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Uta Piereth

    Museum Deutscher Fayencen in Schloss Höchstädt
    Bambocciade
    Bavaria, Germania, Europa - Geschichte auf Bayerisch
    • Die Bayerische Landesausstellung 2000, veranstaltet vom Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Regensburg, thematisiert 2015 Jahre „Geschichte auf Bayerisch“. Sie untersucht, ob es eine einzigartige bayerische Geschichte gibt, die sich von anderen unterscheidet, und welche Traditionen und Ereignisse bayerische Charakteristika geprägt haben. Die Ausstellung zeigt wertvolle und kuriose Objekte, die an erlebte und erlittene Geschichte erinnern, und reflektiert über die zukünftige Rolle Bayerns in der Europäischen Einigung. Bayern sieht sich als besonderen Teil Europas und möchte eine unterscheidbare Region bleiben, die Vielfalt bewahrt. Das Alte Rathaus in Regensburg, ein zentraler Ort der europäischen Friedensordnung, erinnert an die Reichstage des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, die hier über Jahrhunderte tagten. Die Ausstellung vergleicht die heutige Europäische Union mit dem 1806 untergegangenen Reich und bietet eine spannende Reise von Bayern über Deutschland nach Europa. Der reich bebilderte Katalog enthält vier einleitende Aufsätze namhafter Historiker, die verschiedene Aspekte des Heiligen Römischen Reiches und seiner Entwicklung behandeln. Der Katalog selbst umfasst rund 700 Ausstellungsobjekte, die von Fachhistorikern und Museumsleuten bearbeitet wurden.

      Bavaria, Germania, Europa - Geschichte auf Bayerisch
    • Bambocciade

      • 351 pages
      • 13 hours of reading

      Die Bambocciade, kleinformatige Gemalde meist in oder bei Rom verorteter Volksszenen, sind Thema dieser historischen Untersuchung, die ikonologische mit sozial- und mentalitatsgeschichtlichen Fragestellungen verknupft: Welches Bild vom Volk wird hier warum und fur wen entworfen, welche Raster der Wirklichkeitserfassung stehen dahinter? Wie lasst sich der fruh bezeugte Erfolg dieses Genres bei der romischen Oberschicht erklaren, das nur scheinbar ein -realistisches- Bild des romischen Volkes entwirft? Was sagen die Bilder uber Wunsche, Angste und Einstellungen der Kaufer gegenuber der dargestellten Unterschicht aus? In ihren historischen, staats-, literatur- und kunsttheoretischen Kontext eingebettet, lesen sich die Werke als eine mentalitats- und kulturgeschichtliche Quelle ersten Ranges, die das Bild aufscheinen lasst, das sich eine soziale Elite von den unteren Lagen der Gesellschaft machte: das Volk als animalische, der Leitung bedurfende, an sich gutmutige, aber auch doppelgesichtige, potentiell bestialische Kreatur."

      Bambocciade