Ein preisgekrönter Schriftsteller erkundet die Geheimnisse des Tees Tee ist der neue Wein – Christoph Peters erzählt von seiner Leidenschaft für dieses inspirierende, vielseitige Getränk und von der glücklich machenden Kunst, es zuzubereiten. Schon als Jugendlicher sammelte der Autor Christoph Peters lieber Teegefäße als Schallplatten. Heute verbringt er jede Woche viele Stunden mit der Zubereitung von Tee und stellt fest, dass sich im Nachvollziehen der vollendet funktionalen Gesten seine Wahrnehmung verändert und seine Konzentrationsfähigkeit verbessert hat. Außerdem geht es um erste Tee-Initiationsriten im Internat und um Begegnungen mit Zollbeamten, die ratlos vor einer antiken Teekanne stehen. Humorvoll und feinsinnig lädt Christoph Peters ein auf eine Reise durch die Teekulturen der Welt, von Ostfriesland bis in die Türkei, von Japan über China bis zum High Tea nach England.
Christoph Peters Books






Japan beginnt an der Ostsee
- 88 pages
- 4 hours of reading
Der Sandkasten
Roman
Kurt Siebenstädter hat sich als Hauptstadtjournalist weit nach oben gearbeitet, doch jetzt will das System, das ihn gefördert hat, nichts mehr von ihm wissen -- book jacket
Krähen im Park
Roman
Ein Tag, eine ganze Stadt: das messerscharfe Porträt einer Gesellschaft im Umbruch - der neue große Roman von Christoph Peters. Es ist der 9. November 2021, Lockdown in Berlin, doch das Leben bleibt nicht stehen. Der berühmte, aber menschenscheue Schriftsteller Bernard Entremont ist angereist, um einen Preis entgegenzunehmen – ein Ereignis, mit dem die halbe Stadt in Berührung kommt. Engmaschig verwebt Christoph Peters die vielen Geschichten eines Tages und erzählt packend vom Leben in unserer Gegenwart: von der hektisch strippenziehenden Kultursalonière, vom verschwörungsgläubigen Politikersohn beim seltenen Vaterbesuch, von der nicht mehr ganz so jungen Influencerin und ihrem Partner, der endlich seinen dritten Roman schreiben will, vom jungen deutsch-türkischen Pärchen, das nach einem positiven Schwangerschaftstest schwankt zwischen Freude und Angst, vom afghanischen Flüchtling auf der Suche nach einem Fixpunkt im anonymen Getriebe der Stadt. Es ist das große, messerscharfe, wimmelnde Portrait einer Gesellschaft, die sich auf ihre alten Formen nicht mehr verlassen kann, die neuen aber noch nicht gefunden hat.
Innerstädtischer Tod. Roman
- 304 pages
- 11 hours of reading
Christoph Peters erzählt mit bissigem Witz von familiären Konflikten und politischer Radikalisierung vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine. Der aufstrebende Künstler Fabian Kolb steht vor der Eröffnung seiner Ausstellung und kämpft mit Zweifeln über die Kompromisse einer internationalen Karriere.
Christoph Peters präsentiert mit seinem Erzählband 14 kunstvoll gestaltete Geschichten, die die Sehnsüchte und Ängste der Protagonisten präzise und stilvoll einfangen. Der Titel spiegelt das Thema Heimatlosigkeit wider, während die Figuren in Deutschland, Ghana und Ägypten nach einem Ort zum Bleiben suchen.
Ein ungewöhnlicher Thriller in der Tradition von Cormac McCarthy und Quentin Tarantino, der ein faszinierendes Panorama der bizarren japanischen Unterwelt präsentiert, die noch immer die Traditionen der Samurai-Zeit beschwört. Einst als ehrenwerte Gesellschaft angesehen, hat sich die Yakuza zu einer Organisation gewöhnlicher Krimineller gewandelt, die in Drogenhandel und schmutzige Immobiliendeals verwickelt ist. Die jahrhundertelange Toleranz von Staat und Polizei ist vorbei, und die Yakuza sieht sich einem entschlossenen Kampf gegenüber. Fumio Onishi, der im Auftrag der Yakuza in Berlin eigenmächtig handelt, gerät in Schwierigkeiten. Auf der Flucht vor den deutschen Behörden gelingt es ihm, mit seiner deutschen Freundin Nikola nach Tokio zu fliehen. Doch dort erwartet ihn Yakuza-Boss Takeda mit einer klaren Forderung. Christoph Peters beleuchtet in seinen Romanen die faszinierende und manchmal skurrile Seite der japanischen Kultur. In seinem zweiten Roman um Fumio Onishi taucht er in die Abgründe des Reichs der aufgehenden Sonne ein – in einen widersprüchlichen Kosmos voller rätselhafter Traditionen, der zwischen höchster Eleganz und blinder Grausamkeit schwankt, geprägt von dem alten Ethos der Samurai und irritierenden Werten sowie verstörender Gewalt.
