Jahr 1968: Viktor Bliss, Münchner Universitätsdozent und Lena Bliss, Gewandmeisterin an den Kammerspielen, werden aus ihrer bürgerlichen Genügsamkeit gerissen. 1968: das bedeutet, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Unruhen nach dem Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke und die bevorstehende Verabschiedung der Notstandsgesetze. Frauenemanzipation, sexuelle Befreiung und Sturz der Autoritäten, all das hinterlässt auch in der persönlichen Beziehung von Lena und Viktor Bliss seine Spuren. Die Besetzung der Druckerei des Springer-Konzerns und der Streik an den Kammerspielen, an dem Therese Giehse, Peter Stein, Bruno Ganz und Edith Clever beteiligt sind, führen für sie zu einem weiteren dramatischen Höhepunkt. Auch in der Sprache dieses Romans werden Aufbruch und Experiment sichtbar. Erasmus Schöfers auf vier Bände angelegtes Werk 'Die Kinder des Sisyfos' erzählt facettenreich und spannend den Lebensweg von Viktor Bliss und seinen Weggefährten zwischen 1968 und 1990. Schöfer schreibt nicht aus der Perspektive und Distanz von heute, sondern aus der Sicht der damals handelnden Personen: über ihre Versuche und Wagnisse, ihre Hoffnungen und Erfolge, ihre Selbsttäuschungen und Niederlagen. Die Geschichte der Linken dieses Landes zwischen 1968 und 1990 wird so von einem ihrer Zeitgenossen bewahrt. 'Ein Frühling irrer Hoffnung' ist der erste in sich abgeschlossene Roman dieses vierteiligen Werkes.
Erasmus Schöfer Books






Die Kinder des Sisyfos. Roman-Tetralogie - 2: Zwielicht
- 694 pages
- 25 hours of reading
Er arbeitete mehrere Jahre in Berliner und Kölner Fabriken, promovierte in Bonn in Sprachwissenschaft und Philosophie, war einer der Gründer und Vorsitzender des "Werkkreis Literatur der Arbeitswelt", Mitinitiator und Autor des "Industrietheater Der Wahre Anton" und Mitarbeiter im Bundesvorstand des Deutschen Schriftstellerverbandes (VS). Er ist seit 1980 Mitglied des Deutschen P.E.N.-Zentrums. Seine zahlreichen literarischen und publizistischen Arbeiten sind in Theatern, Rundfunkanstalten, Verlagen, Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht worden. Für "Die Kinder des Sisyfos" erhielt Erasmus Schöfer am 25. Mai 2008 den Gustav-Regler-Preis. Erasmus Schöfer lebt seit dreissig Jahren vorwiegend in Köln.
Erzählungen von Kämpfen, Zärtlichkeit und Hoffnung
- 154 pages
- 6 hours of reading
Flieg Vogel stirb
- 218 pages
- 8 hours of reading
Der Sturm
- 137 pages
- 5 hours of reading
Dieses Lesebuch von Erasmus Schöfer (1931- 2022), freier Schriftsteller, Linker, Mitbegründer und -organisator der Schriftstellervereinigung „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“, bietet einen Querschnitt durch das facettenreiche Werk eines vielseitigen engagiert- parteilichen Schriftstellers, der von der Erzählprosa über Liebeslyrik und sog. Kampftexte bis zum Hörstück sowie Essays, Rezensionen und Vorträgen reicht. Ein Nachwort, eine Rede zu Schöfers 90. Geburtstag und schließlich eine Bibliographie samt editorischen Anmerkungen runden den Band ab.
Die Kinder des roten Grossvaters erzählen
- 287 pages
- 11 hours of reading
Der rote Grossvater erzählt
- 247 pages
- 9 hours of reading
Hrsg. v. d. Werkstatt Düsseldorf des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt.


