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In einem einsamen Krankenzimmer eines Hospitals liegt ein alter, kranker Schriftsteller und wartet auf den Tod. Um ihn herum stapeln sich Aktenordner voller Papiere und Notizen, das Ergebnis jahrzehntelanger Recherche über den Aufstieg der Populärkultur und den Niedergang der hohen Kunst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. In seinem atemlosen Monolog versucht der Künstler, sein unabgeschlossenes Lebenswerk zu ordnen: "Ordnung ist jetzt ganz entscheidend." Im Mittelpunkt seiner bitteren, ironischen Abrechnung mit dem modernen Kulturbetrieb steht das mechanische Klavier, das die Illusion vermittelte, jeder könne Künstler sein, und gleichzeitig, dass keiner mehr Künstler sein müsse. Der Siegeszug der programmierten Kunst als Unterhaltung für die Massen setzt sich mit Fernsehen und digitalen Medien fort, was zu einer Kultur der Kopie führt, die selbst im Menschen nur genetisches Material zum Klonen optimierter Körper sieht. Dieses Werk ist der letzte Roman des amerikanischen Schriftstellers William Gaddis, der 1998 verstarb. Trotz nur vier veröffentlichter Romane gilt Gaddis als Schlüsselautor der zeitgenössischen Literatur. Sein charakteristischer Stil, die minutiöse Darstellung gesprochener Sprache in komplexen Dialogen, ist auch in diesem kurzen Werk zu finden, das eine beeindruckende Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit von Leben und Kunst bietet.
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Das mechanische Klavier, William Gaddis
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- 2005
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- (Paperback)
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