Eine moderne Kleinbürgersatire von geradezu klassischem Format Im Leben des Angestellten Heinrich Grewent stimmt eigentlich alles: Er hat eine sichere Stelle und ist glücklich mit einer Grundschullehrerin verheiratet. Doch dann wird plötzlich innerhalb weniger Tage seine ganze Existenz aus der Bahn geworfen. Christoph Peters entlarvt auf furiose Weise die Abgründe, die unter der Oberfläche eines scheinbar wohlgeordneten Kleinbürgerlebens lauern. Vom Autor der preisgekrönten Romane „Stadt Land Fluß“ und „Das Tuch aus Nacht“.
"Im Schatten des Reaktors" bietet einen eindrucksvollen Rückblick auf die 70er Jahre in Hülkendonck. Der Erzähler konfrontiert die idyllische Vergangenheit und die aufkommende industrielle Landwirtschaft. Der geplante Bau eines Atomkraftwerks spaltet das Dorf und führt ihn zu Juliane, einer Aktivistin, die sein Weltbild verändert. Ein fesselnder Roman über persönliche und gesellschaftliche Umbrüche.
Wir in Kahlenbeck
Roman
Es ist eine Welt für sich: das Collegium Gregorianum Kahlenbeck, ein streng katholisches Jungeninternat irgendwo am Niederrhein. Hier wächst der knapp 15-jährige Carl Pacher Anfang der achtziger Jahre heran. Kahlenbeck, das ist eine spartanische Welt voller Regeln und Verbote, durchdrungen von elitärem Geist, Askese und Weltverachtung. Gleichwohl gärt unter der Oberfläche der Geist pubertärer Rebellion und herrscht unter den Jugendlichen eine gnadenlose Hackordnung, in der schwächere Schüler und Außenseiter ungeniert gedemütigt, schikaniert und ausgegrenzt werden.
Verstehen, nicht verurteilen – eine Reise in das Herz des Fundamentalismus Ägypten, Luxor, 1993: Gemeinsam mit einigen arabischen Mitkämpfern plant der junge Deutsche Jochen Sawatzky einen Anschlag auf einen Tempel. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky. Mit dem Fall betraut wird Claus Cismar, der deutsche Botschafter in Ägypten. In langen Gesprächen mit Sawatzky versucht er, die Motive seiner Tat zu ergründen und seine Auslieferung nach Deutschland zu erreichen …
Das furiose Portrait des spätherbstlichen Istanbul – und die Geschichte einer herzzerreißenden Liebe. Istanbul im November 1994: Ein Mann wird in einem Hotel erschossen. Eine alte Liebe zerbricht. Eine neue Liebe entsteht. Und dazwischen ein trinkender und mit dem Leben hadernder Künstler, dem die Wahrheit zur Obsession und die Wirklichkeit zur Chimäre wird. Bis der Tod sich bei ihm holt, was ihm längst schon gehört. Seltsam unwirkliche Dramen spielen sich ab vor der Kulisse jener Stadt zwischen Orient und Okzident, zwischen Fama und Wirklichkeit. Zwischen dem Glanz der Geschichte und der Hektik der Moderne.
