Der nachgelassene Bericht Die vorletzte Station , eine Chronik von Ludwig Hohls Aufenthalt im Bergdörfchen Dingy, schildert die reale Begegnung mit Georges Mergault, einer heruntergekommenen ehemaligen Montparnasse-Bekanntschaft. In der haltlosen und kranken Künstler-Existenz Mergaults sieht sich der Erzähler mit einem monströsen Gegenbild seiner Vorstellung vom richtigen Leben konfrontiert und zugleich mit eigenen Abgründen. In einzelnen Episoden, schwankend zwischen Abscheu und unterschwelliger Faszination, entsteht das Porträt einer Figur radikaler Unangepasstheit vor der Kulisse eines skurrilen Dorfalltags. Eine Sozialstudie von zuweilen grotesker Komik.
Ludwig Hohl Book order
Ludwig Hohl was a Swiss author whose works were characterized by deep philosophical contemplation on the meaning of life and creative power. His writings, especially the extensive 'Notes', are considered his magnum opus. In these notes, Hohl explored themes of self-realization through creative work, contrasting it with a passive existence. He often engaged with the ideas of esteemed thinkers, weaving their insights into his unique literary fabric. His distinctive prose delves into the essential human drive for creation and meaning.






- 2023
- 2023
Die seltsame Wendung
Novelle
Ein namenloser Künstler sucht in der fremden Großstadt Paris sein Glück. Er gelangt in die Hände des dubiosen Kunsthändlers Schwänzel und in eine Gesellschaft von Trinkern und Herumtreibern im Montparnasse-Quartier. Seine materiellen Sorgen ertränkt er im Alkohol, der ihn zugleich in euphorische Zustände versetzt. Doch aus seiner Schaffenskrise retten ihn diese nicht. Erst ein Autounfall führt den Künstler schließlich zur ›seltsamen Wendung‹ seines Daseins. In seiner hier erstmals publizierten Novelle schildert Ludwig Hohl aus eigener Erfahrung den Existenzkampf eines Künstlers um Anerkennung: zerrieben zwischen persönlichen Ambitionen und den Mechanismen des Kunsthandels, zwischen innerer Einsamkeit und der trügerischen Trinkgeselligkeit in Straßencafés, gefangen von der zerstörerischen Kraft des Alkohols. In einer ungeschliffenen, unmittelbaren Sprache führt uns der Erzähler in den Mahlstrom von Ekstase und Verzweiflung, in das Ringen um ein absolutes Werk, das als Vision stets aufscheint, sich in Realität jedoch nur als große Leerstelle, als unendliches Rauschen erweist.
- 2023
1949 verschickte Ludwig Hohl den Bericht über Artemis. Meine durch den Artemis-Verlag geschaffene Lage an über hundert zugewandte Autoren, Redaktionen, Vertreter des Literaturbetriebs und Behörden. Geschildert wird ein mehrjähriger Streit zwischen Hohl und seinem Verleger über die Publikation des zweiten Bands seines Hauptwerks Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung . Der Bericht schlug Wellen, und es gelang, einen juristischen Prozess anzustrengen, den Hohl letztinstanzlich gewann. Der Bericht über Artemis ist von einer seltenen, sprachlichen Durchschlagskraft. Er ist eine genuin literarische Waffe eines Autors im aufwühlenden Kampf um sein Werk.
- 2023
Zehn Tage und Bericht über einen inneren Aufenthalt sind Texte aus der Internierung. Zehn Tage wurde aufgezeichnet nach einer unfreiwilligen stationären Behandlung in einer Pariser Psychiatrieanstalt. Ein Jahrzehnt später dokumentiert der Bericht über einen inneren Aufenthalt eine Untersuchungshaft im Genfer Gefängnis Saint-Antoine. Die Texte schildern Zellen, in denen Schreiben verboten ist, in denen Gedanken und innere Welten jedoch unendlich viel Raum erhalten. Die Spannung zwischen geistiger Weite und körperlicher Gebundenheit ist kaum auszuhalten. Nach der Haft rekonstruiert Hohl Orte, Szenen und Typen; gleichzeitig reflektiert er Gedanken, Ängste und Bilder aus der Gefangenschaft, die als existenzielle Erfahrungen in seine Texte einfließen werden.
- 2022
Komplet tří svazků Zápisků Ludwiga Hohla v překladu Radovana Charváta.
- 2022
The Notes
- 392 pages
- 14 hours of reading
A collection of illuminating observations on life and art, from an acclaimed Swiss modernist
- 2017
- 2017
Les récits réunis ici, "Le petit cheval", "Mer", "Une ville la nuit", "Optimismus", "Et une nouvelle terre..." font partie des premiers textes écrits par Hohl. On y trouve des personnages qui vivent dans la plus grande solitude et la misère matérielle, mais dont la soif d'exister et les visions de rêve ne faiblissent pas.
- 2016
- 2016
Zápisky v–viii
- 220 pages
- 8 hours of reading
Švýcarského spisovatele Ludwiga Hohla (1904–1980) lze přiřadit k Robertu Walserovi i Arno Schmidtovi, je to stejný solitér a „enfant terrible“ švýcarské německy psané literatury. Žil a pracoval přes dvacet let v materiální nouzi a sociální izolaci. Hohlovy texty Zápisky aneb O neunáhleném smíření, napsané v letech 1934–1936 jsou jeho nejhlubším a také nejuznávanějším dílem. Jsou psány literárně filozofickou formou a překračují žánry traktátů, krátkých próz a básní, zdaleka nejsou svou povahou pouhými aforismy, nýbrž je lze číst jako partituru díla uzavřené struktury. Druhý díl Zápisků zachycuje další témata, jimiž se autor počátkem 30. let zabýval: uměním v širším měřítku a zejména otázkou psaní a úlohou spisovatele vůbec, přičemž se věnoval i bezduchým a bezmyšlenkovitým projevům obecného publika.

