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Auf den Ruinen der Imperien

Erzählte Grenzräume in der mittel- und osteuropäischen Literatur nach 1989

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Durch den Zerfall der großen Imperien des 20. Jahrhunderts entstanden in Mittelosteuropa Grenzräume wie Galizien, die Bukowina, das Banat, die Walachei und die ungarische Provinz. Diese Regionen zeichneten sich durch eine Vielfalt an Ethnien, Religionen und Kulturen aus, die in bestimmten historischen Phasen nebeneinander existieren konnten. Doch hegemonialgeschichtliche Entwicklungen führten zu Zerteilungen und Neugestaltungen. Die resultierende Alltagspraxis war oft konfliktreich, lässt sich jedoch auch als erprobter (Lebens-)Zusammenhang beschreiben. Karl Schlögel bezeichnete solche Übergangsräume als den „Reichtum Europas“, da sie Kunstwerke hervorbringen, die nur durch kulturelle Mischungen möglich sind. Kunst und Literatur werden zu Orten, an denen sichtbar wird, was in der politischen Realität oft verborgen bleibt. Die vorliegenden Beiträge analysieren Werke von Autorinnen und Autoren wie Jurij Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk, Joanna Bator, Maria Matios, Pál Závada und Herta Müller, die nach 1989 entstanden sind und das Phänomen der grenzbestimmten Erfahrung in Mittel- und Osteuropa thematisieren. Literatur dient dabei als Ausgangspunkt für eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit der komplexen Geschichte und Gegenwart einer europäischen Erfahrungswelt.

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Auf den Ruinen der Imperien, Andree Michaelis-König

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2018
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