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Die einkommensteuerrechtliche Qualifikation von Vermögenseinbußen, -beschädigungen oder -zerstörungen stellt sowohl dogmatisch als auch in der Besteuerungspraxis eine Herausforderung dar. Die Kasuistik zu § 9 EStG umfasst eine Vielzahl von Themen, von „arbeitsplatzsichernden Aufwendungen“ bis hin zu Verlusten oder Zerstörungen von privaten Vermögensgegenständen. Eine Analyse der relevanten Fallgruppen zeigt, dass der Fokus in Rechtsprechung und Literatur oft auf der dualistischen Einkünfteermittlung des § 2 Abs. 2 EStG liegt. Es ist entscheidend zu klären, welche Vermögenseinteilung dieser dualistischen Einkünfteermittlung zugrunde liegt und ob diese Einteilung materielle Rechtsfolgen hat. Die Arbeit entwickelt einen Lösungsansatz, der die Systematik des Dualismus von Einkünften und Vermögen konkretisiert. Es wird festgestellt, dass in § 2 Abs. 2 EStG zwischen Vermögenserwerbs- und Vermögensbestandssphäre unterschieden wird. Die Qualifikation der Vermögensverluste im Betriebs- und Privatvermögen verläuft nicht kongruent. Einnahmen bei Überschußeinkünften sind nur Erwerbseinnahmen, und Werbungskosten sind ausschließlich Erwerbsausgaben. Die Qualifikation der Vermögensverluste im Privatvermögen muss beim „Aufwendungsbegriff“ des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG ansetzen. Der Aufwendungsbegriff umfasst keine unplanmäßigen Vermögensminderungen in der Bestandssphäre, sondern nur solche in der Erwerbssphäre. Diese Grundsätze werden exemplaris
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Vermögensverluste im Privatvermögen, Christoph Uhländer
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- 1996
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