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Leben als Maschine ist seit der Renaissance eine faszinierende Metapher, die auch beunruhigt. Die zentrale Frage hinter dieser Metapher betrifft die Berechenbarkeit des Lebens: Gibt es Gesetze und Gleichungen, mit denen Lebensvorgänge erklärt und prognostiziert werden können? Mit den Fortschritten in Biomathematik, Biophysik und Bioinformatik zeigt sich eine Entwicklung in der Systembiologie. Synthetische Biologie konstruiert Organismen nach den komplexen Schaltplänen dieser Disziplin. Die Robotik orientiert sich zunehmend an den kognitiven und intelligenten Organismen der Evolution. Auch Roboter entwickeln durch ihre komplexen Körper Erfahrungen und eine eigene Form von Intelligenz. Im Mittelpunkt der Diskussion um die Körperlichkeit des menschlichen Geistes und der Robotik steht die Erkenntnis, dass kognitive Prozesse nicht unabhängig von den körperlichen Gegebenheiten und deren dynamischer Interaktion mit der Umwelt verstanden werden können. Um die wachsende Komplexität der menschlichen Lebenswelt zu bewältigen, müssen technische Systeme adaptiver, autonomer und intelligenter werden. Diese zunehmende Autonomie bringt jedoch Herausforderungen in Bezug auf Kontrolle, Berechenbarkeit sowie ethische und rechtliche Fragestellungen mit sich. Für Systembiologie, synthetische Biologie, Robotik und Künstliche Intelligenz bedeutet dies, komplexe Systeme zu entwickeln, die den Menschen als Maßstab der Technik respektieren.
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Leben als Maschine?, Klaus Mainzer
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- 2010,
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- Very Good
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- €10.30
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