Geschmacksverwandtschaften
Eine kleine europäische Speisefibel mit Rezepten
- 221 pages
- 8 hours of reading






Eine kleine europäische Speisefibel mit Rezepten
Wie die Literatur gehören für Lojze Wieser auch das Kochen und die Speisenbereitung zu den Eckpfeilern der jeweiligen Kulturen. Der Autor und Verleger führt uns nicht nur zu entlegenen Speisen sondern auch in die prägenden Orte seiner Kindheit. Er spürt nach, wie die regional bedingte Einfachheit der Zubereitung zu einer erhaltenswerten Vielfalt verknüpft wird. Da wird von Ponzgern und Zwetschken erzählt, vom Lardo und der Frigga, vom Speck und der Polenta, vom Haidenschmalzmus und Haidenwickel, von Olivenöl und Mäusen, von Austern und Äpfeln und von Hexen und Eiern. Da wird geschlachtet, geteilt, faschiert, gekocht, gegart, gesotten und gebraten. Der Kopf wird zu Meischerln und Sulzen, das Fett zu Grammeln und Schmalz, der Knoblauch zum Auszug, das Blut zur Hodla, die Lunge zum Lingerl und Kutteln zum Fleck verkocht.
Die Vermählung von Alpen und Adria / L’unione di Alpi e Adria / Poroka Alp in Jadrana
SPURENSUCHE in einer Region, die alle Voraussetzungen hat, zu einer Trendumkehr in der Ernährung und der Zubereitung der Speisen beizutragen. AUF DER SUCHE NACH GESCHMACK hinter dem Geschmack – Produkte im Reigen der Jahreszeiten reifen zu lassen und veredelt auf den Teller zu bringen; DEN PRODUKTEN ZEIT ZUM WACHSEN GEBEN und die BESONNENHEIT und Langsamkeit zum Qualitätsmerkmal machen. VORARBEITEN für eine dem heutigen Stand der Technik und den modernen Verarbeitungsmöglichkeiten geschuldete naturnahe Kochkunst, die sowohl die mitgebrachten Erfahrungen aus alter, vorheriger Zeit einbindet und die bewusst und selbstsicher auch die um uns wachsenden Wildkräuter von Flur und Wald zur Eroberung neuer Geschmacksharmonien nutzt, beimischt und so den Horizont öffnet. FAST VERGESSENES Wissen wird zunehmend zum Schlüssel, um vom Grund auf Neues zu entwickeln und zu experimentieren. DIE ALPEN-ADRIA-REGION als Biotop der Vermählung von Alpen und Meer, die außerordentliche Spannungsbögen erlaubt HOFFNUNGSFROH kann gespeichertes Wissen neuerlichen Erfahrungen unter gewonnenen zusätzlichen Möglichkeiten zu Anstößen verhelfen, wo das Wohlergehen von Natur, Klima und Mensch durchs eigene Tun erneuert und verbessert wird.
Werkstattbericht zum Projekt Slowenische Bibliothek
Europa erhören, Europa erschmecken, dem Echo folgen, auf den Geschmack Europas kommen. Vom Karst und der Brda über die Innerschweiz nach Siebenbürgen und in die Maremma reisen, von der Lausitz nach Flandern und Istrien, von da ins Gailtal, danach dem Jakobsweg nach Galicien ausweichen - am Ende der westlichen Welt angekommen, auf die Fragen stoßen, wie sie sich zuhause denn stellen, in Epirus im Norden Griechenlands auf Tropfen der Tränen der Kriege und vergangener Vertreibungen und heutiger treffen, antiken Melodien erliegen. Europa finden, nicht suchen - wie in der Liebe. Literatur, Bücher und Menschen finden, lauschen und glauben, das Hoffen wagen. Wieder weiterziehen. Mit der Literatur als Kompass. Der Magnet ist die Seele. Denn: Jeder Mensch hat eine Seele und darin fliegt eine Schwalbe. Ihr Flügelschlag fächert das Echo der Geschichte herüber und lässt wehende Fahnen erschlaffen...
