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Dieter Büker

    Textlayout und Bilddesign in Mittelalter und Altertum
    In neuem Licht Der Klosterplan von St. Gallen
    • 2023

      Textlayout und Bilddesign in Mittelalter und Altertum

      Versunkene Technik der Jahrtausende

      • 434 pages
      • 16 hours of reading

      Prickings (Einstiche) haben die Textspiegel mittelalterlicher Manuskripte vorbereitet. Das weiß man seit knapp 100 Jahren. Mit Hilfe von Prickings wurden aber auch Bilder konzipiert. Das weiß man, seit der Autor seine Dissertation veröffentlicht hat (2017). Im vorliegenden Werk analysiert er nun mit einem computer-basierten Ansatz Texte und Bilder aus den vergangenen 3500 Jahren. Die Bilder in diesem Buch dokumentieren das Ergebnis: das Prinzip der konzeptionellen Stiche. Auf babylonischen Tontäfelchen, auf sumerischen Statuen, auf ägyptischen Papyri und Ostraka, auf römischen Inschriftsteinen, mittelalterlichen Elfenbeinen und Pergamenten wurden Marken bzw. Prickings angebracht und so Textspiegel, Architektur- und andere Zeichnungen und Bilder konzeptionell vorbestimmt. Anhand von Markierungen als optischen Wegweisern konnten die Bearbeiter anschließend ihre Texte schreiben oder Bilder vervollständigen, sei es mit Vogelfeder und Tinte, mit Pinsel, Hammer und Meißel oder Schilfrohr. Dieses durchgängig ähnliche Verfahren hat die kulturgeschichtliche Entwicklung über Jahrtausende begleitet oder sie gar erst ermöglicht. Erst mit dem Aufkommen von Bleistift und Papier sowie maßstabsgerechter Zeichnungen hatte es ausgedient.

      Textlayout und Bilddesign in Mittelalter und Altertum
    • 2020

      In neuem Licht Der Klosterplan von St. Gallen

      Aspekte seiner Beschaffenheit und Erschaffung

      • 236 pages
      • 9 hours of reading

      Der Klosterplan von St. Gallen steht im Mittelpunkt intensiver Forschung, die sich auf seine originale Beschriftung und historische Quellen stützt. Durch präzise technische Analysen und detaillierte Quellenstudien werden neue, überzeugend dokumentierte Ergebnisse präsentiert, die den Plan in neuem Licht erscheinen lassen. Seit der Veröffentlichung des ersten Faksimiles in der Mitte des 20. Jahrhunderts haben zahlreiche Autoren versucht, die Geheimnisse dieser einzigartigen Pergamentzeichnung aus dem frühen Mittelalter zu entschlüsseln. Dabei wurden verschiedene Thesen und Hilfskonstruktionen entwickelt, die auf antike Einflüsse, karolingische Reformen und geometrische Maßstäbe hinweisen. Besonders der im 19. Jahrhundert entdeckte 'Planwiderspruch' hat zu kreativen Interpretationen geführt. Die in diesem Band versammelten Aufsätze basieren auf modernen Computeranalysen und bieten neue Erkenntnisse durch digitale Abbildungen des Plans. Die Ergebnisse zeigen, dass der Klosterplan geometrisch konstruiert wurde, ohne Kopien oder maßstäbliche Zeichnungen. Die Technik der Mönche umfasste geometrische Konstruktionen durch Prickings, und es gab keine Anlehnung an antike Autoren oder Reformen. Zudem wird der Plan als Produkt von Teamarbeit betrachtet. Der abschließende Beitrag beleuchtet literarische Quellen, die zur Klärung der komplexen Fragen nach Ursprung, Herstellern und Empfängern beitragen.

      In neuem Licht Der Klosterplan von St. Gallen