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In Europa gibt es einen wachsenden Verdacht, dass der traditionelle Parlamentarismus am Ende ist. Die Agenda gewählter Regierungen wird zunehmend von internationalen Finanzmärkten diktiert, während Lobbys und Seilschaften die Büros von Abgeordneten infiltrieren. Skandale und Rücktritte schädigen das Ansehen des politischen Berufs. Gleichzeitig wird der Wettbewerb um Aufmerksamkeit intensiver, und der Ton öffentlicher Debatten wird rauer, geprägt von einer neuen Lust am Spektakel. Klassische Medien verlieren im Wettlauf um Quoten und Auflagen ihre Legitimation, indem sie Politik skandalisieren und trivialisieren. Diese Symptome werfen Fragen auf: Stehen wir am Ende der Republik, wie wir sie kannten? Ist die Maschinerie der Repräsentation und Gewaltenteilung unter den neuen Belastungen überlastet? Bewegen wir uns in ein postdemokratisches Zeitalter? Oder könnte aus den anonymen Schwärmen des Internets die Polis der Zukunft entstehen? Politiker, Journalisten und Lobbyisten sowie Kritiker des politischen Establishments bieten engagierte und kontroverse Antworten. Zu Wort kommen unter anderem Finanzminister Wolfgang Schäuble, Bestsellerautor Thilo Sarrazin und Europa-Abgeordneter Daniel Cohn-Bendit, die verschiedene Perspektiven auf die gegenwärtige politische Landschaft teilen.
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Die gehetzte Politik, Bernhard Pörksen
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- 2013
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