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Milo Dor

    March 17, 1923 – December 5, 2005

    Milo Dor was a writer and translator who described himself as "an Austrian, Viennese, and European of Serbian heritage." His literary output spanned historical novels drawing on Yugoslavian and European history, alongside essays that critiqued nationalism. Dor also engaged with crime fiction and screenwriting, significantly contributing to German literature through his translations from Serbo-Croatian. His most celebrated works often delve into expansive family sagas, exploring deep historical and cultural roots.

    Internationale Zone
    Der letzte Sonntag
    Leb wohl, Jugoslawien
    Internationale Zone
    Tote auf Urlaub
    Grenzüberschreitungen
    • Der erste Roman des großen alten Mannes der österreichischen Literatur wird endlich wieder in einer Ausgabe aufgelegt, die auf die erste, vollständige Fassung aus dem Jahre 1952 zurückgreift; gegenüber späteren gekürzten Ausgaben ist ist der Roman um einige eindringliche Kapitel erweitert. Weder vorher noch nachher ist die Auseinandersetzung mit dem Faschismus in der österreichischen Literatur so unmittelbar geführt worden, ist der Widerstand gegen die Barbarei so kenntnisreich aus der kundigen Sicht eines Widerstandskämpfers geschildert worden wie in diesem gleichermaßen spannenden und ergreifenden Roman.

      Tote auf Urlaub
      4.5
    • Internationale Zone

      • 241 pages
      • 9 hours of reading

      Wien, Nachkriegszeit – Nach den Jahren der Zerstörung und des Hungers werden die ersten Siegergestalten des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült. Es sind einheimische und zugewanderte Schieber, Schwarzhändler und Unterweltler, die Dor und Federmann in ihrem packenden Roman vorführen, und die atemlos dem schnellen Geld nachjagen. Sie sind es, die sich im noch unsicheren System der Besatzungszeit im aufgeteilten Wien am besten zurechtfinden, die sofort erfassen, mit welcher Besatzungsmacht sich welche Geschäfte abwickeln lassen. Vom Handel mit und dem Schmuggel von Zigaretten geraten sie so fast zwangsläufig in das Spiel der Spionage und schließlich des Menschenraubs. Die sowjetischen Besatzer helfen aktiv bei der Beschaffung des Schmuggelgutes: die erwartete Gegenleistung ist die Auslieferung von 'Feinden der Sowjetunion', die sich in nicht-sowjetischen Sektoren aufhalten. Dors und Federmanns negative Helden, die sich ohne Skrupel und Bedenken an dem Spiel im Wien des Dritten Mannes beteiligen, geraten allerdings bald selbst in das von ihnen ersonnene Netz, in dem sie sich verfangen und an dem sie zugrunde gehen.

      Internationale Zone
      5.0
    • Der letzte Sonntag

      • 294 pages
      • 11 hours of reading

      Nachbearbeitung des Attentats von Sarajewo aus der Sicht des Untersuchungsrichters

      Der letzte Sonntag
      5.0
    • Internationale Zone

      Roman

      • 256 pages
      • 9 hours of reading

      Wien, Nachkriegszeit – Nach den Jahren der Zerstörung und des Hungers werden die ersten Siegergestalten des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült. Es sind einheimische und zugewanderte Schieber, Schwarzhändler und Unterweltler, die Dor und Federmann in ihrem packenden Roman vorführen, und die atemlos dem schnellen Geld nachjagen. Sie sind es, die sich im noch unsicheren System der Besatzungszeit im aufgeteilten Wien am besten zurechtfinden, die sofort erfassen, mit welcher Besatzungsmacht sich welche Geschäfte abwickeln lassen. Vom Handel mit und dem Schmuggel von Zigaretten geraten sie so fast zwangsläufig in das Spiel der Spionage und schließlich des Menschenraubs. Die sowjetischen Besatzer helfen aktiv bei der Beschaffung des Schmuggelgutes: die erwartete Gegenleistung ist die Auslieferung von 'Feinden der Sowjetunion', die sich in nicht-sowjetischen Sektoren aufhalten.Dors und Federmanns negative Helden, die sich ohne Skrupel und Bedenken an dem Spiel im Wien des Dritten Mannes beteiligen, geraten allerdings bald selbst in das von ihnen ersonnene Netz, in dem sie sich verfangen und an dem sie zugrunde gehen.

