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Joseph von Eichendorff

    March 10, 1788 – November 26, 1857

    Joseph Freiherr von Eichendorff stands as one of the most significant German Romantics. His literary works have maintained enduring popularity in Germany from their creation to the present day. His poetry and prose are celebrated for their sensitivity and evocative romantic atmosphere.

    Joseph von Eichendorff
    Der letzte Held von Marienburg
    Schlesische Tagebücher
    Und es schweifen leise Schauer
    Märchen.
    Mit Eichendorff ins Land der Sehnsucht wandern. Originalausgabe
    Sämtliche Gedichte und Versepen
    • 2024

      Die Erzählung folgt einem jungen Mann, der aufgrund seiner träumerischen Natur von seinem Vater als "Taugenichts" bezeichnet wird. Anstatt auf dem elterlichen Müllerhof zu arbeiten, begibt er sich auf eine Reise durch die Welt, die ihn bis nach Italien führt. Mit seiner Geige im Gepäck genießt er das Leben und erlebt romantische Abenteuer. Die Novelle feiert die Freiheit und die Schönheit der Natur sowie die Bedeutung, den eigenen Herzensweg zu folgen, und ist ein bedeutendes Werk der deutschen Romantik, das Lebensfreude und Spontaneität zelebriert.

      Aus dem Leben eines Taugenichts: In einfacher Sprache
    • 2023

      Das Incognito oder Die mehreren Könige

      oder Alt und Neu

      • 66 pages
      • 3 hours of reading

      Wahrhaftig, schon wieder eine Stadt! Ich wette, da gibt's wieder die alte Geschichte: Weiße Mädchen und schwarzer Magistrat, Gute Leute und schlechte Gedichte, Entsetzlich Geschrei, das man Vivat nennt Man kann nicht treten vor Kompliment Das halt' der Teufel aus, Gott's Sapperment! Da werf' ich von mir Kron', Szepter und Talar, Will auch ein Mensch sein ganz und gar, Laß' die Chausée gradaus immer laufen, Will im Wald vom Regieren verschnaufen. In diesen neuaquirierten Provinzen Sah noch niemand weder König noch Prinzen, Da sollen unschuldige Hirten Ungekannt ihren Herren bewirten, Ich will auf Erden Um mein selbst geliebt und geehret werden, Incognito schneiden in zarte Rinden

      Das Incognito oder Die mehreren Könige
    • 2023

      Da säß ich denn glücklich wieder hinter meinem Pulte, um dir meinen Reisebericht abzustatten. Es ist mir aber auf dieser Reise so viel Wunderliches begegnet, daß ich in der Tat nicht recht weiß, wo ich anfangen soll. Am besten, ich hebe, wie die Rosine aus dem Kuchen, ohne weiteres sogleich das Hauptabenteuer für dich aus. Du weißt, ich lebte seit langer Zeit fast wie ein Einsiedler und habe von der Welt und ihrer Julirevolution leider wenig Notiz genommen. Als ich meinen letzten Ausflug machte, war eben die Deutschheit aufgekommen und stand in ihrer dicksten Blüte. Ich kehrte daher auch diesmal nach Möglichkeit das Deutsche heraus, ja ich hatte mein gescheiteltes Haar, wie Albrecht Dürer, schlicht herabwachsen lassen und mir bei meinem Schneider, nicht ohne gründliche historische Vorstudien, einen gewissen germanischen Reiseschnitt besonders bestellt. Aber da kam ich gut an! Schon auf dem Postwagen dieser fliegenden Universität in den nächsten Kaffeehäusern, Konditoreien und Tabagieen konnte ich mit ebensoviel Erstaunen als Beschämung gewahr werden, wie weit ich in der Kultur zurück war.

      Auch ich war in Arkadien
    • 2023

      Erlebtes

      • 84 pages
      • 3 hours of reading

      An einem schönen warmen Herbstmorgen kam ich auf der Eisenbahn vom andern Ende Deutschlands mit einer Vehemenz dahergefahren, als käme es bei Lebensstrafe darauf an, dem Reisen, das doch mein alleiniger Zweck war, auf das allerschleunigste ein Ende zu machen. Diese Dampffahrten rütteln die Welt, die eigentlich nur noch aus Bahnhöfen besteht, unermüdlich durcheinander wie ein Kaleidoskop, wo die vorüberjagenden Landschaften, ehe man noch irgendeine Physiognomie gefaßt, immer neue Gesichter schneiden, der fliegende Salon immer andere Sozietäten bildet, bevor man noch die alten recht überwunden. Diesmal blieb indessen eine Ruine rechts überm Walde ganz ungewöhnlich lange in Sicht. Europamüde vor Langerweile fragte ich, ohne daß es mir grade um eine Antwort sonderlich zu tun gewesen wäre, nach Namen, Herkunft und Bedeutung des alten Baues; erfuhr aber zu meiner größten Verwunderung weiter nichts als gerade das Unerwartetste, daß nämlich dort oben ein Einsiedler hause.

