„Die Hände meines Vaters“ ist eine epische russische Familiengeschichte vor dem Panorama der Oktoberrevolution, der Weltkriege wie des ganzen 20. Jahrhunderts. Irina Scherbakowas jüdische Großmutter hat die Pogrome, die Oktoberrevolution und den Bürgerkrieg von 1917/18 überlebt. Ihr Vater kämpfte als Offizier im Zweiten Weltkrieg vor Stalingrad. Und sie selbst wuchs zur Stalinzeit in Moskau auf: Irina Scherbakowa stammt aus einer Familie, die alle Schrecknisse des 20. Jahrhunderts miterlebt hat. Und doch empfindet die renommierte russische Publizistin ihre Familiengeschichte als eine glückliche – sind ihre Vorfahren und sie doch immer wider alle Wahrscheinlichkeit davongekommen, Und so wird Irina Scherbakowas Buch zu einem beeindruckenden Porträt nicht nur einer Familie, der es stets mit viel Glück gelang, düstere Zeiten zu überstehen, sondern auch und vor allem die mitreißende Geschichte eines bewegten Jahrhunderts.
Irina Lazarevna S. c. erbakova Book order



- 2017
- 2006
Unruhige Zeiten
Lebensgeschichten aus Russland und Deutschland
Im Krieg und im Frieden. Erster Weltkrieg und Oktoberrevolution, Hitlers Machtergreifung, die 'Säuberungen' unter Stalin, dieSchlachten des Zweiten Weltkriegs, der Eiserne Vorhang – die großenEreignisse und Zäsuren der deutschrussischenGeschichte sind geläufig. Aber wie lebten die Menschen, diein den Mahlstrom historischer Veränderungengerieten? Wie begegnetensich Deutsche und Russenin den letzten hundert Jahren undwie prägten diese Erfahrungen dasZusammenleben bis heute? Ohne ideologische Scheuklappen befragenJugendliche in Russland undDeutschland Zeitzeugen, recherchierenin Archiven und forschen vorOrt. Sie fördern das Alltagsleben derMenschen in Zeiten der Unruhe undAngst zutage, berichten vom Überlebentrotz Vertreibung, Zwangsarbeitund Staatsterror. Aber sie erinnernauch an das friedliche Zusammenlebenvon Deutschen undRussen, an Freundschaft, Hilfe undstillen Heldenmut. Diese so bislang noch nie erzähltenGeschichten über Deutsche in Russlandund Russen in Deutschlandsind voller Mitgefühl und klarerAnalyse. Sie lassen ein lebendigesBild der ambivalenten Beziehungenzwischen beiden Ländern entstehenund sind ermutigendes Zeugnis, wie eine neue Generation Deutscherund Russen ein harmonisches Zusammenlebengestalten kann.
- 2003
Die promovierte Germanistin, Historikerin, Publizistin und Übersetzerin Irina Scherbakowa (Jg. 1953) lehrt am Zentrum für Erzählte Geschichte und visuelle Anthropologie der Moskauer Afanassjew-Universität. Für ihren Film 'Alexander Men. Treibjagd auf das Sonnenlicht' (WDR 1993) wurde sie 1994 mit dem Katholischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Seit 1999 gehört sie dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar an. Irina Scherbakowa ist Koordinatorin des russischen Geschichtswettbewerbs für Jugendliche, der von der Menschenrechtsgesellschaft MEMORIAL seit 1999 jährlich ausgerichtet wird. Als Nichtregierungsorganisation setzt sich MEMORIAL für die Aufklärung der sowjetischen Repression und den Schutz der Menschenrechte im heutigen Russland ein. MEMORIAL ist Mitglied des europäischen Geschichtsnetzwerks EUSTORY der Körber-Stiftung.