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Keine falsche Toleranz!

Warum sich die Demokratie stärker als bisher zur Wehr setzen muss

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  • 450 pages
  • 16 hours of reading

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Die Vorstellung, wehrhaft sein zu müssen, schien lange Zeit veraltet, doch die Rückkehr dieses Themas in die politische Debatte ist vor allem Putins Überfall auf die Ukraine geschuldet. Mit der erneuerten Wehrhaftigkeit nach außen wird auch die innere Wehrhaftigkeit auf den Prüfstand gestellt. Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten hat die Bedrohung von rechts stark zugenommen. Zwei politische Faktoren prägen das neue Gefährdungsszenario: Die AfD, eine starke rechtspopulistische Partei im Bundestag, stellt sich offen gegen die liberale Demokratie. Zudem hat die radikale Rechte durch die Anti-Corona-Demonstrationen an Einfluss gewonnen und neue machtpolitische Optionen erhalten. Diese Entwicklungen setzen die Demokratie unter Druck. Angesichts dieser Herausforderungen sind strukturelle Korrekturen notwendig, um das Konzept einer 'wehrhaften Demokratie' zu erneuern, sodass die Bundesrepublik besser gegen derartige Angriffe gewappnet ist. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Gefährdung der Demokratie nicht mehr nur von den Rändern, sondern zunehmend aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Kraushaar plädiert deshalb für einen Wechsel von der statischen Theorie des Extremismus hin zu einer dynamischen Theorie der Radikalisierung. Nur so kann die zweite deutsche Demokratie in Zeiten multifaktorieller Krisen wehrhaft bleiben.

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Keine falsche Toleranz!, Wolfgang Kraushaar

Language
Released
2022
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Title
Keine falsche Toleranz!
Subtitle
Warum sich die Demokratie stärker als bisher zur Wehr setzen muss
Language
German
Released
2022
Pages
450
ISBN10
3863931424
ISBN13
9783863931421
Series
Description
Die Vorstellung, wehrhaft sein zu müssen, schien lange Zeit veraltet, doch die Rückkehr dieses Themas in die politische Debatte ist vor allem Putins Überfall auf die Ukraine geschuldet. Mit der erneuerten Wehrhaftigkeit nach außen wird auch die innere Wehrhaftigkeit auf den Prüfstand gestellt. Im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten hat die Bedrohung von rechts stark zugenommen. Zwei politische Faktoren prägen das neue Gefährdungsszenario: Die AfD, eine starke rechtspopulistische Partei im Bundestag, stellt sich offen gegen die liberale Demokratie. Zudem hat die radikale Rechte durch die Anti-Corona-Demonstrationen an Einfluss gewonnen und neue machtpolitische Optionen erhalten. Diese Entwicklungen setzen die Demokratie unter Druck. Angesichts dieser Herausforderungen sind strukturelle Korrekturen notwendig, um das Konzept einer 'wehrhaften Demokratie' zu erneuern, sodass die Bundesrepublik besser gegen derartige Angriffe gewappnet ist. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Gefährdung der Demokratie nicht mehr nur von den Rändern, sondern zunehmend aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Kraushaar plädiert deshalb für einen Wechsel von der statischen Theorie des Extremismus hin zu einer dynamischen Theorie der Radikalisierung. Nur so kann die zweite deutsche Demokratie in Zeiten multifaktorieller Krisen wehrhaft bleiben.