Schriftenreihe Ethik und Recht in der Medizin - 9: The Conception of the Human Person in Medicine
Exploring Boundaries Between Traditional Chinese and Western Medicine
- 233 pages
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Exploring Boundaries Between Traditional Chinese and Western Medicine
Schöpfungsglaube und Gottvertrauen in der Klimakrise
Umweltschutz und Klimaschutz sind eine praktische Weise, den Glauben an Gott den Schopfer zu bekennen. Christliche Umweltethik verliert aber ihre geistliche Ausrichtung, wenn sich der Schopfungsglaube auf moralische Appelle beschrankt, deren theologische Substanz zunehmend diffus wird. Die umweltethischen Herausforderungen unserer Zeit erfordern nicht nur eine theologische Klarung des Schopfungsbegriffs, sondern auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Gottesfrage. Darum geht es im vorliegenden Buch. Der Einsatz fur Klima- und Umweltschutz als praktischer Ausdruck christlichen Schopfungsglaubens und christlicher Schopfungsfrommigkeit gilt der Welt in ihrer Verganglichkeit. Diese Verganglichkeit zu akzeptieren - auf Hoffnung hin und nicht etwa resignativ - entspricht dem Glauben an den Schopfergott und seine Verheissung. Man kann es auch nennen: Mut zum fraglichen Sein.
Wider Moralisierung und Emotionalisierung in Politik und Kirche
Die Sprache der Moral und die Emotionen, die sie weckt, sind seit jeher Mittel der Politik. Der gegenwärtige Trend zur Moralisierung und Emotionalisierung in Politik und Gesellschaft, auch in den Kirchen, gefährdet die Demokratie. Die Ethik warnt vor übermäßiger Moral, während die Theologie die Unterscheidung zwischen Religion und Moral betont – in der reformatorischen Tradition als Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium. Diese Unterscheidung ist zentral für die theologische Vernunft und fördert die politische Vernunft. Nur durch ein konstruktives Verhältnis zwischen beiden kann der Tyrannei des moralischen Imperativs in Politik und Kirche entgegengewirkt werden. Der moralische Imperativ ist derzeit omnipräsent und ruft zu Empörung und Entrüstung auf, was ein gutes Gefühl vermittelt und die Botschaft transportiert: Wir sind die Guten! Max Weber plädierte jedoch für die Unterscheidung, nicht Trennung, von Politik und Moral und betrachtete Politik als nüchternes Handwerk. In der gegenwärtigen, moralisch aufgeladenen Stimmung hat diese Sichtweise es schwer. Ulrich H. J. Körtner fordert eindringlich, die theologischen und politischen Vernunft wieder konstruktiv miteinander zu verbinden.
Diakoniewissenschaftliche Studien
Diakoniewissenschaft, diakonische Ethik und diakonische Theologie sind als Formen öffentlicher Theologie zu verstehen, da Diakonie sowohl Ort als auch Akteur dieser Theologie ist. Öffentliche Theologie reflektiert kritisch das Wirken des Christentums in der Gesellschaft und beteiligt sich an Diskursen über Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität. Wenn Kirche wesentlich Diakonie ist, ergibt sich, dass diakonische Theologie als öffentliche Theologie zu gestalten ist. Die Herausforderungen öffentlicher Theologie, wie die Übersetzbarkeit christlicher Überzeugungen in die säkulare Sprache einer pluralistischen Gesellschaft und das Verhältnis von Kirche, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft, sind in der Diakonie besonders relevant. Dies zeigt sich in den Diskussionen um diakonische Identität. Diakonische Theologie als Ausdruck öffentlicher Theologie ist eine Suchbewegung und bleibt ein weitgehend ungelöstes Desiderat. Das Buch möchte sich an dieser Suche beteiligen und spannt den Bogen von grundlegenden Fragen der Diakoniewissenschaft zu praktischen Themen, insbesondere in den Bereichen Pflege und Altenhilfe.
Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute des II. Vatikanischen Konzils
Bibelhermeneutische Studien in systematischer Absicht
"Kann es wahres Leben geben? Ein Leben, das sich nicht nur gut und richtig anfühlt, sondern gut und richtig ist. Ein sinnerfülltes Leben mit Tiefgang statt bloßer Oberflächlichkeit? Ob Leben wahr oder unwahr, richtig oder falsch ist, hängt davon ab, was oder an wen man glaubt, was oder wen man liebt, was oder worauf man hofft. Das führt zu den weiteren Fragen dieses Buches: Woran genau glauben Christen? Worauf vertrauen sie in Leben und Sterben? Was zeichnet eine von Glaube, Liebe und Hoffnung bestimmte Lebensführung aus? Und: Was bedeutet es heute, im evangelischen Sinne Christ zu sein?" -- Page 4 of cover
Was dürfen wir hoffen? Das ist die Kernfrage, um die sich die Lehre von den letzten Dingen dreht, in der theologischen Fachsprache auch Eschatologie genannt. Sie handelt von dem,über das hinaus nichts mehr zu erwarten und zu hoffen ist, weil sich in ihm alle Hoffnungen endgültig erfüllen. Die Wiederkunft Christi, die Auferstehung der Toten, das Jüngste Gericht, Reich Gottes und ewiges Leben sind die überlieferten Glaubensinhalte, um die es dabei im Christentum geht. Doch wie kann von diesen Dingen unter den Bedingungen der modernen Lebenswelt gesprochen werden? Wie passen diese Glaubensaussagen zu unserem naturwissenschaftlichen Weltbild und unserer modernen Geschichtsauffassung? Auf diese Fragen antwortet dieses Buch in allgemeinverständlicher Sprache. Es bietet eine Einführung in die christliche Eschatologie und gibt zeitgemäße Antworten. Theologische Fachausdrücke werden auch LeserInnen ohne theologische Vorkenntnisse erklärt. Vor allem wird das Gespräch mit den Texten der Bibel als der Urkunde christlicher Hoffnung gesucht. Was genau vom Glauben erhofft wird, wie diese Hoffnung begründet ist und wie sich von ihr unter den Bedingungen der Gegenwart reden lässt, ist ebenso Thema wie die Lebenspraxis, die sich mit der christlichen Hoffnung verbindet.
Dogmatik als gedankliche Rechenschaft des christlichen Glaubens ist eine soteriologische Interpretation der Wirklichkeit, die die Erlösungsbedürftigkeit analysiert, basierend auf der biblisch bezeugten Erlösungswirklichkeit. Der renommierte Wiener Systematiker Ulrich H. J. Körtner entwickelt in seinem umfassenden Lehrbuch diesen Grundgedanken in fünf Hauptteilen. Anhand der Leitbegriffe Gott, Welt und Mensch bietet es eine kompakte Darstellung aller zentralen Themen der christlichen Dogmatik, ihrer historischen Zusammenhänge und der aktuellen Diskussion. Leitsätze fassen den Gedankengang zusammen. Das Lehrbuch ist dem lutherischen und reformierten Erbe reformatorischer Theologie verpflichtet und berücksichtigt besonders die Leuenberger Konkordie (1973) sowie die theologischen Gespräche der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).
Bezugspunkte dieser Einführung in die Grundlagen evangelischer Sozialethik sind einerseits die klassische Rechtfertigungslehre, andererseits die allgemeinen Menschenrechte. Mit Themen wie Biomedizin, Umwelt, Familie, Sexualität und Wirtschaft werden exemplarisch Fragen der heutigen pluralistischen Gesellschaft behandelt. Das Lehrbuch kann durch ein Glossar und weiterführende Literaturangaben sowohl studienbegleitend als auch zur Examensvorbereitung verwendet werden.
Perspektiven hermeneutischer Theologie
Beiträge für eine erneute Beschäftigung mit der Theologie Rudolf Bultmanns und dessen programmatischer Formel Glauben und Verstehen.