      Internationale Zone
      4.0
    • Mitteleuropa, Mythos oder Wirklichkeit

      • 195 pages
      • 7 hours of reading

      In zwölf autobiografischen Reisefeuilletons nähert sich Milo Dor auf geistes- und kulturgeschichtlichen Pfaden jenem Mythos eines Mitteleuropa, das dem viel bereisten Autor selbst zu einer „größeren Heimat“ geworden ist. Mitteleuropa - das ist zunächst das Land, das sind die Städte an der Donau: Budapest, wo Dor geboren wurde, die Wojwodina, wo er seine Kindheit verbrachte, Belgrad, wo er sich den Widerstandskämpfern anschloss, Wien, wo er seither lebt. Mitteleuropa - das ist aber auch die Wärme der Adriaküste: Venedig, Istrien, Triest, Dubrovnik; das sind Teile Italiens: die Toskana, die Lombardei; das ist Tschechien mit seiner Hauptstadt Prag.

      Mitteleuropa, Mythos oder Wirklichkeit
      4.0
    • Milo Dor erzählt in „Nichts als Erinnerung“ die bewegende Geschichte einer reichen serbischen Familie, in deren unausweichlichen Untergang sich mitteleuropäische Geschichte unseres Jahrhundert spiegelt. In poetischen Bildern, in den Träumen und Erinnerungen, den Sehnsüchten und Enttäuschungen seiner Protagonisten beschwört Dor jene „Welt von gestern“, deren festgefügte Werte durch den Einbruch der Moderne bis ins letzte Dorf hinein zersetzt werden. Dabei entwirft Dor eine Vielzahl scharf umrissener Gestalten, eigensinniger Charaktere, die man so schnell nicht wieder vergessen können wird.

      Nichts als Erinnerung
      3.0
    • Die spannende Geschichte des Attentats auf den österreichischen Thronfolger, erzählt von einem wirklichen Kenner der Verhältnisse in einem Land, das vor dem Ersten Weltkrieg ein Pulverfass war und auch heute nicht zur Ruhe kommt.

      Die Schüsse von Sarajewo
      3.9
    • Und einer folgt dem anderen

      Kriminalroman

      • 189 pages
      • 7 hours of reading

      "Erleichtert lief ich die Treppe hinunter, aber von Stockwerk zu Stockwerk wurde mir mein Freudegefühl befremdlicher. Ich hatte zwar Kellermanns Adresse, ich hatte all meine Künste spielen lassen, um sie zu bekommen, aber wozu? Sollte ich vielleicht nach Velden fahren? Hatte Kellermann überhaupt eine Ahnung, was seine früheren Geschäftsfreunde jetzt trieben?Es sind Ihnen bestimmt schon Zufälle widerfahren, die sich erst später als logische Glieder einer langen Kette von Ursachen und Folgen erwiesen haben. Ein solcher Zufall widerfuhr mit jetzt.Während ich einigermaßen ratlos in der Halle aus falschem Marmor stand und sinnend die verchromte Griffstange der Glastür betrachtete, fuhr draußen ein Autor vor."

      Und einer folgt dem anderen
    • Menuett

      • 59 pages
      • 3 hours of reading
      Menuett
    • Ein turbulenter, meisterhaft erzählter Politthriller in einem imaginären südöstlichen Staat, geprägt von den Wirren des Kalten Krieges. Eduard Rafaeljan, ein Journalist in Paris, reist für eine Reportage in sein Heimatland Dazien, wo er in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde. Trotz seiner Bedenken begibt er sich auf die gefährliche Reise. In Dazien sind sowohl die regierende Nationale Front als auch die oppositionelle Nationale Liga, der er einst angehörte, hinter ihm her. Das Land ist von Bespitzelung und Agententätigkeiten geprägt, während Minister offene Agentenkriege führen. Rafaeljan hat nur eine geringe Chance zu überleben, da seine Ermordung die Weltöffentlichkeit auf die Missstände in Dazien aufmerksam machen könnte. Diese atemlose Jagd fordert zahllose Todesopfer und führt das Land direkt in den Bürgerkrieg. Das Werk von Reinhard Federmann und Milo Dor aus den fünfziger Jahren zeichnet ein plastisches, teils groteskes Bild seiner Zeit und bietet einen köstlich-komischen Politthriller aus der Zeit des Kalten Krieges.

