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La Vénus d'Ille. Die Venus von Ille

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"... Es war wirklich eine Venus, und von wunderbarer Schönheit. Sie hatte den Oberkörper nackt, wie die Alten gewöhnlich die großen Gottheiten darstellten. Nichts war süßer, sinnlicher als ihre Konturen; nichts eleganter und edler als ihre Draperie. Was die Figur betrifft, so werde ich nie in der Lage sein, ihren seltsamen Charakter auszudrücken, dessen Typus sich von keiner antiken Statue, an die ich mich erinnere, näherte. Alle Züge waren leicht kontrahiert: die Augen etwas schräg, der Mund an den Ecken nach oben gezogen, die Nasenlöcher etwas geschwollen. Verachtung, Ironie, Grausamkeit waren auf ihrem Gesicht zu lesen. In der Tat, je mehr man diese bewundernswerte Statue betrachtete, desto mehr verspürte man das unangenehme Gefühl, dass eine so wunderbare Schönheit mit der Abwesenheit jeglicher Sensibilität verbunden sein könnte. - Wenn das Modell jemals existiert hat, sagte ich zu M. de Peyrehorade, so tut mir leid um ihre Liebhaber! Sie muss sich daran erfreut haben, sie in Verzweiflung sterben zu lassen. In ihrem Ausdruck ist etwas Wildes, und doch habe ich noch nie etwas so Schönes gesehen."

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La Vénus d'Ille. Die Venus von Ille, Prosper Mérimée

Language
Released
2003
Binding
(Hardcover)
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3.6
Very Good
144 Ratings

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Title
La Vénus d'Ille. Die Venus von Ille
Language
German, French
Publisher
Stockmann
Released
2003
Format
Hardcover
ISBN10
3950161228
ISBN13
9783950161229
Series
Rating
3.55 out of 5
Description
"... Es war wirklich eine Venus, und von wunderbarer Schönheit. Sie hatte den Oberkörper nackt, wie die Alten gewöhnlich die großen Gottheiten darstellten. Nichts war süßer, sinnlicher als ihre Konturen; nichts eleganter und edler als ihre Draperie. Was die Figur betrifft, so werde ich nie in der Lage sein, ihren seltsamen Charakter auszudrücken, dessen Typus sich von keiner antiken Statue, an die ich mich erinnere, näherte. Alle Züge waren leicht kontrahiert: die Augen etwas schräg, der Mund an den Ecken nach oben gezogen, die Nasenlöcher etwas geschwollen. Verachtung, Ironie, Grausamkeit waren auf ihrem Gesicht zu lesen. In der Tat, je mehr man diese bewundernswerte Statue betrachtete, desto mehr verspürte man das unangenehme Gefühl, dass eine so wunderbare Schönheit mit der Abwesenheit jeglicher Sensibilität verbunden sein könnte. - Wenn das Modell jemals existiert hat, sagte ich zu M. de Peyrehorade, so tut mir leid um ihre Liebhaber! Sie muss sich daran erfreut haben, sie in Verzweiflung sterben zu lassen. In ihrem Ausdruck ist etwas Wildes, und doch habe ich noch nie etwas so Schönes gesehen."