Florian Baudrexel
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Florian Baudrexel (geb. 1968 in München, lebt und arbeitet in Berlin) gehört zu einer Generation von jungen Künstlern, die sich mit der Gattung Skulptur auseinandersetzen. Seine Skulpturen, Installationen und Wandreliefs sind dichte Ansammlungen plastischer Elemente aus Gips, Pappe, Styropor und anderen alltäglichen Stoffen. Sein bildhauerischer Umgang mit dem Material geht auf das kompositorische Feingefühl des Konstruktivismus zurück, wie es Wladimir Tatlin und Alexander Rodtschenko bewiesen haben. Gleichzeitig erinnert die Dynamik der Plastiken an die Futuristen Giacomo Balla und Umberto Boccioni. Baudrexels Arbeiten verweisen in ihrer Abstraktheit auf die rhetorische Dimension menschlicher Wahrnehmung, auf Perspektiven und Bewegung. Linien, Flächen und Kanten lenken den Blick ins Bild, sodass ihnen ein malerischer, aber auch filmischer Charakter zu eigen wird. Die plastischen Räume entwickeln aus Ansichten und dem konkreten Umgang mit dem Material einen ähnlichen Tiefensog. Für seine neueste Ausstellung im Hamburger Kunstverein, zu der das vorliegende Buch entstand, entwickelte Baudrexel zwei unterschiedliche Konzepte: einen Raum der Leere und einen Raum der Fülle, dessen ausladende Reliefs wie Skulptur gewordene Malerei wirken. Texte von Annette Hans und Katharina Koppenwallner.