Emmanuel Bove was a Parisian author known as a quiet and discreet observer. His novels and novellas were populated by awkward figures, 'losers' who were perpetually penniless and resigned to their hopeless fate. Despite the distressing nature of his tales, Bove ensured his work remained modernist as well as depressing, infusing them with an airy style and humorous observations that precisely captured the post-war atmosphere.
Un cadavre de sexe féminin est retrouvé enterré dans le jardin des Favrin, couple sans histoires habitant dans une maison à Viroflay. Madame Favrin ayant disparu depuis quelque temps, le mari, coupable présumé de ce crime, est arrêté. Mais le commissaire Croiserel, en charge de l'enquête, soupçonne que l'affaire est plus complexe qu'elle n'en a l'air et il se lance dans une enquête profonde...
«... Un tel besoin de tendresse envahit le jeune homme qu'il dut se retenir pour ne pas se jeter dans les bras de M. Marondié. Tout s'éclairait autour de lui. En l'espace d'un instant, il s'était senti devenir un autre. Il n'était plus obligé comme avant de compter uniquement sur lui-même. Un père veillerait désormais sur lui, le protégerait, l'encouragerait. À présent, n'allait-il pas être digne de Danièle ? On ne pourrait plus lui reprocher ses origines inconnues. Soudain, il pâlit. Mais Danièle était sa soeur !...»
Charles, avocat riche, choisit la solitude et l'écriture face à la méchanceté du monde. Installé dans un quartier populaire du 14e arrondissement, il rêve de simplicité et envisage de donner sa fortune. Sa décision choque son entourage, alors qu'il découvre la réalité d'une classe ouvrière en difficulté.
Unter Pseudonym schrieb Emmanuel Bove in den 1920er Jahren eine Reihe von Liebesromanen, die ihm bescheidene Einkünfte bescherten. Drei dieser Romane liegen mit dieser Ausgabe nun auf Deutsch vor. Wenn sie auch an die Qualität seiner großen Werke wie etwa „Mes amis“ (Meine Freunde) oder „La Coalition“ (Die Verbündeten) nicht heranreichen, so lassen sie phasenweise sein Talent und vor allem seinen Humor erkennen – Bove machte sich beim Verfassen dieser Trivialromane sichtlich über das ganze Genre lustig. In Ansätzen werden freilich auch Themen erkennbar (etwa die notorisch prekäre Lage einer Hauptfigur), die er in seinen seriösen Romanen bis ins Detail weiterführte. Das hier Vorliegende ist zunächst einmal herzergreifender Kitsch für die deutschsprachige Bove–Gemeinde. Schmunzeln garantiert.
Boves Protagonisten sind nicht selten einsame Menschen, die an einem kritischen Punkt ihres Lebens angelangt sind und nicht mehr weiterkommen. Ein meist geringfügiger Anlass treibt sie in Verzweiflung, meist scheitern die Versuche, das Problem zu lösen. Schicksalsergeben lassen sie sich auf das ein, was sie umtreibt, ungläubig manchmal, hadernd mit ihren Vorstellungen von einem anderen, schöneren Leben, das wieder einmal nur in der Vorstellung Bestand haben durfte. Diese Vorstellungen werden jedoch nicht denunziert, auch nicht die übermäßige Sehnsucht, sie zu verwirklichen. Meist sind es Bagatellen, die den Helden in die Quere kommen – aber so, wie Bove sie darauf reagieren lässt, wird daraus eine Tragödie, der schließlich, auf vertrackte Weise, nicht mehr zu entkommen ist. 'Das Verbrechen einer Nacht' ist der erste Text, den Emmanuel Bove schrieb. 1923 bietet er ihn der Zeitschrift 'Matin' an. Die verantwortliche Redakteurin Colette ist so begeistert, dass sie die Veröffentlichung seines ebenfalls gerade fertiggestellten Romans 'Meine Freunde' vermittelt, der ihn 1924 berühmt machen wird. Knapp 90 Jahre nach dem Erscheinen der Originalausgabe 1928 liegt nun erstmals eine deutschsprachige Ausgabe der sieben Erzählungen vor. 'Seine Figuren gehen noch heute durch die Straßen, nicht nur in den zwanziger Jahren. Es gibt eine Art von trister Ewigkeit, Leute, die in der Erwartung leben, die immer warten.' (Peter Handke)
Sie sind ein junges, gewiß auch seltsames Paar, Pierre Changarnier und seine Freundin Violette. Changarnier lebt in einem schäbigen Hotelzimmer und ist arm, doch weiß er auch, daß in seinen vier Wänden nichts passieren wird, was seine Situation verändern könnte. Also macht er sich zusammen mit Violette auf, „dem Glück entgegenzugehen, da es nun mal nicht zu uns kommt.“ Ihr Streifzug durchs nächtliche verschneite Paris verläuft aber anders als gedacht. Als sich ein kleiner Mann an ihre Fersen heftet und Changarnier ihn nicht abschütteln kann, kommt es zu einem Gewaltausbruch. Der Mann fällt zu Boden, und Changarnier glaubt, ihn umgebracht zu haben.
Comme la plupart des livres d'Emmanuel Bove, ce roman -écrit à Compiègne -est un étincellement de réalités quotidiennes qui décrit une humanité sulfureuse. Ici, les personnages ont tous l'échec dans les veines. Adieu Fombonne (roman initialement paru en 1937 chez Gallimard) est gouverné par un humour froid, à la lueur métallique.
Ins sonnenbeschienene Nizza hat sich Albert Guittard zurückgezogen, um die Freuden des Ruhestands, die Liebe und die Künste, zu genießen. Eines nur steht ihm im Wege: er selbst. Als eine Art Woody Allen der späten 20er Jahre, als stets unzufriedener Neurotiker nämlich, ist er an den Stätten des gepflegten Müßiggangs durchaus nicht in seinem Element. Schnell wird ihm denn auch das gesellschaftliche Parkett galanter Causerie und amouröser Unverbindlichkeiten zur gefährlichen Rutschbahn. Im verzweifelten Bemühen um leichtfüßige Souveränität schlittert Guittard von peinlicher zu noch peinlicherer Situation und verwickelt dabei einen Reigen angebeteter - und austauschbarer - Damen in einen wilden Eiertanz.
Aus dem Französischen von Gabriele Zehnder. In diesem Roman wird Schritt um Schritt das Innere eines Einzelgängers nach außen gekehrt, es ist der wohl autobiographischste des Autors, eine Art Selbstentblößung. Jean-Noel ist der Stiefsohn, von dem man nach und nach - wie von einem verborgenen Beobachter beschrieben - immer mehr erfährt. Im Zwiespalt zwischen pathologischer Idealisierung der Stiefmutter und befremdlicher Distanz zur leiblichen Mutter, bis hin zur Verleugnung, zeigt sich der Held des Romans, der dem Leser über eine entscheidende Lebensspanne von fast dreißig Jahren begegnet, als bindungssüchtig und zugleich bindungsunfähig. Ständig bemüht, mehr zu scheinen als zu sein, ständig bemüht, einer Welt zugeordnet zu sein, zu der er eigentlich nicht gehört, ständig begierig, den moralischen und geistigen Anforderungen der Stiefmutter Annie zu genügen, entfaltet sich der Lebensabschnitt eines Mannes, der um seiner Eigenliebe, seiner Gefallsucht willen fast alles an menschlicher Bindung opfert, der eine hohe Kunst der Selbstverleugnung zelebriert.