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Jahrgang 1915

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Dieser „Lebensbericht eines Erziehungswissenschaftlers“ schildert die Erinnerungen eines Mannes, der sich trotz Konflikten mit seinem Gymnasium um geistige Unabhängigkeit und Urteilsfähigkeit bemühte, insbesondere im Kontext des „Dritten Reiches“. Unterstützt von einigen Lehrern und Professoren, bediente er sich der klassischen und modernen Literatur sowie der Philosophie. Groothoff hatte zu keinem Zeitpunkt ein klares Berufsziel, sondern ließ die Entwicklungen unter Hitler auf sich wirken. Er studierte vor dem Krieg bei Heidegger, entwickelte jedoch keine enge Bindung zu dessen Philosophie. 1939 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und erlebte den Frankreich- sowie den Russlandfeldzug, wobei letzterer für ihn eine schicksalhafte Bedeutung erlangte. Durch diese Erfahrungen entwickelte er eine Abneigung gegen Hitler und die bürgerliche Gesellschaft. Nach dem Krieg setzte er sein Studium in Hamburg fort, wo er Wilhelm Flitner und die Pädagogik entdeckte. Sein überarbeitetes Verständnis von Selbstbildung führte ihn zu neuen Überlegungen zur Bildung nach dem Zweiten Weltkrieg. Er arbeitete zunächst in der Erwachsenenbildung, dann in der Lehrerbildung und schließlich an der Universität zu Köln, wo er die Beziehung zwischen Philosophie und Pädagogik sowie die Entwicklung eines kritischen historischen Bewusstseins in der deutschen Bildungs- und Schulgeschichte förderte, ohne die Erwachsenenbildung aus den Augen zu verlieren.

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Jahrgang 1915, Hans-Hermann Groothoff

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2001
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