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Der Stellenwert von Erziehungs- und Bildungsprozessen für die Produktivkraftentwicklung in kapitalistischen Gesellschaften hat durch neoliberale Strukturreformen in den letzten zwei Jahrzehnten sowohl quantitativ als auch qualitativ zugenommen. Konzepte wie ‚Kompetenzentwicklung‘ und ‚Lebenslanges Lernen‘ fokussieren auf die Fähigkeit zur ständigen (Selbst-)Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere an die schnell wechselnden Anforderungen des Marktes. Die ursprünglichen Ziele der modernen Pädagogik, die subjektiven Voraussetzungen für eine vernünftige Selbstbestimmung zu schaffen, werden dabei oft ins Gegenteil verkehrt. Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes betrachten Pädagogik hingegen als eine Form praktischer Gesellschaftskritik, deren Hauptaufgabe es ist, gesellschaftliche Herrschafts- und Abhängigkeitsverhältnisse aufzudecken und zu überwinden. Pädagogik ist für sie eng mit der Idee der Mündigkeit verbunden, die sich unter neuen historischen Bedingungen immer wieder neu entfalten muss. Bildung und Erziehung können als praktische Befähigung zur kritischen Infragestellung des Gegebenen Subjektwerdungsprozesse anstoßen, die sich gegen äußere Vorgaben und Instrumentalisierungen wehren und somit zur Humanisierung sozialer Verhältnisse beitragen. Die Beiträge des Bandes erkunden verschiedene Ansätze und Entwicklungsperspektiven einer kritisch-emanzipatorischen Theorie und Praxis der Pädagogik im a
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Pädagogik als praktische Gesellschaftskritik, Manuel Rühle
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- 2017
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