Ohne Forschung gibt es keine Zukunft. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben und Fortschritte in Medizin und Biologie auch zum Wohle der Menschen zu nutzen, braucht es transparente Rahmenbedingungen für die Forschung am Menschen. Diese findet nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Pflege, in Psychologie und Sozialwissenschaften sowie in der Technikforschung statt. In Österreich sind einzelne Bereiche der Forschung am Menschen bislang nur unzureichend geregelt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes erörtern das Verhältnis von Forschungsethik und Menschenbild, die Kodifikation des biomedizinischen Forschungsrechts im internationalen Vergleich, die Freiheit der Forschung und ihre Grenzen im Spannungsfeld in Forschungsethik und Forschungsrecht sowie Initiativen und Instrumente zur Stärkung der Scientific Integrity. Weitere Themen sind die Forschungskontrolle durch Ethikkommissionen, Probleme von Forschungsethik und Forschungsrecht in der medizinischen Grundlagenforschung und in der klinischen Forschung (einschließlich Biobanken), sowie Forschungsethik und Forschungsrecht in Pflegewissenschaft, Psychologie und auf dem Gebiet der assistiven Technologien, die in Medizin und Pflege zum Einsatz kommen.
Dieses Studienbuch befasst sich mit den theoretischen Grundlagen sowie Grundfragen der Pflegeethik und den Methoden der ethischen Urteilsbildung. Thematisiert werden ethische Probleme in der Pflegeforschung, in der Transplantations- und Intensivmedizin sowie am Lebensende. Der Band informiert über die Arbeitsweise klinischer Ethikkomitees und stellt einschlägige Ethikdokumente und Gesetzestexte vor. Eine Reihe von Fallbeispielen gibt dem Leser weiters die Möglichkeit, die Prinzipien und Regeln der Pflegeethik selbst zu erproben. Das Buch ist durchgehend mit Merksätzen, Zusammenfassungen, Reflexionsfragen und Hinweisen auf vertiefende Literatur versehen und wurde für die 3. Auflage durchgehend aktualisiert und erweitert. NEU: Mit Lern-App
Aufgaben und Grenzen theologischer Hermeneutik
Dieses Lehrbuch führt erstmals umfassend und didaktisch in die Grundlagen theologischer Hermeneutik ein. Ulrich Körtner gibt einen Überblick über die hermeneutischen Fragestellungen in den einzelnen theologischen Disziplinen. Da die gedankliche Rechenschaft des christlichen Glaubens als Schriftauslegung vollzogen wird, spielt die Hermeneutik als systematisierte Auslegekunst eine theologische Schlüsselrolle für den Kanon des Faches. Der Band geht über eine biblische Hermeneutik hinaus zu einer Hermeneutik des christlichen Glaubens und der Lebenspraxis. Die systematischen Probleme einer theologischen Hermeneutik werden ebenso dargestellt wie bedeutende Repräsentanten.
Was ist Geschichte, und an welchen Grundbegriffen orientiert sich die Darstellung und Deutung von Geschichte? Die aktuelle geschichtstheoretische Debatte wirft Fragen auf, die auch für die Theologie von eminenter Bedeutung sind. Die Beiträge dieses interdisziplinären Buches erörtern das Verhältnis von Geschichte und Vergangenheit, von Geschichte und Geschichten, von Fiktionalität, Faktizität und Fiktivität, aber auch die Frage, wer unsere Lebensgeschichte schreibt und erzählt.
Was ist unter reformatorischer Theologie zu verstehen, und welche Potenziale bietet das Erbe der Reformation für die Gegenwart? Diese Fragen stellt Ulrich H. J. Körtner weniger in historischer als in systematischer Absicht. In der vorliegenden Skizze reformatorischer Theologie geht er davon aus, dass die Lehre von der bedingungslosen Annahme und Rechtfertigung des Gottlosen und die aus ihr abgeleitete Kirchenkritik nicht der alleinige Inhalt, wohl aber das theologische Zentrum der Reformation ist. Die Rechtfertigungslehre aber ist als Freiheitslehre zu verstehen, deren Impulse und Implikationen für das Freiheitsproblem in der Moderne von bleibender Bedeutung sind. Strittig ist jedoch, wie weit der Weg protestantischer Theologie über die Reformation hinaus führen muss.