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Christian Demand

    January 1, 1960
    MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2021-02
    MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2021-03
    MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2021-04
    MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2020-12
    Merkur
    MERKUR 8/2025, Jg.79
    • Merkur

      • 104 pages
      • 4 hours of reading
      Merkur
    • In seinem Essay geht Philip Manow der Frage nach, wie das, was früher "der Pöbel" hieß, in der Demokratie repräsentiert werden kann. William Davies erklärt in seinem Interview mit Tobias Haberkorn, dass Liberalismus und Demokratie auch historisch keineswegs notwendig zusammengehören. Marko Demantowsky erzählt von der kurzen Zwischenzeit nach dem Fall der Mauer und vor der Wiedervereinigung. Hans Dieter Schäfers Erzählung von der Flucht seiner Familie aus der DDR setzt weit früher an. Moritz Rudolph wiederum deutet die rechten Proteste im Osten als sinnlos nachgeholte Revolte.Holger Schulze erklärt in seiner Klangkolumne, warum sich Klang- und überhaupt Sinnesempfindungen nie sortenrein voneinander trennen lassen. Wolfgang Fach fragt nach der Notwendigkeit des Unverschleierten in der Wissenschaft. Und Rainer Bayreuther untersucht das Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Digitalisierung.Sibylle Severus erzählt von uns von der Begegnung mit einer Drohne. Eske Bockelmann denkt noch einmal von vorn über das Geld nach, während Heinrich Bosse quellengesättigt den Zusammenhang von Aufklärung und Kapitalismus untersucht. In Robin Detjes Schlusskolumne geht es um die Vorzüge des langsamen Vermoderns auf dem Balkon.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2020-12
    • Das Heft hat einen kleinen Schwerpunkt zum Thema "Identitätspolitik". Im Aufmacher leistet Diedrich Diederichsen dabei wichtige Beiträge nicht nur zur Kritik rechter Thesen zum Thema, sondern auch zur Selbstaufklärung linker Kritik. Kevin Vennemann fragt danach, wie man seine Privilegien am besten zum Ally-Sein nutzt. Antonia Baum wirft einen Blick auf die "Skandale" um Texte von Hengameh Yaghoobifahrah und Lisa Eckhart. Felix Heidenreich zieht von Hans Freyer über Carl Schmitt, Arnold Gehlen und Niklas Luhmann eine Linie zum heutigen Moralisierungsdiskurs. Und Ariane Leendertz befasst sich mit der zu-nehmenden Wettbewerbsorientierung in der Wissenschaft und konkret in der Max-Planck-Gesellschaft. Andreas Eckert liest ein Buch über die Geschichte der Komintern, zu der auch die Geschichte des schwarzen Bolschewismus gehört. Tony Wood liest zwei – sehr unterschiedliche – Neuerscheinungen zu Kuba. Fasziniert zeigt sich Claus Leggewie von Nastassja Martins Buch "An das Wilde glauben". Carolin Amlinger fragt historisch informiert nach der Aktualität der Literatursoziologie. Florian Glück diskutiert am Beispiel Wolfgang Herrndorfs die Frage nach digitalen Nachlässen. Und Hanna Engelmeier staunt über eine Wohnungstür.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2021-09
    • Andreas Bernard fordert eine "Poetologie des digitalen Wissens" (und Nicht-Wissens). Burkhard Müller zeichnet ein Porträt des Hochstaplers Gerd Postel. Hannelore Schlaffer liest Gedankenbücher von Männern für Männer. Gertrude Lübbe-Wolff Ist das Grundgesetz eine Wertordnung? Vor dem "Ende der Zeitung" warnt Stefan Schulz.

      MERKUR Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken. Nr.801
    • Merkur, Nr. 816, Mai 2017 ESSAY DANILO SCHOLZ / ADAM TOOZE Für eine Politik der Geldpolitik. Habermas, Streeck und Draghi NAVID KERMANI / NORBERT LAMMERT Der Zustand Europas GÜNTER HACK Melancholie der Bilddatenbank MARTIN BURCKHARDT Eine kleine Geschichte der Digitalisierung KRITIK ELENA MEILICKE Filmkolumne. Oscars, O.J. GLENDA SLUGA Geschichtskolumne Anfänge und Ende(n) der Weltordnung SAMIR SELLAMI Die Kunst der Selbstauslieferung. Zum Werk Ricardo Piglias (1941-1917) MARGINALIEN ULRICH PFISTERER Big Bang Art History STEFAN ROSINSKI Das depressive Staatstheater HARRY WALTER Babybauchfotos

      MERKUR Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken. Nr.816
    • Merkur, Nr. 822, November 2017 ESSAY KARL SCHLÖGEL Sankt Petersburg - Petrograd - Leningrad. Überlegungen zu einer Geschichte diesseits des Großen Oktober JÖRG SCHELLER Globalisierung im Mikrokosmos. Eine Reportage aus der Republik Moldau, der Ukraine und Transnistrien JAKOB HESSING Weltanschauung in der Krise. Die Tragödie der Linken in Israel CHRISTIAAN LUCAS HART NIBBRIG Das schattenlose Glimmen der Oberfläche. Bildschirme und Schirmbilder KRITIK GERTRUDE LÜBBE-WOLFFRechtskolumne. Diplomatisierung des Rechts MATTHIAS DELL Medienkolumne. Binging Bouffier: NSU-Berichterstattung CHRISTINA DONGOWSKI Fußnoten zu Sappho. Anne Carsons hybrides Schreiben MARGINALIEN FELIX PHILIPP INGOLD Russlands zwiespältiges Verhältnis zum Westen ELEONORA HUMMEL Ein Dorf voller Verschwörer. Spaziergang in Odessa DOMINIK RIEDO Die Möwe J. HARRY WALTER International