      Erlebtes
    • 2023

      Der letzte Held von Marienburg

      • 192 pages
      • 7 hours of reading

      Ein seltsam wunderlich Gesicht! Ich konnt nicht schlafen und, am Zelte sitzend, Betrachtet ich der Wolken Flucht, die über Die Heide, seltsam sich verschlingend, wälzten. Still war's ringsum der Lagerfeuer Kranz Nur flackert' düster aus dem tiefen Nebel Und hin und wieder hörte man den Ruf Der Wachen durch die Einsamkeit. Da war's, Als flög ein Blitz mir über beide Augen; Ich schau empor und durch der Wolken Riß, Die sich, wie vor dem Glanze scheuend teilen, Strahlt mir, Geblendetem, ein feurig Schwert Entgegen, schmucklos wie des Meisters Schwert, Den Griff nach mir gewandt als sollt ich's fassen. Und wie ich so, in Lust und Grauen, noch Emporstarr, schließt sich das gluthelle Aug Des Himmels wieder, und das Bild versinkt Schnell in der Nacht geheimnisvollen Abgrund. Ich frug die Wachen drauf doch keiner sah es.

      Der letzte Held von Marienburg
    • 2023

      Joseph von Eichendorff erzählt 1823 die Geschichte eines Müllers-Sohnes, der auf der Suche nach Glück viele Abenteuer erlebt. Dieses Werk ist zentral für die Deutsche Romantik, die Gefühl und Individualität betont. Es spiegelt die Unzufriedenheit mit einer rationalen Welt wider, die auch heute noch relevant ist.

      Aus dem Leben eines Taugenichts. Einfache Sprache
    • 2023

      Die Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff erzählt von einem jungen Mann auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Seine Reise führt ihn durch Wien und Rom, wo er Herausforderungen meistert und durch Natur und Musik geprägt wird. Die Geschichte thematisiert zeitlose Fragen nach dem Sinn des Lebens und will den Zugang zum Original erleichtern.

      Aus dem Leben eines Taugenichts. In modernem Deutsch neu erzählt
    • 2023

      »Wem gehört der prächtige Palast dort unten?« fragte Prinz Romano, als sie aus dem Wald traten und eine weite, reiche Landschaft erblickten. »Dem Herrn Publikum!« erwiderte ein schöner Jüngling aus dem Gefolge. Der Prinz war überrascht: »Also hier wohnt der wunderliche Kauz? Kennst du ihn denn?« »Nur dem Rufe nach«, antwortete der Jüngling, sichtbar verwirrt. Die untergehende Sonne beleuchtete die Umrisse des Palastes, der heiter und wohnlich über den fruchtbaren Ebenen thronte, während die Felder bereits zu verdunkeln begannen. Ein schöner Garten umgab das Schloss und schien im Abendduft mit der Landschaft und dem schimmernden Strom bis zu den fernen blauen Bergen zu verschmelzen. »Göttliche Ironie des Reiselebens!« bemerkte der Prinz. »Wer von euch hätte nicht schon von diesem Publikum gehört, über ihn gelacht und sich geärgert? Ich habe den Drang, ihm ein Schnippchen zu schlagen. Wenn es euch recht ist, sprechen wir heute Nacht bei ihm ein. Laßt mich nur machen, es wird eine köstliche Novelle!« Der Einfall fand bei der Gesellschaft großen Anklang, und alle lenkten sogleich der breiten, glänzenden Kunststraße zu, die zum Palast führte.

      Viel Lärmen um Nichts
    • 2023

      In den letzten Strahlen der Abendsonne ritt ein junger Ritter fröhlich auf die Stadt zu, die in einem Blütenmeer lag. Er sang leise ein vertrautes Lied und erinnerte sich an die vertrauten Anblicke, die ihn umgaben. Plötzlich wurde ihm klar, dass die Häuser und der Fluss ihn an Heidelberg erinnerten, wo er als Student oft von den Bergen zurückkehrte und in die Ferne schaute. Er dachte an Walter, seinen treuen Freund aus Heidelberg, und fragte sich, was er wohl alles erlebt hatte. Ungeduldig gab er seinem Pferd die Sporen und erreichte bald das dunkle Tor der Stadt. Walters Wohnung fand er schnell: ein buntes Häuschen am Markt, umgeben von hohen Linden, in denen die Sperlinge laut zwitscherten. Der Ritter stieg die enge Treppe hinauf und öffnete die Tür zu Walters Zimmer, das von der Abendsonne erleuchtet wurde. Walter saß in einem Schlafrock am Schreibtisch, umgeben von Akten, einer Tabaksbüchse und einer halbgeleerten Tasse. Überrascht sah er den Hereintretenden an, bevor er ausrief: „Baron Fortunat! Mein lieber Fortunat!“ und die beiden Freunde fielen sich in die Arme.

      Dichter und ihre Gesellen