Martin Zimmermann, 1959 geboren, ist seit 2002 ordentlicher Professor für Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor war er an der Universität Tübingen tätig. Neben dem Thema »Gewalt in der Antike« zählt die historische Landeskunde Kleinasiens zu seinen Forschungsschwerpunkten, zuletzt veröffentlichte er die Geschichte der antiken Stadt Pergamon.
Der Mensch betritt das dritte Jahrtausend. Seine Geschichte ist geprägt von sozialen, technischen und kulturellen Errungenschaften, aber auch von Krieg und Leid. Dieses Buch nimmt den Faden vor vielen Millionen Jahren auf, verfolgt ihn durch die frühen Hochkulturen und antiken Weltreiche, zum chinesischen Kaiserreich und den Ureinwohnern Australiens ebenso wie zu den Indianerstämmen Nordamerikas. Die Zeit der Entdeckungen löst das Mittelalter ab und die Welt beginnt, zusammenzuwachsen. Kolonialismus, Sklaverei und Imperialismus folgen einander, Weltkriege erschüttern die Erde, die Technologie katapultiert uns ins Zeitalter der Globalisierung. Es entsteht ein farbenprächtiges Bild einer jahrtausendelangen und spannenden Entwicklung - der Geschichte der Menschheit. Von Experten verfasst, wissenschaftlich fundiert, klar und verständlich geschrieben. Mit Tabellen und Karten
Wissenswertes von allem ein bisschen: Wer sich gerne über die verschiedenen Wissensgebiete einen Überblick verschaffen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient, denn es gibt knapp das Wichtigste wieder, was zur sogenannten Allgemeinbildung gehört. Wer wirklich Bescheid wissen möchte, kommt nicht darum herum, sich an andere Bücher zu halten. Wenn zum Beispiel zum Islam genau eine Doppelseite zur Verfügung steht, so kann das nur oberflächlich abgehandelt sein. Geschichte, Philosophie, Mythologie, Kunst, Naturwissenschaften etc. werden in kleine Unterkapitel aufgeteilt und abgehandelt. Wenn die Erkenntnis daraus resultiert, wenigstens "zu wissen, was man nicht weiss", ist das ja auch schön. Das Buch gibt jedoch einen guten Überblick über die Kulturgeschichte des Menschen und über viele wissenschaftliche Erkenntnisse. Ein Register gibt einen schnellen Zugang zu den verschiedenen Themen. Ab 12 Jahren, möglich, Benno Graber.
Die Rolle von Gewalt in den antiken Gesellschaften In der Rückschau erscheint uns die Antike oft als helle, aufgeklärte Epoche, ein Lichtblick der Menschheitsgeschichte. Dabei vergessen wir jedoch, dass auch die antiken Hochkulturen von Gewalt durchdrungen waren, dass ihre Zeugnisse in Bild und Schrift von Schlachten, Morden und Misshandlungen sprechen. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen daher nicht edle Körper, die strahlende Marmorarchitektur und die literarische Hochkultur, sondern die schrecklichen Gewaltexzesse, die diese Epoche ebenfalls prägten. Wie grausam regierten die Herrscher der Antike? Wie und zu welchem Zweck wurde Gewalt dargestellt? Martin Zimmermann widmet sich erstmals der bisher wenig beachteten Schattenseite der Antike und zeigt, welche Schlüsse wir aus den blutrünstigen Überlieferungen des Altertums ziehen müssen.
Als Heinrich Schliemann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die uralte Festung Troia ausgrub und wähnte, endlich die steinernen Zeugen des Troianischen Krieges zu heben, kannte die Troia-Begeisterung allenthalben keine Grenzen mehr. Doch weder flammte sie seinerzeit erstmalig auf, noch ist sie zwischenzeitlich jemals völlig erloschen. Der Traum von Troia - der Mythen und Helden ebenso wie Entdecker und Forscher einschließt - ist vielmehr ein überzeitliches Phänomen. Die Menschen träumten ihn durch alle Geschichtsepochen von der Antike bis in die Gegenwart immer wieder neu, und so ist er im Laufe der Jahrtausende ein fester Bestandteil unserer Kultur geworden. In diesem eindrucksvollen Band beschreiben Archäologen, Philologen und Historiker, was die einzigartige Faszination des legendenumrankten Troia ausmacht und wie die Menschen seine Mythen zu allen Zeiten neu erdacht, erzählt und künstlerisch umgesetzt haben.