      MERKUR Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken. Nr.822
    • Im Aufmacher stellen Franziska Davies und Ekaterina Makhotina anlässlich der Veranstaltungen zu 75 Jahren Kriegsende fest, dass die europäische (und die deutsche) Erinnerungskultur eigen-tümliche Leerstellen hat. Über Netzwerke des Beschweigens und Weitermachens einstiger Na-zigrößen in der Bundesrepublik schreibt Volker Breidecker. William Donahue blickt mithilfe eines Buchs von Sven Hanuschek aus zwei Perspektiven auf die Bombennacht von Dresden. Anne Rabe erinnert sich an ihre Kindheit in der DDR – und weitet den Blick auf die Gewalt gegen Kinder, in der DDR und danach.In seiner zweiten Kolumne über die "Sinne" erklärt Bodo Mrozek, warum Rassismus auch ein Phänomen der Sinneswahrnehmung ist. Heinz Bude stellt fest, dass einer wie Ralf Dahrendorf heute fehlt.Gesellschaftliche Gleichstellung ist eine wichtige Sache, keine Frage, meint Christoph Türcke – was nichts daran ändert, dass es dabei rechtliche Fallstricke gibt. Paul Tucker sieht die Europäi-sche Zentralbank in einem Dilemma, aus dem sie eigentlich nur die Politik befreien kann. Wolf-gang Hottner liefert einen Reisebericht aus Vor-Corona-Zeiten. Günter Hack nähert sich dem Pi-rol. Und Robin Detje fühlt sich ausgesprochen entropisch.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2020-11
    • Sebastian Conrad erklärt, welche historisch nachvollziehbare Verschiebung die heftigen Auseinandersetzungen um die Erinnerungspolitik und das Verhältnis von Holocaust und Kolonialpolitik grundiert. Dann zweimal Christoph Paret führt vor, wie Jacques Derrida schon das Erstarren der eigenen Denkbewegung zu "Posttheorie" vollzog. Und Geoffrey Katz-Jones beklagt, wie sich "Theory" in Amerika zwar politisch radikal dünkte, dabei aber zur Komplizin neolibera-ler Entwicklungen wurde. Bei Corey Robin lässt sich lernen, was Hannah Arendt und Philip Roth gemeinsam hatten (und was eher nicht). Die Theater standen angesichts der pandemiebedingten Schließungen vor einem Ekkehard Knörer lässt Revue passieren, was sie daraus gemacht haben – mit einem besonderen Fokus auf drei großen Inszenierungen von Sebastian Hartmann. Tine Hanrieder zeigt, wie schlecht es um die Sorgewirtschaft im Globalen Britannien bestellt ist. Herfried Münkler erwidert auf Philipp Oswalts Architekturkolumne zur Diskussion um die Frankfurter Paulskirche. Über rechtliche Abwägungen auf dem Grat zwischen Freiheit und Sicherheit in der Pandemie-Situation informiert der Rechtswissenschaftler Isa Bilgen. Seinen Weg zum "personal essay" schildert Stephan Wackwitz. Und Hanna Engelmeier berichtet in ihrer Schlusskolumne von der Austreibung des Zornebocks.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2021-08
    • Burkhard Müller hält es in seinem Essay für eine Selbstüberschätzung des Menschen, dass jetzt ein nach ihm benanntes Erdzeitalter "Anthropozän" ausgerufen werden soll. Auf eine alte, aber gerade wieder aufgefrischte Debatte geht Heinrich August Winkler die über den deutschen Sonderweg nämlich. Jens Soentgen war vor Ort im Hambacher Forst. Und Tim Brennan blickt von heute aus auf den Einschnitt zurück, den Edward Saids Orientalismus-Buch ausgemacht hat.In seiner Medienkolumne geht David Gugerli der Frage nach, was die Corona-Warn-App uns über die Digitalisierung verrät. Christian Wiebe zeigt, dass sich in der Barocklyrik etwa von Sibylla Schwarz auch Aspekte unserer scheinbar so ganz anderen Gegenwart spiegeln. Der Kunsthistori-ker Andreas Beyer stellt mithilfe eines neu erschienenen Buchs Aby Warburgs Bibliothek vor.Mit den Widersprüchen und Dilemmata der Sicherheitspolitik der Linken macht uns Thorsten Holzhauser vertraut. Jochen Rack schildert in einer Reportage, wie in Polen der Opfer des Holo-caust gedacht wird. Was zu anderen, präpandemischen Zeiten in Berliner Zimmern los war, kann man in einer Erzählung von David Wagner nachlesen. Susanne Neuffer besucht ein Seminar für Gerechte Sprache und findet sich dabei in sehr fremden Armen wieder. Und Hanna Engelmeier schreibt in ihrer Schlusskolumne über Zufallsbegegnungen.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2021-06
    • MERKUR 10/2023

      Nr. 893, Heft 10, Oktober 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Im Aufmacher analysiert Claudia Gatzka – nicht zuletzt mithilfe von Edward Said –, wie der Westen Deutschlands den „Osten“ hervorgebracht hat und immer weiter hervorbringt. Christian Geulen fragt nach alten, „bundesrepublikanischen“ Mustern in unserer gegenwärtigen Krisenwahrnehmung. Sophie und Christoph Schönberger untersuchen die „Rechtsfantasien“ und „Reichsimaginationen“ der Reichsbürger. In der Rechtskolumne fragt Florian Meinel nach möglichen guten und schlechten Gründen für die – aus seiner Sicht problematische – Gesetzgebungs-Entschleunigungs-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Ulrike Jureit liest Neuerscheinungen rund um Reinhart Koselleck und gießt ein wenig Wasser in den zum hundertsten Geburtstag des Historikers gereichten Wein. Thomas Steinfeld schließt sich den Grundsatzfragen zur Entwicklung der Literaturwissenschaften an, die Erhard Schüttpelz in seinem schmalen, aber gewichtigen Band „Deutland“ stellt. Über „Nutzen und Nachteil monumentaler Demokratiegeschichtsschreibung“ denkt der Historiker Manfred Hettling nach. Moritz Rudolph entwirft mit Tocqueville eine Skizze zum Anachronismus der Kritik am längst nicht mehr übermächtigen Westen. Sebastian Schwab setzt sich im Wiener Kaffeehaus mit Hans Kelsen zusammen oder auch auseinander. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um die Metapher der „Tabula rasa“.

