Public sphere and experience
- 305 pages
- 11 hours of reading
Challenges the very possibility of defining the "public" in any singular or foundational manner.
Oskar Negt is a German philosopher and social theorist in the tradition of critical theory. His work delves into the analysis of society and culture, offering profound insights into the mechanisms of power and ideology. Negt explores how political and social processes are shaped and how they impact both individuals and collectives. His approach is characterized by critical thinking and a pursuit of understanding complex societal phenomena.






Challenges the very possibility of defining the "public" in any singular or foundational manner.
"Kälte- und Wärmeströme bilden sich im Zentrum der Gesellschaft; was an den Rändern passiert, ist davon abgeleitet. Deswegen bestürzt und erregt Angst, dass wir uns offensichtlich in einem gesellschaftlichen Klima bewegen, in dem die längst vergangen geglaubte Mordlust in den Alltag einzugehen droht." – Das schrieb Oskar Negt 1994 unter dem Eindruck der Ereignisse von Rostock und Mölln. Ein Text, der auch heute noch von bedrückender Aktualität ist.
„Geschichte und Eigensinn“ ist das Hauptwerk einer dreijährigen Zusammenarbeit der beiden Autoren und eine Fortsetzung der kritischen Theorie mit demokratischem Charakter. Insbesondere lesen die Autoren Texte von Marx als Spuren der Geschichte und entwickeln daraus eine Ökonomie der Arbeitskraft oder der menschlichen Eigenschaften, ohne deren Eigensinn die Prozesse der Geschichte nicht zu verstehen wären. „Uns interessiert, was, in einer Welt, in der es offenkundig ist, dass Katastrophen eintreten, die stoffverändernde Arbeit leistet. Das sind die geschichtlichen Arbeitsvermögen: Entstanden aus Trennungsprozessen und bewaffnet mit Eigensinn, der sich gegen die Trennungen wehrt. Vom Leser wird bei diesem Buch Eigeninteresse erwartet, indem er sich die Passagen und Kapitel heraussucht, die mit seinem Leben zu tun haben.“
Statt gesellschaftliche Reformen mit voranzutreiben, gelten die Gewerkschaften selbst in den eigenen Reihen mehr und mehr als Reform- und Wachstumsbremse. Dabei könnten sie, wenn sie denn wollten, gerade in der jetzigen Krise, die einen Umbau der Arbeitswelt und der gesamten Gesellschaft erfordert, Impulse für neues solidarisches Handeln geben. Oskar Negt plädiert in seiner Streitschrift für eine grundlegend neue Zukunftsperspektive. Er fordert Organisationen, die nicht nur die Interessen der Arbeitsplatzbesitzer vertreten, sondern mit einem kulturellen und politischen Mandat die Lebensbedingungen aller Menschen unseres Gemeinwesens mitgestalten.
Entstehung der industriellen Disziplin aus Trennung und Enteignung. Deutschland als Produktionsöffentlichkeit. Gewalt des Zusammenhangs