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Arnold Bronnen, geboren 1895 in Wien und gestorben 1959 in Berlin, war einer der erfolgreichsten deutschen Dramatiker nach dem Ersten Weltkrieg. Sein Stück „Vatermord“, 1920 erschienen und 1922 uraufgeführt, spielt im Proletariermilieu und thematisiert die komplexe Beziehung zwischen einem tyrannischen Vater und seinem schönen Sohn, der durch seine Mutter zum Mord verführt wird. Der Vatermord wird als Orgasmus erlebt, was nach dem prüden Wilhelminismus als provokant galt. Die Aufführungen riefen Proteste hervor, oft mit Handgreiflichkeiten. Bronnen hatte enge Verbindungen zu Brecht bis 1926 und heiratete 1930 die Geliebte von Joseph Goebbels. 1930 störte er mit SA-Leuten eine Warnung von Thomas Mann vor dem Nationalsozialismus. Sein „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ für Hitler folgte 1933, doch wurde er 1937 aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen und erhielt 1943 Publikationsverbot. Er schloss sich dem kommunistischen Widerstand an. Zuckmayer bemerkte, dass Bronnen zu viel „entartete“ Literatur verfasst hatte, um von den Nazis akzeptiert zu werden. Trotz politischer Differenzen teilen Bronnen und Mann literarische Berührungspunkte, insbesondere in der Darstellung homosexueller Begierde und deren tragischen Konsequenzen. Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer bezeichnete Bronnes „Septembernovelle“ als „wirklich schlecht“, was Brecht jedoch als „große Prosa“ verteidigte.
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Septembernovelle, Arnolt Bronnen
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- 1989
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- (Hardcover),
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