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Milo Dor

    March 17, 1923 – December 5, 2005

    Milo Dor was a writer and translator who described himself as "an Austrian, Viennese, and European of Serbian heritage." His literary output spanned historical novels drawing on Yugoslavian and European history, alongside essays that critiqued nationalism. Dor also engaged with crime fiction and screenwriting, significantly contributing to German literature through his translations from Serbo-Croatian. His most celebrated works often delve into expansive family sagas, exploring deep historical and cultural roots.

    Nichts als Erinnerung
    Tote auf Urlaub
    Mitteleuropa, Mythos oder Wirklichkeit
    Der letzte Sonntag
    Leb wohl, Jugoslawien
    Internationale Zone
    • 2005
    • 2003

      Memoiren eines Antihelden

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Milo Dor berichtet: 'Jovan oder Jantschi war trotz seiner schrecklichen Erfahrungen nicht vielgesichtig geworden, er blieb so, wie er immer war Nachdem wir von den Schneenockerln meiner Großmutter geschwärmt hatten, die in einer Emailschüssel in einem Meer aus Vanillesauce schwammen, begannen wir einander zu berichten, was wir inzwischen alles erlebt hatten. Da der Stoff ziemlich umfangreich war, kamen wir einige Male zusammen und Jovan erzählte so lebhaft immer neue Episoden aus seinen zuweilen skurrilen und absurden Erlebnissen, daß ich ihm riet, das alles aufzuschreiben. Wie es ihm gelungen war, der Vernichtungsmaschinerie des so genannten Dritten Reichs zu entkommen, erfuhr ich erst fünfzehn Jahre nach dem Krieg, als ich ihn wieder sah. Bis dahin wusste ich nur, dass er am Leben geblieben war. Wie, erfuhr ich von ihm selbst, als er mich so um 1960 in Belgrad besuchte. Ich weiß nicht, wann er das getan hat, denn seine Aufzeichnungen, die er in umgekehrter Zeitfolge, also rückwärts machte, um die Relativität der Zeit und den Stillstand der Vergangenheit auszudrücken, erschienen erst zwanzig Jahre später in vier Fortsetzungen in der angesehenen Belgrader Literaturzeitschrift > DELO< (Die Tat).' Sekeljs gleichermaßen erschütternde wie lakonische Berichte, eigentlich wahre Kurzgeschichten, erinnern mitunter ebenso an Eulenspiegel wie an Simplicissimus.

      Memoiren eines Antihelden
    • 2003

      Das außergewöhnliche Porträt eines bekennenden Mitteleuropäers -ein Buch mit Texten von und über Milo Dor.

      Roman über Milo Dor
    • 1997

      Milo Dor, der Grandseigneur der österreichischen, der mitteleuropäischen Literatur, dessen Biographie sich liest wie ein Roman, legt mit „Wien, Juli 1999“ eine Zukunftsvision vor, wie sie provozierender nicht sein könnte: Die „Bewegung“ hat die Macht übernommen, und ihr Führer schwingt sich auf zum Volkstribun. Melancholie und Trotz, Poesie und Mut zur Parteinahme zeichnen Milo Dors menetekelhafte Geschichte aus, der ein Motto von Rabbi Menasse ben Israel vorangestellt ist: „Was einmal wirklich war, bleibt ewig möglich.“

      Wien, Juli 1999
    • 1996

      Ein turbulenter, meisterhaft erzählter Politthriller in einem imaginären südöstlichen Staat, geprägt von den Wirren des Kalten Krieges. Eduard Rafaeljan, ein Journalist in Paris, reist für eine Reportage in sein Heimatland Dazien, wo er in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde. Trotz seiner Bedenken begibt er sich auf die gefährliche Reise. In Dazien sind sowohl die regierende Nationale Front als auch die oppositionelle Nationale Liga, der er einst angehörte, hinter ihm her. Das Land ist von Bespitzelung und Agententätigkeiten geprägt, während Minister offene Agentenkriege führen. Rafaeljan hat nur eine geringe Chance zu überleben, da seine Ermordung die Weltöffentlichkeit auf die Missstände in Dazien aufmerksam machen könnte. Diese atemlose Jagd fordert zahllose Todesopfer und führt das Land direkt in den Bürgerkrieg. Das Werk von Reinhard Federmann und Milo Dor aus den fünfziger Jahren zeichnet ein plastisches, teils groteskes Bild seiner Zeit und bietet einen köstlich-komischen Politthriller aus der Zeit des Kalten Krieges.

      Und wenn sie nicht gestorben sind ...
    • 1996

      In zwölf autobiografischen Reisefeuilletons nähert sich Milo Dor auf geistes- und kulturgeschichtlichen Pfaden jenem Mythos eines Mitteleuropa, das dem viel bereisten Autor selbst zu einer „größeren Heimat“ geworden ist. Mitteleuropa - das ist zunächst das Land, das sind die Städte an der Donau: Budapest, wo Dor geboren wurde, die Wojwodina, wo er seine Kindheit verbrachte, Belgrad, wo er sich den Widerstandskämpfern anschloss, Wien, wo er seither lebt. Mitteleuropa - das ist aber auch die Wärme der Adriaküste: Venedig, Istrien, Triest, Dubrovnik; das sind Teile Italiens: die Toskana, die Lombardei; das ist Tschechien mit seiner Hauptstadt Prag.

      Mitteleuropa, Mythos oder Wirklichkeit
    • 1995

      "Erleichtert lief ich die Treppe hinunter, aber von Stockwerk zu Stockwerk wurde mir mein Freudegefühl befremdlicher. Ich hatte zwar Kellermanns Adresse, ich hatte all meine Künste spielen lassen, um sie zu bekommen, aber wozu? Sollte ich vielleicht nach Velden fahren? Hatte Kellermann überhaupt eine Ahnung, was seine früheren Geschäftsfreunde jetzt trieben?Es sind Ihnen bestimmt schon Zufälle widerfahren, die sich erst später als logische Glieder einer langen Kette von Ursachen und Folgen erwiesen haben. Ein solcher Zufall widerfuhr mit jetzt.Während ich einigermaßen ratlos in der Halle aus falschem Marmor stand und sinnend die verchromte Griffstange der Glastür betrachtete, fuhr draußen ein Autor vor."

      Und einer folgt dem anderen
    • 1994

      Die spannende Geschichte des Attentats auf den österreichischen Thronfolger, erzählt von einem wirklichen Kenner der Verhältnisse in einem Land, das vor dem Ersten Weltkrieg ein Pulverfass war und auch heute nicht zur Ruhe kommt.

      Die Schüsse von Sarajewo