Markus Mohr Books






Bei der Fahne bleiben
Rote Hilfe Deutschland 1972–1987
Ende der 1960er-Jahre, als die Kämpfe der radikalen Linken zu verstärkter staatlicher Repression führten, entstanden ausgehend von West-Berlin lokale Rote-Hilfe-Gruppen zur solidarischen Unterstützung der Betroffenen. Sie waren eher der undogmatischen Spontiszene zuzuordnen, aber es gab auch leninistische und maoistisch ausgerichtete Kader-Gruppen. Die Rote Hilfe Deutschland (RHD) wurde um die Jahreswende 1974/75 als Unterorganisation der maoistischen KPD/ML gegründet, mit dem Ziel, eine bundesweite Organisation zu schaffen. Zunächst als »revolutionäre Massenorganisation der Arbeiterklasse« verstanden, ging in den frühen 1980er-Jahren mit dem allgemeinen Niedergang der K-Gruppen auch der RHD fast die Luft aus. Doch Aktivist:innen einer neuen Generation kamen zu Hilfe: Sie wagten den Sprung in eine Solidaritätsorganisation, die sich selbst – bis auf den heutigen Tag – als strömungsübergreifend versteht.
Deutschland.Kritik
- 364 pages
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Eine aktuelle linke Bestandsaufnahme zur Rolle und zum Selbstverständnis Deutschlands im 21. Jahrhundert. Deutschland scheint geläutert vor seiner Geschichte zu stehen: man gedenkt routiniert der Vergangenheit, spricht sich gegen Antisemitismus aus und preist sich, Lehren aus der jüngsten Vergangenheit gezogen zu haben. Doch wo ist die linke Kritik an Deutschland geblieben? Historisch war es die Aufgabe der linken Bewegung, sich gegen Militarismus, Imperialismus, Nationalismus und Ausbeutung im eigenen Land zu positionieren. 1990 demonstrierten Tausende gegen ein drohendes „4. Reich“. Welche Deutschlandkritik wurde historisch formuliert und wie müsste eine aktuelle Gesellschaftskritik beschaffen sein, um die wirklichen Widersprüche zu beleuchten? Autorinnen und Autoren der undogmatischen, antiautoritären Linken, geschult in der Kritischen Theorie, formulieren eine aktuelle Kritik der herrschenden Zustände. Sie lassen vergangene Versuche Revue passieren, sich mit Deutschland auseinanderzusetzen, und bieten eine differenzierte Gesellschaftskritik der aktuellen deutschen Verhältnisse. Zu den Beitragsautoren zählen Thomas Konicz, Detlef Hartmann, Holger Schatz, Mag Wompel und viele weitere.
Herrschaft lässt sich nicht durch die Wirkung von Spitzeln erklären. Aber es gibt sie und Polizeien und Geheimdienste versuchen sehr wohl, den Lauf der Geschichte und den Weg emanzipatorischer Bewegungen zu beeinflussen. Aktivist:innen haben Grund zu der Annahme, in den Wirkungsbereich von Spitzeln zu geraten. In all ihren Erscheinungsformen können die sehr zahlreich sein, es waren in den letzten Jahrzehnten hunderte, die auf Bewegungen, Parteien und Einzelne angesetzt wurden. Nicht alle waren gut platziert, nicht alle waren effektiv, aber auch nur die allerwenigsten sind bekannt geworden. Zu den angeworbenen V-Personen kommen seit einiger Zeit »Spycops«, verdeckte Ermittler:innen, deren Einsatz heute standartisierte Praxis des Staatsschutzes ist. Ein fundiertes Wissen über V-Personen, Spycops und Möglichkeiten ihrer Demaskierung hilft gegen Paranoia ebenso wie gegen Naivität. Inhalt: Urspitzel Judas • Ewno Asew • KPD-Spitzelalmanach • Rede Genosse Mauser! • Spitzel im Knast • Spitzel im Berliner Sozialforum • Zum Innenleben verdeckter Ermittler:innen • Alf das Huhn und Fritz der Fuchs • Wie die Verfassung im NSU-Prozess geschützt wurde • »Operation Roter Hering« • V-Mann Jan Pietsch • Spitzel beim G 20 • Ein verdeckter Ermittler in Heidelberg • Mark »Stone« Kennedy und andere Spycops • Infiltrados • »Stakeknife« • Verdeckte Ermittler:innen in Hamburg • u. a. m.
Die Industrialisierung von Brunsbüttel - 2: Anders als geplant
Die katastrophale Industrialisierung von Brunsbüttel
- 120 pages
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