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Kaiserliche Rechtsprechung und herrschaftliche Stabilisierung

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Im Zentrum der Studie steht die höchste Gerichtsbarkeit im Alten Reich und ihre Bedeutung für die thüringischen Territorialstaaten von 1648-1806. Die Kombination von Reichs- und Landesgeschichte ermöglicht es, Querverbindungen aufzuzeigen. Auf diese Weise werden neue Erkenntnisse über die Staatlichkeit des Alten Reiches und die kaiserliche Gerichtsbarkeit in den Territorien gewonnen. Die quantitative Auswertung von Reichsgerichtsrepertorien sowie die qualitative Analyse von Fallbeispielen (Erbstreit, Schuldenkommission) zeigen, daß mittlere und kleinere Reichsstände die kaiserliche Gerichtsbarkeit vor allem bei finanziellen und dynastischen Konflikten in Anspruch nahmen. Sie waren auf die höchsten Gerichte existenziell angewiesen, um ihre Herrschaft zu stützen. Insbesondere der Reichshofrat verhinderte eine Eskalation der Auseinandersetzungen und stabilisierte somit die politische Lage. Gerade in diesem Kontext erweist sich, wie die grundlegende Studie unterstreicht, das Alte Reich als „Handlungszusammenhang von Kaiser und Reichsständen“.

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Kaiserliche Rechtsprechung und herrschaftliche Stabilisierung, Siegrid Westphal

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2002
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