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Arnolt Bronnen

  • A. H. Schelle-Noetzel
  • A. H. Schelle Noetzel
August 19, 1895 – October 12, 1959
Arnolt Bronnen
Film und Leben Barbara LaMarr
Erinnerung an eine Liebe
Vatermord
Sammlung Luchterhand - 172: Tage mit Bertolt Brecht
Arnolt Bronnen gibt zu Protokoll
Film und Leben Barbara La Marr
  • Aisopos

    • 482 pages
    • 17 hours of reading
    Aisopos
  • Roßbach

    • 143 pages
    • 6 hours of reading

    Erzählungen des Freikorpsführers Gerhard Rossbach, der sich auch am Hitler-Putsch beteiligte, begründete Bronnen seinen traurigen Ruhm als Chronist der äußersten Rechten.

    Roßbach
  • Eins der lebendigsten Porträts Bert Brechts stammt aus der Feder des wenig älteren Schriftstellers Arnolt Bronnen, der den damals wirklich noch armen B. B. 1921 in Berlin kennenlernte und sich zeitweilig mit ihm und Caspar Neher eine Wohnung geteilt hat. Das amüsante Selbstporträt zweier zorniger junger Männer, die sich gemeinsam durch die Glitzerwelt der zwanziger Jahre schlugen und dabei manchen Skandal erlebten und auslösten.

    Tage mit Bertolt Brecht
  • Septembernovelle

    • 65 pages
    • 3 hours of reading

    Arnold Bronnen (1895 in Wien geboren und 1959 in Berlin gestorben) war mit seinem Stück Vatermord, das 1920 als Buch erschien und 1922 in Frankfurt uraufgeführt wurde, einer der erfolgreichsten deutschen Dramatiker nach dem Ersten Weltkrieg.Das Stück spielt im Proletariermilieu mit eindringlicher Sprach­gestik. Der tyrannische Vater begehrt den jungen schönen Sohn, der sich wiederum zum Mord durch seine Mutter verführen läßt. Den Vatermord selbst erlebt er als Orgasmus: Eine Zumutung nach dem Ende des prüden Wilhelminismus. Die Aufführung des Stückes an verschiedenen Bühnen rief Proteste hervor, die meist in Handgreiflichkeiten endeten.Wir wollen die Biografie der unablässigen Wandlung des Autors nicht weiter verfolgen: Seine Nähe zu Brecht bis 1926 oder zu Joseph Goebbels, dessen Geliebte er 1930 heiratete und bis zu ihrem Freitod 1935 eine Ménage à trois führte. Schon 1930 hatte er mit den Brüdern Ernst und Friedrich Georg Jünger und etwa dreißig SA-Leuten einen Vortrag Thomas Manns im Berliner Beethoven-Saal gestört, der vor den Gefahren des aufkommenden National­sozialismus warnte.Bronnens «Gelöbnis treuester Gefolgschaft» für Hitler erfolgte im Oktober 1933. Dennoch wurde er 1937 aus der Reichsschrifttums­kammer ausgeschlossen und erhielt 1943 Publikationsverbot. Er ging in den kommunistischen Widerstand. Offensichtlich hatte er früher, so Carl Zuckmayer, «als dafür noch ein Markt war, zu viel Brunst geschrieben. Zu viel Mutterbeschlafung, zu viel Exzesse. Die Nazis konnten einen Mann mit solch entarteter Vergangenheit ihrem Spießbürgertum nicht zumuten.»Zwar trennten Thomas Mann und Arnold Bronnen politisch Welten, doch haben sie in ihrer Literatur einen überdeutlichen Berührungs­punkt. Beide schrieben eine Novelle bestimmten Inhalts. Thomas Mann bezeichnete den Tod in Venedig als «Tragödie der Entwürdi­gung». Arnold Bronnen spricht in der Septembernovelle von einem «Gift», das «das Leben zerbricht». Gemeint ist das zu Literatur gewordene homosexuelle Begehren eines situierten Mannes, welches auf einen schönen Jüngling gerichtet schließlich in den Untergang führt. Im Grunde ist es, so Thomas Mann, «die alte, gute Geschichte: Werther erschoss sich, aber Goethe blieb am Leben.»Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer äußerte einmal nach dem Krieg Brecht gegenüber, dass die frühe Erzählung Septembernovelle doch «wirklich schlecht» sei. «Brecht sah mich strafend an und erwiderte: ‹Das ist ganz große Prosa!›» (Hans Mayer: Ein Deutscher auf Widerruf, Band 2, Frankfurt/Main 1984)Bernhard Albers

    Septembernovelle