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Ludwig Fels

    November 27, 1946 – January 11, 2021

    Ludwig Fels's writing is driven by a profound anger and indignation towards all forms of oppression and societal structures that perpetuate it. While initially identifying as a 'workers' writer,' he later moved away from this label, seeking to articulate a broader critique. His prose and poetry are characterized by aggressive, linguistically powerful language that confronts ingrained societal injustices. Fels's literary output extends beyond narrative works and verse to include plays and radio dramas.

    Ein Unding der Liebe
    Bleeding Heart
    Mit mir hast du keine Chance
    Ein Unding der Liebe
    Der Himmel war eine grosse Gegenwart
    Rosen für Afrika. Roman
    • Ein Unding der Liebe

      Roman

      • 338 pages
      • 12 hours of reading

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      Ein Unding der Liebe
      4.0
    • Mit mir hast du keine Chance

      Gedichte 1973-2018

      • 144 pages
      • 6 hours of reading

      Im Januar 2021 ist mit Ludwig Fels ein Dichter gestorben, der sich seinen Leser*innen in der ersten Strophe des ersten Gedichts seines ersten Buchs so vorgestellt hat: »Ich bin der L. F. / wohne in einem dieser Häuser / fahre eines dieser Autos / zahle Miete und / die Strafzettel an der Windschutzscheibe / bin ledig und Arbeiter und / in der Mitte / zwischen arm und am ärmsten.« Mit dem Selbstbewusstsein des Außenseiters, der sich inmitten einer ganzen Gesellschaft von Außenseitern zugehörig weiß, hat er in knapp 50 Jahren ein Werk geschaffen, das sich in seinem Anspruch auf Wahrhaftigkeit selbst nicht ausspart, das von Kämpfen zeugt, mit sich und für die Menschen »zwischen arm und am ärmsten«, das Partei nimmt, nicht nur Anteil, das das Leben mit bloßen Händen verteidigt und mit allem Pathos feiert, das sich aber über den Ausgang dieser Kämpfe keine Illusionen macht. Auch wenn sich sein Schreiben über die Zeit verändert hat, diese Grundhaltung hat es bewahrt, u. a. über mehr als zehn Bände mit Gedichten hinweg. Das hier ist eine Auswahl, ergänzt durch Nachgelassenes und Verstreutes. Dass Ludwig Fels fehlt, ist das eine, das andere sind seine Bücher: Sie sollen bleiben.

      Mit mir hast du keine Chance
      4.3
    • Bleeding Heart

      • 226 pages
      • 8 hours of reading

      Von der Geliebten verlassen, orientierungslos, strandet ein Mann in einem Hotelzimmer im marokkanischen Tanger. Er gibt sich Alkoholexzessen hin, verliert sich in Selbstmordphantasien und Rachegedanken, wird mehr und mehr von der abstrusen Idee beherrscht, daß die Geliebte ihn gerade hier, in diesem Hotelzimmer, mit zwei Männern betrogen hat. In immer neuen Variationen gestaltet er in seiner Vorstellung das Szenario des Betrugs. Mehr und mehr gefangen in seiner Phantasiewelt, verliert der Mann schließlich völlig den Kontakt zur Wirklichkeit.

      Bleeding Heart
      3.5
    • Die Hottentottenwerft

      Roman

      • 392 pages
      • 14 hours of reading

      Crispin Mohr muss weit fort, um seiner Vergangenheit zu entkommen. Er lässt Pappenheim hinter sich, die Mutter, seinen versehrten Vater, eine unglückliche Liebe, und meldet sich als einfacher Reitersoldat zu den sogenannten Schutztruppen in die Kolonie Deutsch-Südwest. Dem, was er sich erträumt, kommt er aber auch in der neuen Heimat in Afrika, Deutschlands fernster Ferne, nicht näher. Als er sich in Hulette verliebt, die Enkelin eines Stammesführers, die als Faustpfand eines trügerischen Scheinfriedens mit der Kolonialmacht zum Opfer politischer Interessen und rassistischer Gewaltfantasien wird, entscheidet er sich für sein Schicksal: für eine Liebe, die keine Zukunft hat. Es ist ein finsteres Kapitel deutscher Geschichte, das Ludwig Fels hier aufschlägt und aus dem er eine Geschichte von biblischer Wucht erzählt. »Die Hottentottenwerft« ist ein Roman über Sehnsucht und Stolz, über den Lebenshunger eines jungen Mannes, der bis zu seinem Untergang an einem Traum festhält, welcher ihn zwischen die Fronten von Leben und Tod geraten lässt. Schmerzlich-schön, schonungslos hart und klar, mit dem glühend-visionären Pathos eines Trauer- und Freudengesangs.

      Die Hottentottenwerft
      3.0
    • Reise zum Mittelpunkt des Herzens

      • 158 pages
      • 6 hours of reading

      Tom und Linda sind ein Paar, lange schon. Jetzt warten sie auf Jack, ihren Freund, und es könnten ein paar gute Stunden werden, die da vor ihnen liegen. Aber so einfach sind die Dinge nicht, denn Tom ist krank, sehr krank. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, und auch darum hat Jack sich aufgemacht, noch ein paar feine Sachen für ein Picknick eingekauft und auch seinen Fotoapparat mitgebracht, denn Jack ist Fotograf. Bilder von Tom und von Linda will er machen, etwas, das bleibt und der Erinnerung ein Gesicht gibt. Tom ist damit einverstanden, aber da ist so vieles, was ihm durch den Kopf geht, und nicht für alles will er Worte finden. Es ist der Schmerz des bevorstehenden Abschieds, der sich mit der Liebe zu seiner Frau vermischt zu einer zerstörerischen Eifersucht, die sich nicht besänftigen lassen will, als sei sie das letzte starke Lebensgefühl. Fels erzählt mit großer Klarheit und mit einer Eindringlichkeit, der man sich nicht entziehen kann. So ist es eine einfache Geschichte geworden, die doch so rätselhaft ist wie das Leben selbst und so bezwingend wie die Liebe.

      Reise zum Mittelpunkt des Herzens
      2.8
    • Ein Sonntag mit mir und Bier

      • 128 pages
      • 5 hours of reading

      Nicht einmal im Biergarten hat man eine Ruhe vor sich selbst! Ein Dichter nimmt Platz für ein Porträt, in einem Biergarten irgendwo im Fränkischen. Vor der Kamera und aller Welt soll er Auskunft geben über sich und sein Leben, weil er das selbst angeblich am besten kann. Nach und nach verfällt er dem Rausch des Erzählens. Nicht frei von der Leber weg, denn der Regisseur (»Klappe! Text!«) weiß wiederum am besten, was er hören will. Schnell und unversehens wird aus der Selbstauskunft eine Selbstverteidigung gegen Ansprüche, Erwartungen und Zuschreibungen. Der Dichter setzt sich zur Wehr, gegen Steuerfahnder, Verleger und Kritiker, gegen den Platz, der ihm von anderen zugewiesen wird. Er durchmisst die Welt von Treuchtlingen bis nach Antananarivo, begegnet liebeskranken Dackeln und gutmütigen Yetis und taumelt durch die Ahnengalerie einer proletarischen Familiengeschichte. Es ist ein berührendes Selbstbildnis mit Augenzwinkern, ein urkomisches Lebensdokument aus dem Nachlass des großen Romanciers und Lyrikers, an dessen Ende ein nüchterner Befund steht: »Bin da, sage nichts.«

      Ein Sonntag mit mir und Bier