      MERKUR 10/2023
    • MERKUR 8/2023

      Nr. 891, Heft 8, August 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Wieso glauben Demokratinnen und Demokraten eigentlich, dass man die Demokratie vor sich selbst schützen muss? – lautet Philip Manows durchaus polemische Frage an einschlägige Diskussionen zum Thema. Weder als unerklärliches Wunder noch als apokalyptische Technik (noch eigentlich als künstliche Intelligenz) sieht Paola Lopez die gerade so gehypte Künstliche Intelligenz, sie weist vielmehr auf deren charakteristische Beschränktheiten hin. Warum die Sozialgeschichtsschreibung den gelehrten Stand (und dieser sich selbst) nicht richtig versteht, kann Heinrich Bosse erklären. César Aira denkt über das Verhältnis des Essay zu seinem Thema nach. William Dalrymple präsentiert neue Erkenntnisse zu den erstaunlich umfassenden Handelsbeziehungen zwischen Rom und Indien in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten. Neue Biografien von Thomas Mann und Christoph Martin Wieland sind, so Marcel Lepper, eher mustergültige Beispiele einer überkommenen Literaturgeschichtsschreibung. In die Zukunft jedenfalls weisen sie nicht. In Sibylle Severus’ Erzählung „Zettel“ gibt es unter anderem Streit um den Kümmel am Salat und am Braten. Pierre-Héli Monot kommentiert die Sorge der Drehbuchautorinnen und -autoren vor der Machtübernahme der Künstlichen Intelligenz. Über die Bedeutung der ethnografischen Feldnotiz denkt Sina Steglich nach. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um Ersatzteile und Lebenszyklen.

      MERKUR 8/2023
    • MERKUR 12/2023

      Nr. 895, Heft 12, Dezember 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading
      MERKUR 12/2023
    • MERKUR 9/2023

      Nr. 892, Heft 9, September 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Caroline Arni denkt im historischen Kontext über Feminismus, Mutterschaft und die Tücken der Naturalisierungskritik nach. Was der Krypto-Hype versprochen hat und wie die Sache in Wirklichkeit liegt, erklärt Trevor Jackson. In einem Vorabdruck aus Benjamín Labatuts neuem Buch geht es um eine der ersten großen KI-Kränkungen der Menschheit, nämlich den Sieg der Software gegen den Go-Meister Lee Sedol. Zum Jahrestag der Proteste in Iran informiert Nacim Ghanbari über viele Hintergründe und den Stand der Diskussionen. In seiner Ästhetikkolumne schreibt Jan von Brevern über die Fotografin Nan Goldin und den aktuellen Dokumentarfilm, den Laura Poitras mit ihr gedreht hat. Helmut Draxler nimmt sich Omri Boehms Versuch einer Verteidigung des philosophischen Universalismus vor. Hannes Bajohr sieht die apokalyptischen Warnungen vor Künstlicher Intelligenz als gezielte Ablenkungsmanöver vor den sehr realen Gefahren, die KI für die Demokratie bedeutet. Von einer Reise in die Westen der Ukraine berichtet Jochen Rack. Gabriel Yorans Text über ein Café in Providence, Rhode Island, ist zugleich eine Reflexion über Communitys und dritte Räume. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um Obsoletes.

      MERKUR 9/2023
    • MERKUR 11/2023

      Nr. 894, Heft 11, November 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      In nüchternen Worten erklärt der Soziologe Sighard Neckel, warum der zur Abwendung der Klimakatastrophe notwendige radikale gesamtgesellschafliche Wandel kaum stattfinden wird. Über den Wandel der Lesegesellschaft und die Frage, ob wir uns in einer „Lesekrise“ befinden, schreibt Carolin Amlinger. Wie viel menschliche Arbeit in den neuen Produkten „Künstlicher Intelligenz“ steckt, führt Josh Dzieza, der mit vielen dieser Arbeiterinnen und Arbeiter gesprochen hat, sehr deutlich vor Augen. Bei allem Respekt spart Christian Neumeier nicht mit Kritik an Gertrude Lübbe-Wolffs Verteidigung der direkten Demokratie in ihrem Buch Demophobie. Claus Leggewie zeichnet ein Porträt des in der Bundesrepublik – nicht zuletzt als Geschäftsführer der Carl Friedrich von Siemens-Stiftung – allzu einflussreichen Rechten Armin Mohler. Der Schriftsteller Joshua Cohen will den traditionsreichen Schocken-Verlag übernehmen – Kai Sina informiert über die Hintergründe. Mit dem Flugblatt-Nichtverfasser und Politiker Hubert Aiwanger setzt sich Willi Winkler auseinander. Claudia Keller berichtet von einer Reise nach Israel, wo sie Vögel beobachtet hat. In David Gugerlis Kolumne geht es um Verluste in der Technikgeschichte.