Weitere Anmerkungen eines Grenzverlegers. Ein Kapitel aus der noch ungeschriebenen europäischen Verlagsgeschichte
Aus Anlass des Jubiläums hat der Verleger sowohl seinen Band mit Lieblingsgedichten erweitert als auch den Band Im dreißigsten Jahr hinzugefügt. Darin versucht er das Unmögliche: auszuwählen, was er noch immer und immer wieder aus seinem eigenen Programm gerne zur Hand nimmt. Es sind - dem Anlass folgend - dreißig Prosawerke geworden. Zu jedem einzelnen Auszug ist eine kleine Anmerkung des Verlegers zum Autor, zur Autorin, zur Übersetzung vorangestellt, oder einfach nur ein kleiner Hinweis, auf Zeit und Ort, wann oder wo er mit dem Buch eine Freundschaft eingegangen ist.
Von Anfang an war das Ziel dieser Serie, eine Kulturreihe zu schaffen, die über das Kochen und Essen hinausgeht. Sie beleuchtet die kulturellen Aspekte von Regionen, erklärt deren Geschichte, geologische und klimatische Einflüsse sowie die Gründe für die spezifischen Geschmäcker. Statt große Regionen zu betrachten, konzentriert sich die Serie auf kleinere, kulturell und kulinarisch vielfältige Gebiete Europas. Bisher wurden 14 erfolgreiche Folgen produziert, die das Interesse der Menschen an kulinarischem Erbe und Traditionen wecken. Es geht darum, Wurzeln und Identitäten durch Essen auszudrücken und kulturelle Schätze zu bewahren und neu zu definieren. Die Serie ist zukunftsorientiert und präsentiert Wiederentdecktes sowie aktuelle Interpretationen. Eine besondere Herausforderung war die Zusammenarbeit, da der Autor ursprünglich alle Texte selbst verfasste. Die Entscheidung, Lojze den Text zu überlassen, erwies sich als positiv, da er einen literarischen Ansatz mitbringt, der der Serie eine einzigartige Note verleiht. Das Ergebnis ist ein neuartiger, feuilletonistischer Text, der die Serie von anderen kulinarischen Reihen abhebt. Es wird versucht, die Seele einer Region einzufangen und gleichzeitig das Authentische zu finden, ohne den Fokus auf Haute Cuisine oder Sterneküche zu legen. Im Mittelpunkt stehen die Küche der Hausfrauen, Omas und Bäuerinnen, deren einfache, aber fantasievolle Gerichte ein wertvolles Erbe darstell
Spezialist für Literatur aus dem europäischen Osten
Zukunft gestalten
Essays und Anmerkungen 1982-2006. Slowenische Originalausgabe
Mit den ‚Tagen der Alpen-Adria-Küche‘ kommt es zu einer Vermählung von Spitzengastronomie aus Slowenien, Friaul, Istrien und Kärnten. Der Standort wird erstmals genutzt, um Impulsgeber für eine grenzübergreifende, innovative Küche zu sein, in der die lokal gewachsenen Geschmäcker mit jenen, die von Reisen mitgebracht wurden, am Gaumen eine Hochzeit eingehen.“ Wir sind mit den „Tagen der Alpen-Adria-Küche“ eine Hoch-Zeit eingegangen. Dabei begleiten uns die Verse des Dichters Milan Rúfus, der sich fragt, was denn ein Gedicht sei. Auf den Tisch etwas Klares stellen, wie Brot / Oder Wasser. Oder / zwischen zwei Finger Salz. (…) Wenn die Forellen den Jordan heraufziehen werden, / keine Angel kaufen, doch wissen, daß der Fluß nicht nur / aus Fischen besteht. // Daß er um vieles mehr ist. / Wie das Gedicht mehr ist als Worte // Wie in diesem Gedicht ist es doch auch mit den Speisen: In ihnen verbirgt sich mehr als bloß die Vermengung von Zutaten. Es geht doch nicht nur darum, Nahrung zu sich zu nehmen. Es geht darum, mit der den Gerichten innewohnenden Harmonie eins zu werden und durch das neu erlangte Wohlbefinden Kraft für Körper und Seele zu tanken.
