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Anna Wesle

    Schnitte ins Herz und in die Augen
    Cécile Hummel, Abtauchen und Auftauchen, To plunge and emerge
    Irene Bisang, Magic onion
    Andrea Heller, Paradoxie des Haufens, Paradox of the heap
    Fremde Mächte - Malerei aus Leipzig
    Wahlverwandtschaften
    • Wahlverwandtschaften

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      In den letzten zehn Jahren wandte sich der Sammler Frieder Burda engagiert der Kunst einer jüngeren Generation zu und trug eine beachtliche Anzahl an bedeutenden Werken der Gegenwartskunst zusammen. Das Museum Franz Gertsch präsentiert nun einen Ausschnitt aus diesem noch wenig bekannten Teil der Sammlung des Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Unter dem Titel Wahlverwandtschaften kreist die Ausstellung um malerische Positionen zeitgenössischer Kunst, sie umfasst 80 Werke von 26 Künstlern. Vertreten sind unter anderem Johannes Hüppi, Karin Kneffel, Heribert C. Ottersbach, Neo Rauch, David Schnell, Nedko Solakov und Corinne Wasmuht.

      Wahlverwandtschaften
    • Die Publikation zur generationenübergreifenden Gruppenausstellung – die Geburtsjahre der Künstlerinnen rangieren zwischen 1958 und 1982 – zeigt sowohl figürliche Malerei Leipziger Prägung als auch die Entwicklung der Abstraktion aus ihr heraus. Mittlerweile ist bekannt, dass Leipziger Malerei nicht nur männlich ist – jedoch wird sie oft weiterhin noch als typischerweise figürlich verstanden. Bei „Leipziger Malerinnen. Gegenstand und Abstraktion“ kommt nun nicht nur die weibliche Seite stärker zum Zuge, es wird außerdem noch mit diesem weiteren Vorurteil aufgeräumt. Neben bekannten Vertreterinnen des figurativen Leipziger Stils wie Rosa Loy und Katrin Brause a. k. a. Heichel zeigt das Museum Franz Gertsch auch Positionen zwischen Gegenstand und Abstraktion und bietet eine Plattform für rein abstrakte Ausprägungen, wie etwa die Werke von Henriette Grahnert und Franziska Holstein.

      Fremde Mächte - Malerei aus Leipzig
    • Das Paradoxon des Haufens, auch Sorites-Paradoxie genannt, ist seit der Antike bekannt. Es benennt das Phänomen, dass vage Ansammlungen von Elementen nicht klar definiert werden können. Macht das 99. Element einen Haufen aus oder erst das 100.? Und wenn ein Haufen kein Haufen ist, was ist es dann? Künstlerinnen und Künstlern dürfte diese Problematik nicht fremd sein. Es gibt schließlich auch keine eindeutige Definition dafür, wann ein Bild fertig ist. Insbesondere dann nicht, wenn es wie bei den Werken von Andrea Heller gleichermaßen durch amorphe und geometrische Formen, durch abstrakte Gebilde und organische Wucherungen charakterisiert ist. Es ist also kein Zufall, dass die 1975 geborene Künstlerin, die in Zürich und Hamburg studiert hat, sich ausgerechnet mit der Paradoxie des Haufens befasst. Der Katalog, der ihre Ausstellung im Museum Franz Gertsch begleitet, setzt den Fokus auf neuere Papierarbeiten der Bielerin sowie skulpturale Objekte aus Glas und aktuelle Raumansichten. Andrea Hellers Werke wachsen, so beschreibt die Kunsthistorikerin und Kuratorin Anna Wesle in ihrem einführenden Text den Arbeitsprozess, aus einer Keimzelle heraus und beruhen auf dem Prinzip der Wiederholung. Der Blick des Betrachters wandert über große und kleine Strukturen und Variationen und lässt den Haufen so zu einem Haufen werden.