      MERKUR 11/2023
    • Valentin Groebner fragt, wie es kommt, dass so viele Täter sich als Opfer begreifen. Benedikt Sepp sieht bei den Querdenkern ähnliche Logiken der fortschreitenden Radikalisierung wie einst bei vielen Linken in den siebziger Jahren. In einem Auszug aus Jerry Z. Mullers großer Jacob-Taubes-Biografie kann man diese Radikalisierung in actu erleben. „Degrowth“ ist als Forderung angesichts der Klimakatastrophe in vieler Munde – Geoff Mann fragt sich allerdings, ob Kapitalismus ohne Wachstum überhaupt vorstellbar ist. Den ungeheuren Erfolg des Historikers Yuval Harari, und zwar vor allem außerhalb der Fachdisziplin, analysiert Nils Güttler. Ernst-Wilhelm Händler vergleicht Management-Ratgeber von vor zwanzig Jahren und heute. Mit Dall-E & Co. stellen sich erneut Fragen zur Intelligenz von KI – Hannes Bajohr stellt Überlegungen dazu an, wie weit es damit wirklich her ist. Berit Glanz verfolgt die Spuren eines Kohlelasters aus einem Gedicht-Korpus in ihre eigene, von Algorithmen erzeugte Lyrik. Mathias Honer versucht zu klären, was „Neutralität“ der Regierung heißen kann – und was nicht. Christian Wiebe sieht sich bei Marvel-Filmen wie der Lektüre des Philosophen Karl Heinz Haag mit Doppelgängern konfrontiert. Um das Leben im Altersheim geht es bei Jörg Petersen. Hanna Engelmeier stößt in ihrer Schlusskolumne auf Fragen, auf die sie keine guten Antworten kennt.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2022 - 11
    • Der Philosoph Emanuele Coccia denkt über das Zuhause nach – als Ort, an dem wir uns die Welt anzuverwandeln versuchen. Der Wissenschaftshistoriker Michael D. Gordin schreitet die Grenzen zwischen Wissenschaft und Parawissenschaft ab. Ein Anschauungsbeispiel für diese Grenzen bietet Aleks Scholz, der sich seit längerem mit rätselhaften Großkatzensichtungen in Schottland (und anderswo) beschäftigt. In seiner Sinneskolumne fragt Bodo Mrozek, ob wir wirklich empfindlicher sind, als wir sein sollten. Timo Luks hat viele Probleme mit David Graebers und David Wengrows Versuch, die Anfänge und die Entwicklung der Menschheit neu zu denken. Was stellt die Literaturwissenschaft, fragt Jörg Döring, am besten mit der Literatur der Gegenwart an? Von mehreren Aufenthalten als Sandspieltherapeut in Kiew berichtet Jörg Rasche. Claus Leggewie beobachtet, wie sich in vielen Ländern scharf rechte Versionen des Christentums verstärken. Nicola Denis zeichnet liebevolle Porträts mehrerer Vorfahrinnen, die sich den konventionellen Partnerschaftsmodellen verweigert haben. In Hanna Engelmeiers Schlusskolumne geht es um Ängste und ihre Realität.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2022 - 08
    • Gleich zwei Essays befassen sich mit dem "Klima-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts. Aus juristischer Sicht versucht Uwe Volkmann, den hinter dem Urteil stehenden Freiheits-Begriff zu verorten. Der Rechtsphilosoph Klaus Günther setzt sich so subtil wie eindringlich mit der Frage der "Zeitlichkeit" auseinander, die hinter den Erwägungen des Gerichts steht. Ins 18. Jahrhundert blicken Andrew S. Curran und Henry Louis Gates Jr. zurück auf ihrer Suche nach der "Erfindung der wissenschaftlichen Rassetheorien". In ihrer Filmkolumne schreibt Elena Meilicke über The Lost Daughter, aber lehrt uns auch das Fürchten beim Blick auf die Mommy-Blogs dieser Welt. Sehr kritisch sieht Martin Höpner in seiner ersten Europa-Kolumne die Urteile, mit denen der Europäische Gerichtshof die rechtliche Integration voranzutreiben versucht. Verena Lueken nimmt Joan Didions Tod zum Anlass, über Werk und Wirkung der Autorin nachzudenken. Der Herkunft des Denkens eher als des Begriffs der Nachhaltigkeit geht Jens Soentgen nach – und wird bei dem Romantiker Adam Müller fündig. Arnd-Michael Nohl reflektiert über die Grenzen zwischen politischer Bildung und Bürgererziehung in der Demokratie. Der Eindruck, dass Bilder für sich sprechen, täuscht, wie Lothar Machtan an Aufnahmen des Kronprinzen Wilhelm von Preußen zeigt. In ihrer Schlusskolumne schaut Hanna Engelmeier in den achtziger Jahren, genauer gesagt bei "diesen Drombuschs" vorbei.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2022 - 04
    • Steffen Martus liest Texte der neunziger Jahre, vor allem von Christian Kracht und Botho Strauß, im Licht der Gegenwart neu. Adrian Daub sieht sich die Herkunft der Silicon-Valley-Milliardäre genau an und stellt fest, dass von deren Selfmade-Mythos dabei sehr wenig übrigbleibt. Miami hat sich zu einer der quirligsten und verrücktesten Städte der USA entwickelt, wie Joel Stein in einer Reportage berichtet. In seiner Rechtskolumne wägt Florian Meinel das Für und Wider aktueller Vorschläge zur Reform des Supreme Court der Vereinigten Staaten. Simon Rothöhler stellt ein neues Buch der Protagonisten der im akademischen Feld angesiedelten politischen Rechercheagentur "Forensic Architecture" vor. Warum die Romantik als Erklärung von Querdenker-Ideologien nicht taugt, erklärt Stefan Matuschek in einer historischen Analyse. Jana Volkmann stellt sich die Frage, in welchem Sinn man bei Tieren, die von Menschen genutzt werden, von "Arbeit" sprechen kann. Florian Sprenger widmet sich der Theorie und Geschichte des Fotoautomaten. Durch verschiedene Felder des Wissens verfolgt Mona Leinung die Begriffsdifferenz von "heiß" und "kalt". Hanna Engelmeier bewundert in ihrer Schlusskolumne Helen Mirren, kann vom Ukraine-Krieg aber nicht schweigen.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2022 - 05
    • Im Aufmacher sieht Moritz Rudolph die Zeit des Bürgertums enden und die Rückkehr der Könige kommen, was noch lange nicht heißt, dass irgendwas wird, wie es war. Riccardo Nicolosi erklärt, wie sehr die russische Politik durch das Re-Enactment vergangener Zeiten eine glorreiche Gegenwart zu suggerieren versucht. Wie er mit knapper Not aus dem Lockdown, Shenzhen und einem zusehends totalitären China in Richtung Europa entkam, schildert Gregory Jones-Katz. Vor allem auf Film- und Videoarbeiten konzentriert sich Cristina Nord in ihrem Bericht von der documenta fifteen. Jens Soentgen erklärt, warum er den außerhalb der Marx-Rezeption kaum noch beachteten Philosophen Ludwig Feuerbach für sehr unterschätzt hält. Die Ausbreitung der rechtsextremen Ideologie vom „Großen Austausch“ zeichnet Claus Leggewie nach. Jochen Rack hat die georgische Hauptstadt Tiflis besucht und findet nicht nur die dort anzutreffende Stalin-Verehrung rückwärtsgewandt. Ein Plädoyer für die Interpretation als Methode hält der Altphilologe Jonas Grethlein. Über die netzliterarische Frühzeit, insbesondere die Online-Community ampool.de, schreibt Florian Glück. Das Land, in dem Leander Steinkopfs Erzählung Reise nach Pomurien spielt, gibt es nicht, die Sorte Reisejournalisten, um die es geht, allerdings schon. Hanna Engelmeier setzt sich in der Schlusskolumne mit dem neuen Buch von Sheila Heti unter einen Kastanienbaum.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 2022 - 10
    • MERKUR 1/2024, Jg.78