... wer nun denkt, es handle sich bei „Der Geschmack Europas“ einfach um ein europäisches Rezeptbuch, der irrt gewaltig. Natürlich werden dem Leser auch interessante Rezepte zu traditionellen Gerichten des jeweiligen Landes präsentiert, allerdings nicht so, wie man es aus Kochbüchern gewohnt ist. Vielmehr geht es in „Der Geschmack Europas“ um die Esskultur, um kulinarische Traditionen und Geschichte. Da werden Themen angesprochen wie die Frage nach der Erfindung von Pommes oder wie die arme Gegend im Vulkanland der Südoststeiermark ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat. Außerdem finden wir auf fast jeder Seite sehr gute Fotos, mal vom Essen, mal von der Landschaft, mal von den Menschen und dem Produktionsteam. Es ist ein wenig so, als würde man mit auf die Reise genommen werden. Auf alle Fälle packt den Leser bei der Lektüre das Fernweh – Fernweh nach anderen Kulturen, Fernweh nach exotischeren Speisen. Und irgendwie schafft das Buch es aber gleichzeitig, dieses Fernweh beim Lesen zu befriedigen ... In Band 3 sind die von 2017 bis zum Herbst 2019 gedrehten Folgen Mähren, Montenegro, Elsass, Westliches Friaul, Alentejo, Wales, Bregenzerwald, Westirland, Korsika und Oberschlesien behandelt.
Gerade angesichts der krisenhaften wirtschaftlichen Entwicklung in mehreren EU-Mitgliedsstaaten und einer breiter werdenden EU-Skepsis in der Bevölkerung ist die Frage nach der Zukunft Europas drängender denn je. Wollen und sollen wir in Zukunft in den Vereinigten Staaten von Europa leben? Wenn ja, welche Gestalt der Einheit in der Vielfalt sollen sie haben? Sind sie ein Beitrag zu einem besseren Leben in Europa? Wie geht es mir dem Projekt Europa in den einzelnen Bereichen weiter? Wie können die Herzen der BürgerInnen erreicht werden? Wie steht es um die „Seele“ Europas? Das sind einige der Fragestellungen, mit denen sich der 5. Pfingstdialog im im inspirierenden Ambiente von Schloss Seggau auseinandersetzt.
Jubiläumsband der Reihe Europa Erlesen 2017: Die schönsten Texte aus 20 Jahre und 200 Bänden.
Meine Lieblingsgedichte - Zweite erweiterte Auflage
Seit der Gründung des Wieser Verlages vor nunmehr 27 Jahren begleitet mich die Poesie in den Gedichten von Slavko Mihalic, Hans Raimund, Milan Jesih, Ali Podrimja, Gellu Naum, Emil Szyttia, Lajos Kassák, Robert Reiter, Ivo Svetina, Aleš Debeljak, Milan Dekleva, Maruša Krese, Herta Kräftner, Robert Altmann, H. C. Artmann, Dezso Tandori … Viele wurden erstmals veröffentlicht, übersetzt oder dem Vergessen entrissen. Einige davon habe ich mir zum Geschenk gemacht, in der vorliegenden Sammlung zum Nachlesen, Wiederlesen oder Neulesen zusammengetragen, und lege sie nun auch der geschätzten Leserschaft ans Herz.
In den letzten fünf Jahren haben wir die Alpen-Adria-Region als einen Ort der Verbindung zwischen Alpen und Meer erkundet, der uns außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse bietet und fast vergessenes Wissen für die Entwicklung neuer Ideen nutzt. Im dritten Band der preisgekrönten Reihe „Geschmackshochzeit“, die als Begleitmaterial zu den „Tagen der Alpen-Adria-Küche“ des Tourismusverbands Klagenfurt/Celovec dient, führen wir die Leser in die weniger offensichtlichen Themen wie Olivenöl und Orangenwein ein. Wir suchen frische Kräuter im Karst und entdecken einen besonderen Reindling, während wir die Tradition des österlichen Eierkren in Kärnten und dessen gesundheitliche Aspekte beleuchten. Zudem wagen wir eine Neuinterpretation der Kärntner Jause, die sich harmonisch mit baskischen Pintxos, spanischen Tapas und nordischen Smørrebrøden verbindet. Wir genießen Steinbier aus archäologischen Krügen und erfahren von Fleischhandwerkern und Käseproduzenten über die Kunst gesunder Nahrungsmittelherstellung. Dieses Buch spannt einen weiten Bogen und zeigt, wie spezifische Merkmale über Jahrhunderte bestehen bleiben, auch wenn nichts Sichtbares erhalten ist. Traditionen und Rezepte, wie Reindling oder Potice, sind Teil unserer Esskultur. Das Leben ist nicht immer ein Fest, und nicht jedes Menü ist Fine Dining. Doch wir kochen, weil es das Leben ist, das gelebt werden will.