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Der magische Rand

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Worum geht es? Um Erinnerungen – Erlebtes und Angewandtes –, um die Elektrifizierung von Thelen und seinem Oberschelm Vigoleis, der zu seiner ersten elektrischen Schreibmaschine kommt. Es geht um die Tücken des Objekts, einer Schreibmaschine als Inkarnation der Technik, und um kopflos gewordene Vertreter. Der Bruder Jupp aus Süchteln, der plötzlich »angersch Kallt« ist, und ein heiliger Herr, dem Vigoleis die Vorzüge einer Weltuhr anpreist, werden erwähnt, ebenso wie eine groß- und starkbusige Leserin und die »Casa Rocca Vispa«, bekannt aus Thelens Parabel »Glis-Glis« (1967). Ist das schon alles? Ja und nein. Wer so fragt, kennt Thelen (noch) nicht, einen Schriftsteller, der sich zum eigenen Leidwesen, seinen Lesern jedoch zum Vergnügen, oft selbst »ins Wort« fällt. Als Ästhetiker definiert er den Witz, entdeckt entfernte Ähnlichkeiten und prangert menschliche (insbesondere religiöse) Torheiten an. Vigoleis ist Humorist mit einer skeptischen, ja pessimistischen Weltanschauung, misstrauisch gegenüber dem großen Ganzen und dem Menschlich-Allzumenschlichen, hinter dessen Fassade der Wahnsinn grimassiert. Seine Stilmittel – Witz, Satire und Ironie – sowie barocke Sprachgesten und Wortwildwuchs inszenieren sein episches Welttheater.

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Der magische Rand, Albert Vigoleis Thelen

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1989
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(Paperback)
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