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Plattenbau oder die Kunst, Utopie im Baukasten zu warten

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  • 144 pages
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Die systemische Planung von Bauten basiert auf einem normativen Regelwerk, sie obliegt einem Maximierungsanspruch höchster Effizienz und beansprucht eine universale Übertragung auf Großeinheiten. Dieser Anspruch auf Universalität schließt nicht nur die utopischen Verheißungen der Moderne sondern gleichsam deren dystopisches Potential mit ein. Das zwanzigste Jahrhundert hat uns dies drastisch vor Augen geführt. Aus dem Scherbenhaufen ehemals visionärer Staatsmodelle erhebt sich heute unerschütterlich das gebaute Erbe eines universalen oder vielmehr unifizierten Lebens(t)raumes. Plattenbauten als vermeintlich gebaute "Utopie", basieren auf einem Plattensortiment, das in der Begrenzung der Kombinationen und der Reduktionen auf wenige Typen zur Festschreibung reduzierter Möglichkeiten und somit zur Erstarrung eines variablen Systems führte. Mit der Normierung und Typisierung von Bauelementen wurde der Architektur ein Baukastensystem zugrunde gelegt, das in der Begrenzung der Kombinationsmöglichkeiten den Spielraum des Architekten beschnitt und Gestaltungsfragen durch schematische Regeln ersetzte. Daß die Idee des Baukastens jedoch ein gewaltiges gestalterisches Potential in sich trägt, das sich sogar in Form von visionären utopischen Räumen zu entfalten vermag, wird in dem vorliegenden Buch in vielfacher Hinsicht deutlich.

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Plattenbau oder die Kunst, Utopie im Baukasten zu warten, Wolfgang Pircher, Christa Kamleithner, Annett Zinsmeister, Walter Prigge

Language
Released
2002
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(Paperback),
Book condition
Good
Price
€25.99

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Title
Plattenbau oder die Kunst, Utopie im Baukasten zu warten
Language
German
Released
2002
Format
Paperback
Pages
144
ISBN10
3926242426
ISBN13
9783926242426
Series
Tags
Description
Die systemische Planung von Bauten basiert auf einem normativen Regelwerk, sie obliegt einem Maximierungsanspruch höchster Effizienz und beansprucht eine universale Übertragung auf Großeinheiten. Dieser Anspruch auf Universalität schließt nicht nur die utopischen Verheißungen der Moderne sondern gleichsam deren dystopisches Potential mit ein. Das zwanzigste Jahrhundert hat uns dies drastisch vor Augen geführt. Aus dem Scherbenhaufen ehemals visionärer Staatsmodelle erhebt sich heute unerschütterlich das gebaute Erbe eines universalen oder vielmehr unifizierten Lebens(t)raumes. Plattenbauten als vermeintlich gebaute "Utopie", basieren auf einem Plattensortiment, das in der Begrenzung der Kombinationen und der Reduktionen auf wenige Typen zur Festschreibung reduzierter Möglichkeiten und somit zur Erstarrung eines variablen Systems führte. Mit der Normierung und Typisierung von Bauelementen wurde der Architektur ein Baukastensystem zugrunde gelegt, das in der Begrenzung der Kombinationsmöglichkeiten den Spielraum des Architekten beschnitt und Gestaltungsfragen durch schematische Regeln ersetzte. Daß die Idee des Baukastens jedoch ein gewaltiges gestalterisches Potential in sich trägt, das sich sogar in Form von visionären utopischen Räumen zu entfalten vermag, wird in dem vorliegenden Buch in vielfacher Hinsicht deutlich.