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Die Beobachtung von Kommunikation

Zur kommunikativen Konstruktion sozialen Handelns

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Soziologie untersucht menschliches Handeln, wobei die Definition von Handlungen bereits zu kontroversen Diskussionen führt. Sowohl die soziologische als auch die philosophische Handlungstheorie betrachten Handeln als intentionales Verhalten. Obwohl Handlungen individuell und psychisch geprägt sind, gelten sie als Basiseinheiten des Sozialen. Sie werden durch soziale Bezüge im psychischen Handlungssinn sozialisiert, die sich aus der Orientierung an den Erwartungen anderer Akteure und der sozialen Prägung individueller Handlungsziele ergeben. Die Frage, wie Akteure fremde Erwartungen antizipieren und den Sinn fremder Handlungen verstehen, führt zur Kommunikation. Soziales Handeln und Kommunikation sind korrelative Begriffe, deren Beziehung einer genaueren Klärung bedarf. Zwei konkurrierende Grundpositionen existieren: (1) Kommunikation wird als spezifische Form des Handelns betrachtet, die aus Mitteilungsakten oder Sprechhandlungen besteht, bei denen Akteure intentional Informationen übermitteln oder Interaktionsangebote machen. Diese Positionen reichen von informationstheoretischen Modellen bis zur Sprechakttheorie und der Theorie kommunikativen Handelns. In der sprachanalytischen Philosophie wird Kommunikation als Körperbewegungen und deren Wirkungen verstanden, soweit sie intentional unter einer Beschreibung stehen.

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Die Beobachtung von Kommunikation, Wolfgang Ludwig Schneider

Language
Released
1994
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(Paperback)
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Title
Die Beobachtung von Kommunikation
Subtitle
Zur kommunikativen Konstruktion sozialen Handelns
Language
German
Publisher
Westdt. Verl.
Released
1994
Format
Paperback
ISBN10
3531126423
ISBN13
9783531126425
Series
Description
Soziologie untersucht menschliches Handeln, wobei die Definition von Handlungen bereits zu kontroversen Diskussionen führt. Sowohl die soziologische als auch die philosophische Handlungstheorie betrachten Handeln als intentionales Verhalten. Obwohl Handlungen individuell und psychisch geprägt sind, gelten sie als Basiseinheiten des Sozialen. Sie werden durch soziale Bezüge im psychischen Handlungssinn sozialisiert, die sich aus der Orientierung an den Erwartungen anderer Akteure und der sozialen Prägung individueller Handlungsziele ergeben. Die Frage, wie Akteure fremde Erwartungen antizipieren und den Sinn fremder Handlungen verstehen, führt zur Kommunikation. Soziales Handeln und Kommunikation sind korrelative Begriffe, deren Beziehung einer genaueren Klärung bedarf. Zwei konkurrierende Grundpositionen existieren: (1) Kommunikation wird als spezifische Form des Handelns betrachtet, die aus Mitteilungsakten oder Sprechhandlungen besteht, bei denen Akteure intentional Informationen übermitteln oder Interaktionsangebote machen. Diese Positionen reichen von informationstheoretischen Modellen bis zur Sprechakttheorie und der Theorie kommunikativen Handelns. In der sprachanalytischen Philosophie wird Kommunikation als Körperbewegungen und deren Wirkungen verstanden, soweit sie intentional unter einer Beschreibung stehen.