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Nils Güttler schreibt über die von Flughäfen produzierten Risse im Raum. Helmut Draxler denkt über die psychoanalytische Sicht auf das Ressentiment nach. Vom Beginn des Straßenverkehrs bis in die Gegenwart rollt Leon Birck die Geschichte von deutschen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf. Über die Fährnisse der „Melodie“ in der Neuen Musik schreibt Andreas Dorschel. In Jens-Christian Rabes Popkolumne geht es um die „Künstlichen Intelligenzen“ gegenwärtiger Musik. Martin Höpner sucht in seiner Europa-Kolumne nach Optionen für die Beseitigung des von ihm diagnostizierten Demokratiedefizits. Daniel Immerwahr bespricht Quinn Slobodians Buch über eine Welt nicht der Nationen, sondern der aus dem Recht herausgeschnittenen Zonen. In Jasper Westhaus‘ Erzählung „Mein vielgespaltener $chatten“ sind wir in der Welt der zeitgenössischen Finanzen, Wirtschaft und Sprachmodellierungen unterwegs. Die Insolvenz des Anbieters VanMoof, der das Rad neu erfinden wollte, nimmt Jan Wetzel zum Anlass für einen Blick auf die Geschichte des Fahrrads. Jonathan Schilling beschreibt und geißelt die Unsitte (nicht nur) der Biografen, Frauen anders als Männer beim Vornamen zu nennen. Susanne Neuffer fährt zum Auftakt einer Reihe von Kurzerzählungen mit Wilhelm Genazino eine Rolltreppe hinauf und wieder hinunter.

      MERKUR 1/2024, Jg.78
    • MERKUR 4/2024, Jg.78

      Nr. 899, Heft 04, April 2024

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Ist es ein schwerwiegendes Problem, dass der Bundestag „das ganze Volk“, das er vertreten soll, in mancher Hinsicht nur sehr verzerrt repräsentiert? Armin Schäfer sucht Antworten auf diese Frage und schildert Versuche, das Problem zu beheben. Gerne werden eine restaurative Architektur und modernistisches Bauen als polare Gegensätze gesehen. Owen Hatherley stellt allerdings fest, dass sie sich im Mangel an Ortsbezug durchaus ähneln. Die deutsche Israelsolidarität lässt sich, wie Hubert Leber zeigt, auch als Geschichte der Waffenhilfe erzählen. Über die eigene Autofiktion, aber auch die von Kolleginnen und Kollegen, denkt der Schriftsteller Paul Brodowsky nach. Paola Lopez erklärt in ihrer ersten KI-Kolumne, auf wie vielen Ebenen Bias bei den Daten der Künstlichen Intelligenz existiert. In seiner Erwiderung auf Eva Geulens Kritik an seinem Buch Deutland wird Erhard Schüttpelz sehr grundsätzlich in Sachen Hermeneutik und Philologie. Karl Heinz Goetze berichtet von seinem Besuch auf Anselm Kiefers Künstlergelände im französischen Barjac. Wie sehr in den Reaktionen auf den Israel-Palästina-Konflikt Projektionen im Spiel sind, versucht Albrecht Koschorke zu verstehen. David Wagner nimmt auf seinen Spaziergängen Robert Walser als Vorbild stets mit. Über Säulen als Denkmäler denkt Wolfgang Fach nach. Bei Susanne Neuffer geht es auf sehr engem Raum um Sex und Weltuntergang.