Was haben Mahatma Gandhi, Johannes Gutenberg und Thomas Edison gemeinsam? Sie veränderten die Welt. Jeder auf ganz unterschiedliche Weise und in ganz unterschiedlichen Bereichen, aber doch so grundlegend, dass die Welt ohne sie nicht so wäre, wie wir sie heute kennen. Nach dem großen Erfolg der beiden ersten Bände in der Reihe „Allgemeinbildung“, schauen wir mit diesem dritten Band gleichsam hinter die Kulissen. Wie beeinflussten die Lehren Buddhas die Menschen? Wer ist verantwortlich für die politischen Umwälzungen, die unsere Welt bewegten? Wer steht hinter den großen Erfindungen und Entdeckungen der Wissenschaft? Hinter allen geschichtlichen Ereignissen und technischen Neuerungen stehen Menschen, die sie in Gang setzten und begleiteten. Wer waren sie und welche Auswirkungen haben ihre Denkanstöße und Erfindungen auf unser heutiges Leben? Nach Fachbereichen geordnet lernen wir in diesem Band durch alle Epochen hindurch Persönlichkeiten kennen, die besonders wichtig für ihre Zeit waren und deren Werk bis in die Gegenwart fortwirkt. In spannenden Porträts tauchen wir ein in ihr Leben und entdecken Zusammenhänge in Politik, Kultur und Wissenschaft.
Gespensterhäuser, Hängende Gärten und die Enden der Welt
Vergessen Sie alles, was Sie über die Antike zu wissen glauben? und freuen Sie sich auf eine Reise zu Gärten der Liebe und uralten Bibliotheken des Orients, zu goldenen Pferdeställen im pharaonischen Ägypten und Geisterhäusern in Athen, zu Piratenstädten im Gebirge und zum Mittelpunkt der Welt! Jenseits des Forum Romanum und der Akropolis gibt es Orte, von denen kein Lateinlehrer je erzählt hat. Zu ihnen gehört das einst mächtige Eridu, im Bewusstsein der Sumerer die Urstadt der Welt, ebenso wie Megalopolis, das so fremd anmutet wie die leerstehenden Megacitys im heutigen China. Aber auch das Grabmal der ägyptischen Herr-scherin Kleopatra in Alexandria? Symbol einer der größten Liebesgeschichten der Menschheit? ist eine dieser seltsamen Stätten, die es kennenzulernen lohnt. Das Gleiche gilt für die Stadt der Elefanten im Nahen Osten, wo Zehntausende von Tieren gezüchtet wurden, weil die umliegenden Königreiche ihre Heere damit ausstatten wollten. Und dann warten auf uns rätselhafte Plätze einer fernen Vergangenheit, wo verstörende Rituale gepflegt wurden wie im Heiligtum der Gula in Isin oder in jener Stadt in Gallien, wo die Kelten Totenschädel erschla-gener Feinde in ihre Haustüren einpassten, die noch heute zu sehen sind. Zu diesen und vielen weiteren Orten einer unbekannten Antike führt Martin Zimmermann, einer der besten Kenner des Altertums
Seit rund 150 Jahren wird mit Pergamon eines der bedeutendsten Kulturzentren der alten Welt erforscht, und im Herbst 2012 steht diese antike Metropole im Zentrum einer Sonderausstellung des Pergamonmuseums zu Berlin. Martin Zimmermann erzählt die Geschichte der Stadt von den ältesten Siedlungsspuren bis zu ihrer Neugründung als Bergama in osmanischer Zeit. Darüber hinaus erläutert er die Geschichte der Ausgrabungen, beschreibt die wiederentdeckten Bauwerke – Paläste, Theater, Heiligtümer, Wohnbezirke – und lässt so die versunkene Kultur der Pergamener wieder lebendig werden.
Erzählte Geschichte(n): Geschichte einmal nicht als eine langweilige Reihe von Namen und Daten, sondern Geschichte in Form von Geschichten. In diesem Buch kommen eine Vielzahl von Autor/-innen zu Wort, die uns jeweils über eine wichtige Zeitepoche der Weltgeschichte mit spannenden Erzählungen eindecken. So beginnen diese Streifzüge bei der Entdeckung des Ackerbaus und gelangen über Cäsar bis in die Gegenwart, wobei das Schwergewicht bei den letzten zwei, drei Jahrhunderten liegt. Nicht jede Erzählung ist gleich spannend gelungen (was auch z.T. mit dem Inhalt/Thema zusammenhängt), aber jede regt zum Weiterlesen an. So schnell habe ich noch nie ein Geschichtsbuch gelesen... Ein wirklich gelungenes Buch, auch für solche, die sich nicht viel aus Geschichte machen. Ab 12 Jahren, ausgezeichnet, Urs Geissbühler.