaft für die deutsche Literatur eingesetzt hat. Wittstock, der Reich-Ranicki aus langjähriger Zusammenarbeit kennt, bietet einen einfühlsamen Blick auf diesen Kritiker, der die Literatur in Deutschland popularisiert hat. Durch Gespräche mit Reich-Ranicki sowie Weggefährten und Gegnern wie Günter Grass und Joachim Fest zeigt er das Leben eines Mannes, der von den Nazis verfolgt wurde und zu einer der einflussreichsten Figuren der deutschen Nachkriegskultur aufstieg.

      Marcel Reich-Ranicki