      MERKUR 4/2024, Jg.78
    • MERKUR 3/2024, Jg.78

      Nr. 898, Heft 03, März 2024

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Sehr überrascht gab sich die Bundesregierung vom Schuldenbremsen-Urteil des Bundesverfassungsgerichts – auch in dieser Reaktion zeigt sich für Sebastian Huhnholz die seit Jahren schon andauernde Schieflage der deutschen Fiskalpolitik. Über den Stand der real existierenden und die Möglichkeit einer postkolonialen Ägyptologie denkt Florian Ebeling nach. Richard Schuberth blickt auf Lord Byron und die Elgin Marbles, und zwar immer auch von der Gegenwart und ihren Fragen nach Restitution aus. In seiner Rechtskolumne versucht sich Florian Meinel an einer Einordnung der Bauernproteste. Georg Simmerl hat eine Tagung zur documenta 15 besucht – sein Bericht widmet sich dabei naturgemäß Fragen, die aktuell zu sein nicht aufgehört haben. Klaus Walter hat einen Chor von Stimmen zusammengestellt, der das Phänomen Taylor Swift zu erklären versucht. Die Zusammenhänge von Architekturfantasien und -realitäten mit dem Rechtspopulismus untersucht Jan-Werner Müller. Um die Nostalgie als Zeichen unserer Zeit geht es bei Valentin Groebner. In einer kurzen Erzählung von Sibylle Severus gibt es, vom Titel versprochen, ein Auto, aber auch, wovon der Titel nicht spricht: eine Kuh. In Susanne Neuffers abschließendem Text setzt sich ein Film zwischen Realität und Traum neu zusammen.

      MERKUR 3/2024, Jg.78
    • Was fehlt, so Andreas Reckwitz: eine Soziologie des Verlusts. Die Umrisse lassen sich, wie sein Essay zeigt, kartieren. Nils Kumkar und Uwe Schimank befassen sich mit Reckwitz' Texten zur Singularisierung und sind von dessen Annahmen zur Mittelschichtsgesellschaft der Gegenwart nicht überzeugt. David Graeber und David Wengrow wollen eine „neue Geschichte der Menschheit“ erzählen. In einem vorabgedruckten Kapitel geht es um die indigene Kritik, die als Vorgeschichte der europäischen Aufklärung bislang zu wenig beachtet wurde. Gunnar Hindrichs behandelt in seiner Philosophiekolumne die Igel und Füchse des Liberalismus und dessen Freiheitsbegriffe. Martin Höpner diskutiert differenziert einen Band zur Populismustheorie und deren Variationen. Richard Dawkins' Begriff des „egoistischen Gens“ gilt in der Evolutionstheorie vielfach als überholt; J. Arvid Ǻgren hält ihn jedoch für eine nach wie vor relevante Idee. Andreas Dorschel betont, dass mit bloßen Gesinnungen keine Politik und kein Staat zu machen sind. Sibylle Severus besucht eine alte Dame, die Deutschland nicht liebt. Der Streit um den Newsfeed reicht in die Frühgeschichte von Facebook zurück und ist, so Florian Glück, exemplarisch für das, was aus der Plattform wurde. Hanna Engelmeier fragt sich, wie man nicht nur lernen, sondern auch entlernen kann.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken
    • MERKUR 7/2023

      Nr. 890, Heft 7, Juli 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Der Soziologe Uwe Schimank erklärt, dass man die an Konflikten nicht arme Ampel-Koalition positiv sehen könnte: nämlich als Ausdruck real existierender Probleme der gesellschaftlichen Integration. Die Chip-Industrie hat die Welt verändert: Wie es dazu kam und wohin es womöglich noch führt, erklärt John Lanchester in einem Rezensionsessay zu Chris Millers großer historischer Studie “Chip Wars”. Was es, philosophisch gesehen, heißt, davon zu reden, die Welt zu verändern, analysiert Andreas Dorschel. Aus eigener Anschauung lässt Berthold Franke den Kulturwandel des Goethe-Instituts Revue passieren. In seiner Philosophiekolumne platziert Gunnar Hindrichs die Frage des Krieges im Rahmen von Großtheorien politischer Weltdeutung, von Carl Schmitt bis Robert Kurz. Konstantin Petry geht in seiner Lektüre von Dirk Oschmanns Bestseller “Der Osten: eine westdeutsche Erfindung” dem Verdacht nach, dass das Buch womöglich klüger ist als sein Autor. Alexander Klose und Benjamin Steininger deuten den Ukraine-Krieg in Zeiten des Anthropozän als Kampf der “Geister der Petromoderne”. Den Wandel von Begriff und Idee des “Naturschutzes” untersucht Jens Soentgen. Von Kiffern in Käffern und Städten berichtet Leander Steinkopf. In seiner Schlusskolumne schildert David Gugerli, wie es angesichts der Unübersichtlichkeit bestehender informatischer Systeme am CERN zum Siegeszug des Internet-Protokolls kam.

      MERKUR 7/2023
    • MERKUR 5/2023

      Nr. 888, Heft 5, Mai 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Susan Neiman widerspricht in ihrem Porträt des Charismatikers Jacob Taubes, das auf eigenem Erleben beruht, manch negativer Einschätzung seines Biografen Jerry Z. Muller. Wie weit die heute so sichtbaren Bruchlinien innerhalb der Linkspartei zurückreichen, kann Thomas Holzhauser in seinen Überlegungen zum “linkskonservativen Populismus” anschaulich machen. Viele Funde hat Thomas Etzemüller bei seinen Lektüren des und zum Kursbuch(s) der Deutschen Bahn gemacht. Der Abgesang gehört zum Pop, stellt Jens-Christian Rabe in seiner ersten Pop-Kolumne fest. Anhand neuerer Erinnerungsbücher von Edgar Reitz, Margarethe von Trotta sowie Erika und Ulrich Gregor versucht Ekkehard Knörer nachzuvollziehen, wie Papas Nachkriegskino zum Neuen Deutschen Film werden konnte. Über Generativität, also die Bedeutung von Geburt und Gebären, ist in der Geschichte der Philosophie, wie Tatjana Noemi Tömmel zeigt, bislang viel zu wenig nachgedacht worden. Volker Hage erinnert sich an den Sommer, in dem John F. Kennedy Deutschland besuchte. Eine Art Collage der (vor allem bösen) Dinge, die über Joe Biden gesagt worden sind, hat Wolfgang Fach unter der Überschrift “Kritik und Krawall” zusammengestellt. Richard Schuberth erklärt, warum das prominente Denkmal des prominenten Wiener Bürgermeisters Karl Lueger abgeräumt werden sollte. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um Entschlüsselung, Alan Turing und Computergeschichte.

