Eine Handreichung für den Museumsbesucher in Berlin und München, Florenz und Rom: achtzehn Gemälde aus allen Schaffensphasen des großen Renaissancemalers Sandro Botticelli, vorgestellt von einem der versiertesten Kenner des Malers: Sandro Botticelli ist berühmt für seine zarten Frauengestalten, die oft schöner sind, als es die Wirklichkeit erlaubt. Seine Zeitgenossen schätzten hingegen eher den »männlichen Stil« des Künstlers. Anhand exemplarischer Gemälde beschreibt Damian Dombrowski, wie es zu diesem Wandel in der Betrachtungsweise gekommen ist. Er erzählt aus dem Leben des Malers, über die Blütezeit der Renaissance in Florenz und die mächtige Dynastie der Medici. Dabei bewegt er sich durch alle Schaffensphasen und Bildthemen Botticellis: von den zierlichen Madonnen zu den strengen allegorisch-mythologischen Gemälden, von der liebreizenden Verkörperung des Frühlings zu dem allen irdischen Sphären entrückten Heiligen Augustinus. Er entdeckt auch den Platz, den der Maler selbst in seinen Bildern einnimmt. Warum Botticelli sich allerdings ohne Hände dargestellt hat, ist eines der vielen interessanten Details, die Damian Dombrowski dem Leser nahebringt.
Damian Dombrowski Books



Zwischen 1750 und 1753 schuf Giambattista Tiepolo (1696-1770) seine weltberühmten Fresken in der Würzburger Residenz. Anlässlich seines 250. Todesjahrs präsentiert das in der Residenz gelegene Martin von Wagner Museum Zeichnungen, Radierungen und Gemälde Tiepolos, dazu zahlreiche Blätter aus seinem unmittelbaren Würzburger Wirkungskreis: Merkskizzen seines Sohnes Giandomenico ebenso wie Pauskopien seines wichtigsten Mitarbeiters Georg Anton Urlaub. Gezeigt werden vor allem Werke aus dem Besitz des Universitätsmuseums, ergänzt durch internationale Leihgaben. Der geniale Venezianer sollte, so die Hoffnung des Fürstbischofs, "nach seiner gerühmten stärcke der arbeit die schönheit geben." Die Ausstellung zeigt auf, wie dieser Prozess in der Werkstattpraxis Realität wurde.
Wallraf-Richartz-Jahrbuch LXXV
Jahrbuch für Kunstgeschichte
Die Beiträge des Bandes XV 2014: Ulrike Bergmann: Die Chorpfeilerfiguren des Kölner Doms Neue Indizien in einem alten Fall der Kunstgeschichte; Isolde Lübbeke: Neun Figuren suchen einen Maler Die Veitsmarter im Wallraf-Richartz-Museum und zugehörige Tafeln; Roland Krischel: Bilder, die klappen Zur Kinetik religiöser Gemälde im spätmittelalterlichen Köln; Marius Rimmele: Klapp-Effekte Medienspezifika als künstlerische Herausforderung am Beispiel von Colijn de Coters Brüsseler Kreuzabnahme-Triptychon; Robert Schindler: Das Bildnis des Johann Ingenray in Detroit Eine Neuzuschreibung an Bartholomäus Bruyn d. A. und ihr wiederentdecktes Pendant; Damian Dombrowski: Eine maritime Renaissance Neapel, das Meer und die Kunst unter Vizekönig Pedro de Toledo; Christian Eder: Maria, Gottesmutter und Himmelskönigin Ein wiederentdecktes Gemälde aus dem Spätwerk des Peter Paul Rubens; Franz Grijzenhout, Ines Jonkhoff, Merel Kramer, Dorine de Bruijne: Frans Hals in mennonitischen Brauerkreisen Die Bildnisse eines unbekannten Ehepaars im Wallraf-Richartz-Museum; Michael Rohlmann: Bonaparte versus Leonidas Zur Psychomachie der Bilder bei Jacques-Louis David.