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Bookbot

Thomas Kapielski

    September 16, 1951
    Aqua botulus
    Davor kommt noch
    Sozialmanierismus
    Danach war schon
    Zeitbehälter
    Danach war schon. Gottesbeweise I-VIII
    • Kapielskis Buch ist ein bedeutendes Werk, das die Berliner Republik herausfordert und das Genre des Künstlerromans historisch vollendet.

      Danach war schon. Gottesbeweise I-VIII
      5.0
    • Zeitbehälter

      Kleine Festordnung

      • 152 pages
      • 6 hours of reading

      Caerimonia. Zeitbehälter, Zeitgefäße und fässer. Wer die Ordnung der Zeitvernachlässigt, fällt aus der Zeit mit Rumps! und Bumms! VertändeltesLeben, verschlafener Tag, versäumte Weltengunst. Das All und Eine, dieSonnen, Planeten und ihre Beisassen, die Pflanzen und Tiere, hüten sich,solches zu tun. Alles atmet und rollt um mit Maß. Maß und Ordnung (ordo) bestellen die Weltordnung. Gesetze, Zeit- und Festordnungenmüssen Leidenschaften und menschliche Haltlosigkeiten bezwingen, dadiese die Völker leicht in die Barbarei zurückwerfen und Staaten immerleichtsinnig auf Krieg grübeln lassen. Satzung nötigt und kann lästig sein,doch der Krieg ist viel herber. Denn: Silent leges inter arma. Im Kriegschweigen die Gesetze. (Cicero, Rede für Milo, 52). Der Ordnung aber leistendie wildesten Gewalten Gehorsam. Ordnung rejiert de Welt und Knüppel de Leutchen! (Berliner Redensart, um 1900) Auch gilt es die launische Zeitselbst zu zügeln: Zwar macht sie aus einem Gerstenkorn ein Fass Bier undsinnt auf Wachstum und Gedeihen; doch Zufall und Zeit sind obendrein diegrößten Tyrannen der Erde, wie Herder und auch wir befinden; auch darumersann sich der Mensch die Ordnung und das Maß der Zeit und ersehnt dieDeutung und Hegung des Zufalls.

      Zeitbehälter
      4.5
    • Davor kommt noch

      • 161 pages
      • 6 hours of reading

      „Und ich sage es nochmal: Gute Kunst setzt sich durch, weil man gut nennt, was sich durchsetzt! (Erkenntnis nach Einbruch der Nüchternheit.) Nichts weiter! Kunst ist weder schön noch bedeutend, allenfalls erfolgreich, also Zufall, Ränke, Aufwand und theatralischer Mist.“

      Davor kommt noch
      4.2
    • Mischwald

      • 347 pages
      • 13 hours of reading

      Kunst ist schlimmer als Heimweh – sagt Thomas Kapielski in Mischwald, seinem neuen großen Prosaband, einer reich illustrierten Welt- und Werkschau, angelegt als Logbuch eines gemischten Jahres, zu dessen Auftakt man ihn irrtümlich für tot erklärt und an dessen Ende er verfügt: Meinen Grabstein soll die Zeile schmücken: »Macht bloß so weiter!« Was das Leben ihm dazwischen alles zuträgt, spottet jedem Vorschautext: Paradoxe Rauschzustände angesichts eines TV-Konzerts von André Rieu, heikle Fragen der Koran-Archäologie oder eine Einladung zur »Blattkritik« beim Stern haben genauso ihren Ort wie die angeschwipsten Bekenntnisse eines Künstlersozialkassenmitglieds, liebevoll gemeißelte Porträts verstorbener Weggefährten wie Emmett Williams, Thomas Schmid oder Ludwig Gosewitz, sowie – last but not least – der schlichte Wunsch nach Erdbestattung.

      Mischwald
      3.7
    • Kotmörtel

      Roman eines Schwadronörs

      Frowalt Hiffenmarkt aus Grollstadt-Sauger arbeitet rechtschaffen als Vertreter für eigentümliche Sanitärartikel, folgt einem starken Drang, an Bahnhöfen Reden zu halten und unterhält in Meppen ein Schreibrefugium, von dem nicht einmal seine Frau weiß. Der arglose Mann gerät auf so alberne wie unaufhaltsame Weise ins Gefängnis. Täglich wird er von einem offenbar nur für ihn zuständigen, räsonierwütigen Kommissar verhört. Wir erfahren davon in seinen Häftlingsaufzeichnungen, die ihre erschütternde Wahrkraft größtenteils einer ihm seit je zugewandten Brummspezies verdanken: einer Art Kotfliege (Scathophaga), die nach Sonnenuntergang Hiffenmarkts Hirn und Gedankenwelt überfällt und Schriftspuren hinterlässt ... Ein Sittenthriller aus der bösen neuen Zeit, als das Schwadronieren noch geholfen hat.

      Kotmörtel