Dieses Lesebuch von Erasmus Schöfer (1931- 2022), freier Schriftsteller, Linker, Mitbegründer und -organisator der Schriftstellervereinigung „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“, bietet einen Querschnitt durch das facettenreiche Werk eines vielseitigen engagiert- parteilichen Schriftstellers, der von der Erzählprosa über Liebeslyrik und sog. Kampftexte bis zum Hörstück sowie Essays, Rezensionen und Vorträgen reicht. Ein Nachwort, eine Rede zu Schöfers 90. Geburtstag und schließlich eine Bibliographie samt editorischen Anmerkungen runden den Band ab.
Erasmus Schöfer Book order (chronological)






Die Kinder des Sisyfos - 2: Zwielicht
- 420 pages
- 15 hours of reading
Der zweite Roman zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1968 und 1989, 'Zwielicht', bietet ein breites Panorama der siebziger Jahre, in denen viele Reformansätze der Achtundsechziger weiterentwickelt werden. Die lange vernachlässigte Arbeitswelt und die Natur finden in Bürgerinitiativen, der Arbeiterbewegung und der Literatur neue Beachtung. Gleichzeitig rüstet der demokratische Staat, um der militanten Herausforderung durch die RAF entgegenzutreten, seine Gesetze und Polizeimittel auf und setzt diese zunehmend gegen die außerparlamentarische Bewegung ein. Schöfer beschreibt Menschen, die in dieser zwiespältigen gesellschaftlichen Entwicklung ihren Weg als handelnde Demokraten suchen. Der Geschichtslehrer Viktor Bliss und der Betriebsrat Manfred Anklam, Protagonisten des ersten Romans, finden sich in neuen Lebenskonstellationen wieder. Eine dritte Hauptfigur, Armin Kolenda, ein angehender Journalist, entdeckt beim Kampf gegen das Atomkraftwerk Wyhl nicht nur seine große Liebe, sondern auch Freunde und Gegner unter den schreibenden Arbeitern des Werkkreises. Durch packende und berührende Erlebnisse seiner Charaktere erforscht Schöfer die geschichtliche Wahrheit eines aufregenden Jahrzehnts unserer unmittelbaren Vergangenheit.
Jahr 1968: Viktor Bliss, Münchner Universitätsdozent und Lena Bliss, Gewandmeisterin an den Kammerspielen, werden aus ihrer bürgerlichen Genügsamkeit gerissen. 1968: das bedeutet, Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg, Unruhen nach dem Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke und die bevorstehende Verabschiedung der Notstandsgesetze. Frauenemanzipation, sexuelle Befreiung und Sturz der Autoritäten, all das hinterlässt auch in der persönlichen Beziehung von Lena und Viktor Bliss seine Spuren. Die Besetzung der Druckerei des Springer-Konzerns und der Streik an den Kammerspielen, an dem Therese Giehse, Peter Stein, Bruno Ganz und Edith Clever beteiligt sind, führen für sie zu einem weiteren dramatischen Höhepunkt. Auch in der Sprache dieses Romans werden Aufbruch und Experiment sichtbar. Erasmus Schöfers auf vier Bände angelegtes Werk 'Die Kinder des Sisyfos' erzählt facettenreich und spannend den Lebensweg von Viktor Bliss und seinen Weggefährten zwischen 1968 und 1990. Schöfer schreibt nicht aus der Perspektive und Distanz von heute, sondern aus der Sicht der damals handelnden Personen: über ihre Versuche und Wagnisse, ihre Hoffnungen und Erfolge, ihre Selbsttäuschungen und Niederlagen. Die Geschichte der Linken dieses Landes zwischen 1968 und 1990 wird so von einem ihrer Zeitgenossen bewahrt. 'Ein Frühling irrer Hoffnung' ist der erste in sich abgeschlossene Roman dieses vierteiligen Werkes.
Flieg Vogel stirb
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Erzählungen von Kämpfen, Zärtlichkeit und Hoffnung
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Hrsg. v. d. Werkstatt Düsseldorf des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt.
Die Kinder des roten Grossvaters erzählen
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