      Andrea Heller, Paradoxie des Haufens, Paradox of the heap
    • Eine „Magic Onion“ ist für die junge Künstlerin Irene Bisang ein Symbol, das aus einer Anhäufung von Knochen eine durchgeschnittene rote Zwiebel wachsen lässt, auf der ein Pärchen Unzertrennliche schnäbelt, was in abstrakte Malerei übergeht. Bisang, Meisterschülerin von Neo Rauch, zeigt in ihrer Ausstellung im Museum Franz Gertsch in Burgdorf ihre Affinität zum Surrealen. Der begleitende Katalog, mit einem Aufsatz von Anna Wesle, führt in ihr Werk ein und dokumentiert es mit einem umfangreichen Bildteil. Die 1981 geborene Luzernerin entwickelt ihre Aquarelle, Ölgemälde, Zeichnungen und Collagen sowohl aus ihrem Vorstellungsvermögen als auch aus ihrer Bildmaterialsammlung. Ihre Werke thematisieren existenzielle Fragen und zeigen ein Füllhorn des Lebens: Liebe und Sexualität, Alltägliches neben Außergewöhnlichem, Fruchtbarkeit und Vergänglichkeit. In letzter Zeit hat sich Bisang einer erotisch aufgeladenen religiösen Symbolsprache zugewandt, die weit hinter das Christentum zurückführt, zum Ursprung des Lebens. Dabei berührt sie surreale und manieristische Strömungen, die die Kunstgeschichte stets begleitet haben.

      Irene Bisang, Magic onion
    • Eine derart entspannte Aussage gegenüber der Flüchtigkeit des Lebens als das Werk von Cécile Hummel ist kaum denkbar. Ihre Zeichnungen mit Gouachen auf Papier und ihre Fotoarbeiten schwimmen mit der Bilderflut mit, tauchen ab, um wieder aufzutauchen und setzen sich im Gedächtnis des Betrachters fest. Da finden sich abstrakte Räume neben Darstellungen von Deckenlampen oder Fotografien architektonischer Details von Gebäuden, die Cécile Hummel in Italien fand. Kleiderbügel mit Augen versehen erscheinen ebenso motivwürdig wie alte ehrwürdige Bibliotheken, deren Ordnungssysteme in den Bilderkosmos von Cécile Hummel eingegangen sind. Hummels Werke sind verspielt und zugleich auf das Wesentliche reduziert. Für ihre Einzelausstellung im Museum Franz Gertsch in Burgdorf hat Cécile Hummel eine Reihe grauwertiger Gouachen geschaffen und Glasnegative bearbeitet, die aus den 1930er Jahren stammen und in einem Fotostudio entstanden sind. Ihre künstlerischen Eingriffe machen sichtbar, wie diese Aufnahmen konstruiert sind und wie sie ihrer Funktion als Medium der Erinnerung nachgekommen sind. Die Basler Künstlerin vernetzt die Bilder untereinander in ihren installativen Hängungen – seien es Fotos oder Zeichnungen –, sie schafft Querbezüge und erlaubt so eine assoziative Lesart. Sie hinterfragt dadurch die Wirklichkeit der uns umgebenden Dingwelt.

      Cécile Hummel, Abtauchen und Auftauchen, To plunge and emerge
    • Dieser Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung „Schnitte ins Herz und in die Augen. Philipp hennevogl“ 26. März - 4. September 2011 This catalog is published on the occasion of the exhibition „Cuts into the Heart and Eyes. Philipp Hennevogl“ March 26th - September 4th, 2011

      Schnitte ins Herz und in die Augen
    • Franz Gertsch

      • 208 pages
      • 8 hours of reading

      A time of new beginnings In 1969, Franz Gertsch painted Huaa...!-which shows a wildly galloping man on horseback-after a film still from a magazine. Photographs have formed the basis for his work ever since, which he almost always takes himself. They include snapshots of the young Gertsch family, pictures from a trip to the South of France, photos of his encounters with Luciano Castelli and his dazzling circle of friends, and portraits of Patti Smith. This publication shows key works from the seventies, both in full views and with details in original size. Zeroing in on these almost abstract-looking details reveals the vibrant quality of the painting with its shimmering surfaces. FRANZ GERTSCH (b. 1930) celebrated his 90th birthday in 2020. With his participation in the documenta in Kassel in 1972 he rose to international fame as a Swiss Photorealist. The paintings in this book were done during this decisive creative phase. Exhibition An exhibition by the Museum Franz Gertsch in cooperation with the LENTOS Kunstmuseum Linz FRANZ GERTSCH (*1930) celebrated his 90th birthday in 2020. With his participation in the documenta in Kassel in 1972 he rose to international fame as a Swiss Photorealist. The paintings in this book were done during this decisive creative phase.

      Franz Gertsch