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Fern von euch

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  • 120 pages
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Das war so eine Art Schrei, ich wollte das Lachen unterdrücken. Gilbert lachte mit, als ich ihn einen Blödmann nannte, und ich dachte, Marthe könnte mich hören. Ich schaute zum Fenster und hatte Angst, sie hinter dem Vorhang zu sehen, Angst vor ihrer Trauer. Irgendwie wollte ich, dass es sie nicht gibt, dass dieses Häufchen Elend nicht existiert. Es war schmerzhaft, mein Leben in ihrem Gesicht zu sehen, das Spiegelbild dessen, was ich jetzt tragen muss. Ich hatte geglaubt, sie hätte sich ihre Träume bewahrt, dass zwischen uns immer Zärtlichkeit herrscht, auch in schwierigen Zeiten. Am liebsten wäre es mir gewesen, sie wäre nicht da, damit ich die Last allein tragen und mir Geschichten erzählen könnte. Ich wollte lachen können, als wäre mir alles egal, wie jemand, dem das Schicksal anderer gleichgültig ist. Ich hätte über einen Unfall in der Zeitung reden können, als wäre es nichts weiter als eine entfernte Nachricht, und dabei nur Angst haben, dass es irgendwann jemanden aus meinem Leben trifft.

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Fern von euch, Laurent Mauvignier

Language
Released
2001
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(Paperback)
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Title
Fern von euch
Language
German
Publisher
Eichborn
Released
2001
Format
Paperback
Pages
120
ISBN10
3821806982
ISBN13
9783821806983
Series
Description
Das war so eine Art Schrei, ich wollte das Lachen unterdrücken. Gilbert lachte mit, als ich ihn einen Blödmann nannte, und ich dachte, Marthe könnte mich hören. Ich schaute zum Fenster und hatte Angst, sie hinter dem Vorhang zu sehen, Angst vor ihrer Trauer. Irgendwie wollte ich, dass es sie nicht gibt, dass dieses Häufchen Elend nicht existiert. Es war schmerzhaft, mein Leben in ihrem Gesicht zu sehen, das Spiegelbild dessen, was ich jetzt tragen muss. Ich hatte geglaubt, sie hätte sich ihre Träume bewahrt, dass zwischen uns immer Zärtlichkeit herrscht, auch in schwierigen Zeiten. Am liebsten wäre es mir gewesen, sie wäre nicht da, damit ich die Last allein tragen und mir Geschichten erzählen könnte. Ich wollte lachen können, als wäre mir alles egal, wie jemand, dem das Schicksal anderer gleichgültig ist. Ich hätte über einen Unfall in der Zeitung reden können, als wäre es nichts weiter als eine entfernte Nachricht, und dabei nur Angst haben, dass es irgendwann jemanden aus meinem Leben trifft.