      Und wenn sie nicht gestorben sind ...
    • Milo Dor, der Grandseigneur der österreichischen, der mitteleuropäischen Literatur, dessen Biographie sich liest wie ein Roman, legt mit „Wien, Juli 1999“ eine Zukunftsvision vor, wie sie provozierender nicht sein könnte: Die „Bewegung“ hat die Macht übernommen, und ihr Führer schwingt sich auf zum Volkstribun. Melancholie und Trotz, Poesie und Mut zur Parteinahme zeichnen Milo Dors menetekelhafte Geschichte aus, der ein Motto von Rabbi Menasse ben Israel vorangestellt ist: „Was einmal wirklich war, bleibt ewig möglich.“

      Wien, Juli 1999
    • Mladen Raikow, der gefolterte und verschleppte Held aus Milo Dors Romanen „Nichts als Erinnerung“ und „Tote auf Urlaub“, sucht ihm Wien der Nachkriegszeit nach Überlebensmöglichkeiten. Illusionslos arrangiert er sich mit den Verhältnissen, vom Hinterzimmer eines Antiquitätenladen aus durchstreift er die Wiener Literaturszene. Die Wege des Mladen Raikow, die nicht zufällig Ähnlichkeiten mit denen seines Erfinders Milo Dor haben, führen ihn immer wieder nach Belgrad - der weißen Stadt - zurück. Noch einmal baut Milo Dor in seinem Roman „Die weiße Stadt“, dem dritten und letzten Teil seiner Raikow-Saga, ein Lebensschicksal auf, in dem sich die politischen und historischen Umbrüche dieses Jahrhunderts spiegelt.

      Die weisse Stadt
    • Mika ist anders: Er liebt Mathematik, sagt immer nur die Wahrheit und erkennt Sachen, die andere übersehen. Mit Menschen kann er zwar wenig anfangen, aber einen Freund hätte er schon gerne. Eines Nachts hört er ein Wiehern – da ist tatsächlich ein Pferd auf dem Balkon seines Nachbarn Sascha! Mika freundet sich mit Sascha und dem Pferd an, denn er ist der Einzige, auf den das eigenwillige Tier hört. Als Mika das erste Mal auf dem Hengst sitzt, ist er wie verwandelt. Dana, die gerne behauptet, eine indische Prinzessin zu sein, will Mika bei seinem großen Plan helfen, für das Rennpferd ein neues Zuhause zu finden. Doch dafür muss es zuerst vor dem Schlachthof gerettet werden …

      Das Pferd auf dem Balkon
    • Roman über Milo Dor

      • 180 pages
      • 7 hours of reading

      Das außergewöhnliche Porträt eines bekennenden Mitteleuropäers -ein Buch mit Texten von und über Milo Dor.

      Roman über Milo Dor
    • Fragen eines altmodischen Humanisten

      Rede anlässlich der Verleihung des Ehrenpreises des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 1990 - Mit einer Laudatio von Alexander Giese

      • 38 pages
      • 2 hours of reading
      Fragen eines altmodischen Humanisten
    • Memoiren eines Antihelden

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Milo Dor berichtet: 'Jovan oder Jantschi war trotz seiner schrecklichen Erfahrungen nicht vielgesichtig geworden, er blieb so, wie er immer war Nachdem wir von den Schneenockerln meiner Großmutter geschwärmt hatten, die in einer Emailschüssel in einem Meer aus Vanillesauce schwammen, begannen wir einander zu berichten, was wir inzwischen alles erlebt hatten. Da der Stoff ziemlich umfangreich war, kamen wir einige Male zusammen und Jovan erzählte so lebhaft immer neue Episoden aus seinen zuweilen skurrilen und absurden Erlebnissen, daß ich ihm riet, das alles aufzuschreiben. Wie es ihm gelungen war, der Vernichtungsmaschinerie des so genannten Dritten Reichs zu entkommen, erfuhr ich erst fünfzehn Jahre nach dem Krieg, als ich ihn wieder sah. Bis dahin wusste ich nur, dass er am Leben geblieben war. Wie, erfuhr ich von ihm selbst, als er mich so um 1960 in Belgrad besuchte. Ich weiß nicht, wann er das getan hat, denn seine Aufzeichnungen, die er in umgekehrter Zeitfolge, also rückwärts machte, um die Relativität der Zeit und den Stillstand der Vergangenheit auszudrücken, erschienen erst zwanzig Jahre später in vier Fortsetzungen in der angesehenen Belgrader Literaturzeitschrift > DELO< (Die Tat).' Sekeljs gleichermaßen erschütternde wie lakonische Berichte, eigentlich wahre Kurzgeschichten, erinnern mitunter ebenso an Eulenspiegel wie an Simplicissimus.

      Memoiren eines Antihelden