      MERKUR 5/2023
    • MERKUR 6/2023

      Nr. 889, Heft 6, Juni 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Der seit langem in der Schweiz lebende Schriftsteller Michail Schischkin lässt zwei Stimmen sehr unterschiedliche mögliche Zukünfte Russlands entwerfen. Eine Welt der Drohnen malt Moritz Rudolph sich aus. Mit dem geplanten Gesetz zum Schutz von Whistleblowern setzt sich Hans Peter Bull auseinander. In seiner Europa-Kolumne versucht Martin Höpner sich einen Reim auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank zu machen. Um den Ding-Aspekt der Musik geht es in Tobias Janz’ Musikkolumne. Andreas Eckert liest Caroline Fetschers kritische Albert-Schweitzer-Biografie. Markus Rieger-Ladich befasst sich mit den guten Gründen für, aber auch mit Übertreibungen der Identitätspolitik. Welche Einsatzmöglichkeiten für Sprachmodelle der Künstlichen Intelligenz es in der Psychiatrie geben könnte, erkundet Philipp Homan. Aleida Assmann versucht zu klären, was der Begriff „Narrativ“ insbesondere für die Geschichtswissenschaft leisten kann und was nicht. Günter Hack erzählt, wie er Tinte aus der Schwarznuss selbst hergestellt hat. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um die überquellenden Bestände (nicht nur) der Technikmuseen.

      MERKUR 6/2023
    • MERKUR 4/2023

      Nr. 887, Heft 4, April 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Claudia Gatzka analysiert die Mängel der gängigen Rechtsextremismus-Theorie und hinterfragt, ob diese nicht der Einsicht im Weg steht, dass Nationalismus auch im Zentrum der Gesellschaft existiert. Monika Rinck konfrontiert sich mit Gedichten eines Bots, der ihr Werk auf unheimliche Weise imitiert. Moritz Rudolph skizziert einen Gegenentwurf zur Theorie des Politischen von Carl Schmitt, die sich auf Feindschaft fixiert, und empfiehlt eine Politik der Freundschaft. Axel Honneth beleuchtet in seinem neuen Buch das Verhältnis von Arbeit und demokratischer Willensbildung und erklärt, warum das bedingungslose Grundeinkommen keine Lösung für bestehende Probleme ist. Fara Dabhoiwala rezensiert die Autobiografie des indischen Wirtschaftsintellektuellen Amartya Sen. Bernhard Dotzler kritisiert Geert Lovinks neuestes Buch als unzureichend. Andreas Hilger informiert über die Diskussionen, die Russlands Krieg gegen die Ukraine unter Osteuropahistorikern ausgelöst hat. Werner Krauß beobachtet die Auswirkungen des Klimawandels in einem norddeutschen Dorf, während Georg Vobruba die wesentlichen Züge des Verschwörungsdenkens skizziert. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um das, was verschwinden soll, aber nicht will.

      MERKUR 4/2023
    • MERKUR 3/2023

      Nr. 886, Heft 3, März 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Claudia Gatzka hinterfragt, ob die Theorie des Rechtsextremismus, die Nationalismus am Rand der Gesellschaft verortet, nicht hinderlich für das Verständnis ist, dass dieser auch im Zentrum existiert. Monika Rinck sieht sich Gedichten eines Bots gegenüber, der ihr Werk auf unheimliche Weise imitiert. Moritz Rudolph skizziert einen Gegenentwurf zu Carl Schmitts Theorie des Politischen, die stark auf Feindschaft fokussiert ist. Axel Honneth analysiert in seinem neuen Buch das Verhältnis zwischen Arbeit und demokratischer Willensbildung und erklärt, warum das bedingungslose Grundeinkommen keine Lösung für bestehende Probleme darstellt. Fara Dabhoiwala hat die Autobiografie des indischen Wirtschaftsdenkers Amartya Sen gelesen. Bernhard Dotzler kritisiert Geert Lovinks neuestes Buch über Internet-Plattformen, da ihm zu viele halbe Sachen darin vorkommen. Andreas Hilger informiert über die Diskussionen, die Russlands Krieg gegen die Ukraine unter Historikern der Osteuropageschichte ausgelöst hat. Werner Krauß beobachtet die Auswirkungen des Klimawandels in einem norddeutschen Dorf namens Büppel. Georg Vobruba skizziert die wesentlichen Merkmale des Verschwörungsdenkens. In David Gugerlis Schlusskolumne geht es um das, was verschwinden soll, aber nicht will.

      MERKUR 3/2023
    • MERKUR 2/2023

      Nr. 885, Heft 2, Februar 2023

      • 104 pages
      • 4 hours of reading

      Kai Sina würdigt in seinem Nachruf Hans Magnus Enzensberger als „Repräsentanten der Liberalität, als ein demokratisches Vorbild“. Ekkehard Knörer analysiert die Auswirkungen der Twitter-Übernahme durch Elon Musk und deren mögliche Folgen. Tom Stevenson erklärt den Staatsstreich von oben in Tunesien und beleuchtet, warum der „Arabische Frühling“ im Land kaum noch spürbar ist. Andreas Braune warnt davor, die Aktivisten der „Letzten Generation“ als Terroristen zu brandmarken, und sieht sie in der Tradition des zivilen Ungehorsams. Konstantin Petry erinnert an radikalisierte Ökologen und deren Einfluss. In seiner Sinneskolumne reflektiert Bodo Mrozek über Synästhesie. Martin Hartmann beschäftigt sich mit den Werken der feministischen Philosophinnen Kate Manne und Amia Srinivasan. Ali Ansari setzt die Rebellion im Iran in den Kontext früherer Revolutionen. Günter Hack berichtet von einer Begegnung mit einem geschädigten bayerischen Flusskrebs. Susanne Neuffer erzählt von einem unerwarteten Theatererlebnis in „Kunst, du holde“. David Gugerli beobachtet das Zirkulieren von Artefakten aus dem Neolithikum.

