Severin Kühn, Betriebsleiter einer Gerüstbaufirma in Ostberlin, muss erleben, wie sein Betrieb nach der Wende an den schwäbischen Unternehmer Müllerschön verkauft wird. Nun steht er vor dem Nichts. Unverhofft unterbreitet ihm sein Nachfolger ein Angebot und Kühn macht sich in seinem Trabbi auf den Weg durch ein für ihn fremdes Deutschland. Auf der Schwäbischen Alb wird er mit starken Vorurteilen konfrontiert. Zwei Welten prallen aufeinander. Schafft es Kühn von den Schwaben akzeptiert zu werden?
Felix Huby Book order (chronological)






Berliner Nacht
Kriminalroman
»Eine junge Frau liegt zusammengekrümmt auf dem nassen Asphalt, der Kopf auf der Bordsteinkante. Ihre schwarzen Haare schwimmen in einer Blutlache. Die Tote ist nahezu unbekleidet, ihr Körper zeigt blaue Flecken und mehrere Schnittwunden. ›Die Verletzungen haben sicher nichts mit dem Unfall zu tun‹, meint der Gerichtsmediziner. ›Das arme Ding‹, sagt Kommissar Peter Heiland leise.« Wenn es Tag wird in Berlin, kommt alles Dunkle ans Licht.
Clara Zetkin (1857-1933) ... war klug, mutig, unbestechlich, aber auch sehr eigenwillig. Ihre ganze politische und journalistische Arbeit widmete die Sozialdemokratin und spätere Kommunistin dem Kampf um die Frauenrechte. Unbeugsam stritt sie mit den Mächtigen, schuf den Weltfrauentag und nahm es im Deutschen Reichstag, den sie 1932 als Alterspräsidentin eröffnete, gar mit den Nationalsozialisten auf. Sie war Weggefährtin Rosa Luxemburgs, die zu ihrer besten Freundin wurde. Friedrich Engels schätzte sie, Lenin war, solange er lebte, ihr Gesprächspartner. Aber auch der Industrielle Robert Bosch zählte zu ihren Freunden. Als sie 1933 in Moskau beerdigt wurde, trugen Stalin und Molotow ihre Urne. 600 000 Trauernde fanden sich auf dem Roten Platz ein, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Ihr ganzes politisches Leben lang wurde Clara Zetkin von ihren Söhnen Maxim und Konstantin (Kostja) begleitet. Maxim wurde nach 1945 ein berühmter und hoch geachteter Mediziner in der DDR. Während Kostja sich den Kommunisten entzog, nach Amerika ins Exil ging und in Kanada starb.
Julius Kommerell hat es geschafft. Vom mittellosen Lehrling ist er zum Leiter der Firma Steininger Bootsbau aufgestiegen und hat die Tochter Doris Steininger, einziges Kind des Firmengründers, geheiratet. Die beiden haben inzwischen zwei erwachsene Kinder. Kommerell arbeitet an einem Boot, das die Krönung seiner vielen erfolgreichen Entwicklungen werden soll. Aber da setzt ihm seine Frau, die alleinige Besitzerin des Unternehmens, plötzlich den Stuhl vor die Tür und erklärt sich zur alleinigen Chefin der Werft. Für Julius Kommerell bricht eine Welt zusammen. Er verlässt Firma und Familie, zieht in sein Bootshaus am jenseitigen Ufer des Sees und muss von dort aus hilflos zusehen, wie Doris und sein Sohn Florian Steininger Bootsbau in die Krise steuern. Da hat er einen Plan...
In Neuruppin wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der nach einer bekannten Mafiamethode hingerichtet und danach nackt im Wald begraben wurde. Der Tote war offenbar ein kleines Rädchen im Uhrwerk einer Organisation, die illegale Arbeitertrupps vermietet und an Großbaustellen, wie dem BER, Millionen abzockt. Peter Heiland steht einem ungewöhnlich infamen Feind gegenüber. Wird es ihm gelingen, mit Unterstützung seines ehemaligen Chefs Bienzle, das Geflecht aus Bestechung, Erpressung und Mord zu zerreißen?
Die Schubartin
- 231 pages
- 9 hours of reading
Der gefeierte Künstler Lukas Abendroth wird kurz vor der Ausstellungseröffnung seiner neuesten Werke erdrosselt - in Babettes Ballhaus, wo ein Ballett junger Mädchen für die Vernissage trainiert. Kommissar Peter Heiland muss feststellen: Der Ermordete hatte viele Feinde. Frauen hat er gedemütigt, seine Modelle verführt, seine Freunde verraten. Peter Heiland taucht in eine fremde Welt ein: Den internationalen Kunsthandel, bei dem es um Millionenbeträge geht. Die Zahl der Leute, die ein Motiv haben, wird mit jedem Ermittlungsschritt größer.
Christian Ebinger alias Felix Huby hat es als Journalist geschafft. Seit 1972 arbeitet er als Korrespondent für den »Spiegel« in der Stuttgarter Redaktion. Gleich zu Beginn hat er Baden-Württembergs spektakulären Atommüllfall zu recherchieren und wird zum wichtigen Berichterstatter über die Verbrechen der Baader-Meinhof-Gruppe. Beim Stammheim-Prozess ist er ganz nah dran, auch als Jean Paul Sartre nach Stammheim kommt und auch, als Terroristen das Flugzeug »Landshut« kapern und die Freilassung der Baader-Meinhof- Gruppe erzwingen wollen. Er berichtet über die Suizide der RAF-Mitglieder – und ist jener Journalist, der wenig später den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Karl Filbinger mit dessen Kriegsgerichtsurteil konfrontiert. Dessen berühmt-berüchtigter Satz »Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein« wird ihn sein Amt kosten. Christian Ebinger hat auch ein Privatleben. Seine Frau versucht ihn als stellvertretenden Chefredakteur nach Ulm zurückzuholen. Doch alle Pläne werden obsolet, als sein kleiner Sohn ums Leben kommt – eine Situation, aus der er sich herauskämpfen muss, in ein neues, verändertes Leben.
Heiland
Kriminalroman
Kommissar Heiland dringt in eine Welt sozialer Kälte ein, in der Gewalt zum Alltag gehört und der Tod billig zu haben ist. Taucher finden eine Leiche im Berliner Westhafen. Der Mann ist polizeibekannt. Ein Pendler zwischen Nigeria und Berlin. Bordellbesitzer, Frauenhändler, Rauschgiftdealer, Herr über eine Bande jugendlicher Gangster. Niemand weint ihm eine Träne nach. Nicht einmal sein eigener Vater. Kommissar Heiland glaubt dennoch nicht, den Mörder in diesem verbrecherischen Milieu zu finden. Erneut zeigt Felix Huby sein untrügliches Gespür für die menschlichen Seiten von Verbrechen, Rache und Schuld.
Felix Huby hat mit seinem Kommissar Bienzle und einem breiten Werk, das die unterschiedlichsten Genres bedient, Literaturgeschichte geschrieben. Aber bevor er zu dem Krimi-, Theater und Hörspielautor wurde, der er heute ist, war er Journalist. Und zwar am Anfang Lokaljournalist auf der Schwäbischen Alb. Von dieser nicht immer ganz einfachen Zeit erzählt sein Roman Lehrjahre.






