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Der Roman spielt im Moskau der Jahre 1914 bis 1920, einer Zeit des Umbruchs durch den Ersten Weltkrieg, die Revolution und den Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt stehen Iwan Alexandrowitsch, ein betagter Ornithologie-Professor, und seine Enkelin Tatjana, deren Entwicklung vom Mädchen zur jungen Frau verfolgt wird. Die Erzählung ist nicht linear, sondern nutzt eine kinematographische Montage, um die Ereignisse miteinander zu verknüpfen. Der Professorenhaushalt, ein Mikrokosmos alter Werte, wird von einem engen Kreis von Verwandten und Bekannten besucht, darunter der exzentrische Pianist Edward Lwowitsch und der Student Ehrberg. Die defekte Kuckucksuhr symbolisiert die aus den Fugen geratene Zeit. Parallel zur realen Handlung gibt es surreal-symbolische Episoden aus der Tierwelt, wie den Kampf zweier Ameisenvölker, die von einer menschlichen Armee zertreten werden – ein Vorzeichen des Krieges. Nach dem Umsturz 1917 wird Moskau zur „Totenstadt“, während das Haus des Professors in der Siwzew Wrazhek ein Ort der Hoffnung und Menschlichkeit bleibt. Die Verbindung zu den Machthabern des Kremls bleibt gesichtslos und leblos. Der Autor zeigt sich als virtuoser Stilist und meisterlich komponierender Schriftsteller.
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Eine Straße in Moskau, Michail Andrejewitsch Ossorgin, Ursula Keller-Husemann
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