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Vergangenheit lebt durch die Erinnerung und stirbt durch das Vergessen. In allen Gesellschaften besteht die Gefahr, Vergangenheit selektiv zu verformen und Erinnerungspolitik zu betreiben. Die Geschichte der Deutschen ist hierfür ein lehrreiches Beispiel, das in vielen Beiträgen des zweiten Bands der Reihe Deutsche Erinnerungsorte behandelt wird. Die Beiträge gruppieren sich um Begriffe wie "Revolution", "Disziplin" oder "Leistung", die typisch deutsche Konnotationen aufweisen. Die "ordnungsgemäße" Abwicklung von Revolutionen ist in der deutschen Geschichte besonders ausgeprägt, mit einer Ausnahme: "Achtundsechzig". Heinz Bude, Soziologie-Professor, entblößt den Mythos dieser Bewegung und ordnet sie in den Kontext sozialer Bewegungen ein. Dennoch bleibt 1968 ein "sicherer Erinnerungsort im Kollektivgedächtnis". Auch die Fußball-Bundesliga spielt eine Rolle in der Mythenbildung und reflektiert die Entwicklung der Gesellschaft. Gunter Gebauer, Sportwissenschaftler, zeigt diese Institution als Spiegel der bundesdeutschen und gesamtdeutschen Gesellschaft. Ute Frevert demonstriert in ihrem Artikel "Pflicht" den Wandel von Begriffen: "Pflicht" war einst hoch dekoriert, wurde aber zwischen 1933 und 1945 pervertiert und 1982 von Oskar Lafontaine als "Sekundärtugend" abgewertet. Kontinuitäten bestehen jedoch, insbesondere in der Wahrnehmung von Wehrpflicht und Steuerpflicht.
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Deutsche Erinnerungsorte II: Ausgezeichnet mit dem Preis Das Historische Buch, Kategorie Zeitgeschichte 2001, Etienne François, Heinz Schilling
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