Populärwissenschaftliche Darstellung von Ansatz und Tragfähigkeit der sog. Psychoneurokardiologie, die das Zusammenspiel von Psyche und Gehirn und seine Auswirkungen auf die Herzgesundheit erforscht.
Johann Caspar Rüegg Book order (chronological)




„Es ist der Geist, der sich den Körper baut“ (Friedrich Schiller, Wallensteins Tod). Stress und traumatische Erfahrungen hinterlassen tiefgreifende Spuren in Gehirn und Psyche, die sogar die Genwirkung nachhaltig verändern können. Dies erhöht das Risiko psychosomatischer Erkrankungen. Neueste Erkenntnisse der Hirnforschung und Genetik werfen viele Fragen auf: Welche Verbindungen bestehen zwischen Gehirn, Emotionen und Körper? Wie werden traumatische Erlebnisse erinnert, und ist es möglich, sie zu löschen oder „zu überschreiben“? Kann Optimismus das Immunsystem tatsächlich stärken? In zwei neuen Kapiteln wird die Bedeutung des Traumagedächtnisses anhand aktueller Erkenntnisse aus der Optogenetik erläutert, und es wird untersucht, wie Meditation das Gehirn beeinflussen kann. Der Heidelberger Physiologe Johann Caspar Rüegg zeigt anschaulich und verständlich, dass die komplexen Wechselwirkungen zwischen „mind“ und „body“ gezielt genutzt werden können. Neue Denk- und Verhaltensweisen sowie spirituelle Erfahrungen können Veränderungen bewirken, die über die Psyche auf den Körper wirken – denn Gesundheit beginnt im Kopf! Ein lehrreiches Lesevergnügen für alle, die mehr über die Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Psyche und Körper erfahren möchten!
Psychosomatik, Psychotherapie und Gehirn
- 178 pages
- 7 hours of reading
Strukturelle Veränderungen im Gehirn beeinflussen unser Verhalten, aber wie wirken sich Schmerzerfahrungen, Kindheitstraumen, Ängste oder Depressionen auf die Hirnstruktur aus? Johann Caspar Rüegg untersucht in seinem Buch die neuronale Umstrukturierung durch Verhaltens-, Schmerz- und Psychotherapien. Die „Neurosciences“ erleben derzeit eine rasante Entwicklung, die durch bildgebende Verfahren ermöglicht wird, um das Gehirn in vivo zu analysieren. Diese Forschung liefert Ergebnisse, die Sigmund Freud aus biologischer Sicht rechtzugeben scheinen. Der Nobelpreisträger Eric Kandel argumentiert, dass die Unterscheidung zwischen organischen Hirnerkrankungen und funktionellen Erkrankungen wie Neurosen oder Posttraumatischen Belastungsstörungen nicht mehr sinnvoll ist. Hirnforschung und Psychotherapie nähern sich zunehmend an, und Rüeggs Werk illustriert diesen interdisziplinären Prozess eindrucksvoll. Das Buch ist sprachlich zugänglich, sodass Leser ohne Fachkenntnisse den neurophysiologischen und biochemischen Vorgängen sowie deren Bezug zu Verhaltensphänomenen leicht folgen können. Es bietet eine fundierte Analyse der komplexen Wechselwirkungen zwischen Psyche und Soma und präsentiert die neuesten Erkenntnisse auf diesem spannenden Gebiet.