      MERKUR 2/2023
    • Im Januar-Heft des Merkur beleuchtet Till Breyer die aktuellen Fragen des Asyls und untersucht die "Figuren der Schwelle zwischen Territorium und Asyl, zwischen dem Eigenen und dem Gemeinsamen". Christian Demand widmet den vierten Teil seiner “Homestorys” dem Thema “Behaglichkeit”, wobei der Fokus auf Büchern in Zimmern liegt. Patrick Bahners reflektiert in “Testfall Thüringen” die Causa Kemmerich. Gunnar Hindrichs behandelt in seiner Philosophiekolumne den “Sozialneid” und zieht Verbindungen zu Marxismus, Ernst Bloch und Thomas von Aquin. Andreas Eckert analysiert Werke über Bernhard Grzimek und dessen Afrikabild sowie zur bundesdeutschen Entwicklungspolitik. Angelika Schwarz zeigt, wie sich die Vorstellungen von “Komfort” im Laufe der Geschichte verändert haben. Felix Ackermann thematisiert das Grenzgebiet um die polnische Stadt Suwałki, wo Polen, Litauen und Russland aufeinandertreffen. Jens Soentgen verweist auf die zeitlosen Probleme der Universitätsorganisation, die bereits Adolf Mayer 1882 in seinem Buch thematisierte. Günter Hack schildert die Begegnung mit einem lädierten Flusskrebs, während Sibylle Severus an Fußballerlebnisse erinnert. David Gugerli schließt mit der Frage, wie die Menschheit den Überblick über das Gedränge in erdnahen Umlaufbahnen behält.

      MERKUR Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken - 1/2023
    • Macht und Ohnmacht der Experten

      • 219 pages
      • 8 hours of reading

      Experten werden in Talkshows und Nachrichtensendungen zu allem und jedem befragt, sie beurteilen die Regierungsgeschäfte, sie werden in der Finanzkrise zu Hilfe gerufen, sie nehmen Stellung zu Energiewende und Klimawandel, nichts wird ohne sie entschieden. Im Gegenzug erweist der Nimbus der Experten sich als höchst verletzlich. Gerade ihre mediale Omnipräsenz legt schonungslos offen, wie häufig die Fachleute mit ihren Prognosen danebenliegen. Um die paradoxe Konstellation, die sich aus der Unverzichtbarkeit der Experten im Angesicht ihrer Überforderung und ihres Ansehensverlusts ergibt, geht es im neuen Merkur-Doppelheft.

      Macht und Ohnmacht der Experten
    • Die Beschämung der Philister

      • 333 pages
      • 12 hours of reading

      Texte zeitgenössischer Kunstkritik lesen sich oft wie groteske Produkte entfesselter Prosa. Hemmungslos werden wahre Schwälle rhetorischen Unfugs über das interessierte Publikum ausgegossen. Nicht Dilettanten oder Gelegenheitsschreiber sondern Produkte ab, die man böswilligen Satirikern zuschreiben möchte, sondern die renommiertesten Vertreter ihrer Zunft. Anders als einst Hans Platschek, vermutet Christian Demand kein Interessenkartell von Kritik und Kunsthandel, er bezichtigt zeitgenössische Kunstvermittler auch nicht der Unlauterkeit. Vielmehr sieht er als Ursache für den weitgehend affirmativen Charakter heutiger Kunstkritik einen Hang zur quasireligiösen Rhetorik der Verklärung. Problematisch wird diese Form der öffentlichen Hymnik vor allem dann, wenn sie Allgemeingültigkeit beansprucht und all diejenigen des Philistertums zeiht, die nicht in das Hohelied einstimmen. Demand verfolgt die Entwicklung des Kunstkritikers vom urteilenden, die Perspektive des Publikums einnehmenden Betrachters, zum öffentlichkeitsfernen Sprachrohr des Künstlers. Er nimmt seine Leser mit auf einen ausgesprochen unterhaltsamen Gang durch die Kunstgeschichte der vergangenen 200 Jahre. »Eine brilliante Studie.« Gustav Seibt (Merkur Juli 2004)

      Die Beschämung der Philister
    • In ihrem Essay fragt Sonja Asal, ausgehend vom Schwarzwald, nach dem Wandel der Landschaft und danach, was Windräder mit ihr tun. Einen gewaltigen Streifzug durch die Geschichte des französischen Kolonialismus unternimmt Danilo Scholz in einem Text, der von einer Ausstellung in Paris inspiriert ist, aber vielen Spuren anderswohin folgt. Jan Eckel schreibt über den Zweiten Weltkrieg aus ungewohnt globalhistorischer Sicht.In seiner Digitalkolumne informiert David Gugerli über die stärksten Rechner der Welt. Ruhm und Ehre scheinen zwei einander sehr nahe Begriffe – Aleida Assmann stellt zwei Bücher vor, eines zu Ehre und eines zu Ruhm, deren Vergleich sehr viel eher den Abstand zwischen beidem verdeutlicht. Shany Mor liest neuere Bücher zur Demokratietheorie – und verzweifelt ein wenig an ihrem unterkomplexen Verständnis des Gegenstands.Gerhard Henschel nimmt sich die Briefe und Texte der Brüder Grimm vor – und ist über deren flagranten Antisemitismus doch einigermaßen entsetzt. Claus Leggewie reist auf die Kapverden, und Julian Schellong präsentiert die Abrechnung einer Reise zum Mond. Und bei Robin Detje gibt's dicke und andere Männer.

      Merkur. Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken 846