Ein Mord in einem Park im Osten von Berlin führt die Wege der Kommissarin Annegret Bartsch und des Killers Fumio Onishi zusammen. Denn dort, wo sich die Kämpfe zwischen den vietnamesischen Clans der Nachwendezeit seit langem beruhigt zu haben scheinen, ist plötzlich die Hölle los – ein verstörender Rachefeldzug von archaischer Gnadenlosigkeit und unfassbarer Grausamkeit erschüttert mit einem Mal die heile Welt des Prenzlauer Bergs. Und Annegret Bartsch hat alle Mühe, Fumio Onishi endlich eine Falle zu stellen, die dem Töten ein Ende bereiten könnte.
Stadt, Land, Fluß
Roman
Stadt, Land, Fluss: eine Liebesgeschichte und eine Schelmenbeichte, voller Intelligenz, sprachlicher Genauigkeit, Humor und Hintersinn. Thomas Welkenbach, der Erzähler in Christoph Peters' erstem Roman, ist dreiunddreißig und Kunsthistoriker. Eines Tages kehrt Hanna, seine Frau, die als Zahnärztin für beider Lebensunterhalt sorgt, nicht nach Hause zurück. Gründe dafür nennt Walkenbach nicht. Doch jetzt, wo Hanna nicht mehr da ist, scheint es, dass er sich Stück für Stück seine eigene Geschichte zurückerobern muss: die Kindheit in Niel, einem niederrheinischen Dorf Ende der sechziger Jahre, dessen raue Lebenswirklichkeit ihn in die spätgotische Bildschnitzerkunst flüchten lässt; das Studium der Großstadt, vor deren Hektik er sich in die klaren Linien der italienischen Renaissancemalerei träumt. Seine erst ungelenken, dann erfolgreichen Versuche, Hannas Liebe zu gewinnen, während sie ihm die Zähne behandelt; schließlich »Glück der Kategorie, die in der Brust schmerzt«. Selbstironisch und mit doppelbödigem Humor, in einer präzisen, zuweilen harten, immer poetischen Sprache, verfolgt der Roman »Stadt Land Fluss« die Geschichte von Hanna und Thomas Walkenbach: den Weg der großen Gefühle durch die Banalitäten des Alltags hinein in eine fatale Abhängigkeit, die für Walkenbach nur mit immer raffinierteren Strategien des Selbstbetrugs zu bewältigen ist. Und zusehends treten die Gründe für Hannas Abwesenheit zutage.
Tage in Tokio
- 249 pages
- 9 hours of reading
Seit 35 Jahren beschäftigt sich Christoph Peters mit Japan. Er hat Romane über Japan geschrieben, sich in der traditionellen Teezeremonie ausgebildet, sammelt japanische Keramiken. Doch in Japan ist er nie gewesen. Die erste Reise nach Tokio muss also zum Abgleich werden zwischen Phantasie und Realität. Christoph Peters streift durch Metro und Seitenstraßen, Sushibars und Museen, besucht Tempelanlagen und einen Boxkampf. Und er ist ein eminent genauer Beobachter: Aus den Blicken der Menschen in der U-Bahn, aus den Regeln der Konversation, aus dem Nuancenreichtum in der Glasur einer Teeschale entsteht das Panorama einer ganzen Kultur. "Tage in Tokio" ist die Liebeserklärung an ein faszinierendes und widersprüchliches Land, das mit jedem Versuch, es zu verstehen, auch etwas über uns erzählt.
Lost in Translation an der Ostsee. Ausgerechnet in einem verschlafenen Kaff an der Ostsee soll der berühmte japanische Ofensetzer Tatsuo Yamashiro für den deutschen Keramikkünstler Ernst Liesgang einen traditionellen Anagama-Holzbrandofen errichten. Alles muss streng nach japanischer Überlieferung vor sich gehen, und so wird Herr Yamashiro sogar von einer eigenen Köchin begleitet, die für sein leibliches Wohl sorgen soll. Immer wieder kommt es zu ungeahnten Komplikationen beim Bau. Und als wäre das alles nicht genug, entdeckt Herr Yamashiro zum Entsetzen seiner japanischen Begleiter auch noch seine Begeisterung für Mettbrötchen, Schnitzel, Kartoffeln und klaren Schnaps.
Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format. Solange sie sich erinnern können, sind die beiden Freunde Achim und Wolf Japan-Fans. Da entdecken sie eines Tages in einem rustikalen Vereinsheim am Mittelrhein ein japanisches Spitzenrestaurant. Und dessen geheimnisvolle Chefin Mitsuko. Eine subtil komische Geschichte über die schwärmerische Suche nach strenger Schönheit, purem Genuss und dem ganz Anderen in Gestalt einer Frau nimmt ihren Lauf … Ausstattung: mit Lesebändchen
Was fasziniert uns am modernen islamischen Orient - und was erschreckt uns? Wie sehr verstehen wir ihn - und wie sehr bleibt er fremd? Können wir uns auf ihn einlassen - oder bleiben wir gefangen in Vorurteilen? In immer neuen Facetten umkreisen Christoph Peters' Erzählungen diese Fragen. Sie spielen teils in Deutschland, teils in den Ländern im Nahen und Mittleren Osten, die er selbst intensiv bereist hat. Christoph Peters, zuletzt ausgezeichnet mit dem Hölderlin-Preis 2016, lässt uns eintauchen in eine manchmal unergründliche, manchmal verstörende, aber auch komische und überraschend vertraute Welt jenseits des Abendlands.
Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung
- 220 pages
- 8 hours of reading
Dreizehn brillante Erzählungen vom Autor des Romans 'Mitsukos Restaurant' zeigen die gesamte Bandbreite und Virtuosität von Christoph Peters. Sven Hovestedt, der sportliche und schicke junge Mann, hat ein geheimes Interesse: Japan und die Philosophie des Zen. Nach einem misslungenen Finanzgeschäft steht er mit fünfundzwanzig vor dem Ruin und reflektiert: 'Geld kann auch ein Zen-Weg sein. Man muss es nehmen und loslassen.' Plötzlich wird er Millionär, verliert jedoch bald alles wieder, was er mit stoischer Gelassenheit akzeptiert. Diese Wendung führt ihn zur buddhistischen Erkenntnis der Leere und dem Zen-Weg des Geldes. Er gibt seinen extravaganten Lebensstil auf und wird zunehmend asketisch. Schließlich verschwindet er während eines Ausflugs in der winterlichen Landschaft. Peters’ zweiter Erzählband thematisiert die burlesken Irrungen der Liebe, die Faszination fremder Kulturen und die Suche nach spiritueller Erkenntnis. In dreizehn ungewöhnlichen Geschichten beweist er, dass er nicht nur ein großer Romancier, sondern auch ein Meister der kurzen Form ist. Er balanciert gekonnt zwischen Komik und Ernst, Leichtigkeit und Schwere, Fantastischem und Alltäglichem.
Die Traumbilder des Schreibens : Tübinger Poetik Dozentur 2008
- 147 pages
- 6 hours of reading
In seinen Tübinger Vorlesungen erkunden Kiran Nagarkar und Christoph Peters die Verbindung zwischen Schreiben und Traumbildern. Nagarkar thematisiert in seiner ersten Vorlesung „Clueless – Ahnungslos: Der Weg eines Gelegenheitsschriftstellers“ die Entstehung seiner Texte. Er vergleicht das Schreiben eines Romans mit dem Drachensteigen: Man kann den Drachen lenken, doch spannender ist es, ihn seinem eigenen Flug folgen zu lassen. In der zweiten Vorlesung „Die Sprachenkonflikte in Indien“ betont er die Rolle des Schriftstellers in politischen und kulturellen Konflikten. Als zweisprachiger Autor erlebte er Irritationen im indischen Literaturbetrieb, sowohl mit seinem ersten Buch auf Marathi als auch mit seiner Entscheidung, sein zweites Buch auf Englisch zu schreiben, was ihm den Vorwurf des „Verrats“ einbrachte. In der dritten Vorlesung skizziert er das Bild eines Künstlers, der, ähnlich wie Shiva, die Welt ohne moralisches Urteil betrachtet und sowohl das Gute als auch das Schlechte in sein Werk aufnimmt. Christoph Peters untersucht in seiner Vorlesung „Teppiche – Verkehrsmittel für den inneren Orient“ die metaphorische und materielle Bedeutung von Teppichen für sein Schreiben. Er reflektiert über die Textur des Schreibens, den Ort der Kultur und die Migration von Geschichten und Menschen, wobei Teppiche sowohl Theologien als auch subjektive Empfindungen verkörpern.














