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Daniel Tyradellis

    January 1, 1969
    Freundschaft
    Scham
    Müde Museen
    Sich ausdrücken. Zur Immanenz der Kunst
    Ligaturen
    Müde Museen
    • Müde Museen

      Wie Ausstellungen unser Denken verändern können

      • 304 pages
      • 11 hours of reading

      Die Unterscheidung zwischen Ermüdung und Erschöpfung wird von Gilles Deleuze als Ausgangspunkt genommen, um Kuratieren als eine dynamische Kulturtechnik zu betrachten. Daniel Tyradellis zeigt, dass Kuratieren nicht auf bestimmte Genres oder Methoden beschränkt ist, sondern intermediale Übersetzungen und Vermittlungen erprobt, die den Gesellschaftsvertrag neu aushandeln. In dieser bearbeiteten und erweiterten Neuausgabe werden aktuelle Debatten zur veränderten Rolle von musealen Orten berücksichtigt, was das Buch zu einem relevanten Beitrag in der Diskussion über zeitgenössische Kulturpraktiken macht.

      Müde Museen
    • Ligaturen

      Texte zur Vermittlung

      • 288 pages
      • 11 hours of reading

      Das Buch thematisiert die Bedeutung der Beziehungen zwischen Dingen und deren Einfluss auf das Verständnis von Substanz und Sinn. Es plädiert für neue Formen der Vermittlung, die nicht nur bestehendes Wissen reproduzieren, sondern als aktive Forschung fungieren. Dabei wird ein Ansatz des Kuratierens vorgestellt, der komplexe Zusammenhänge nicht vereinfacht, sondern durch vielfältige Übersetzungsprozesse auch entlegene Aspekte einbezieht. Diese Perspektive fördert ein tieferes Verständnis von Wissen jenseits disziplinärer Grenzen.

      Ligaturen
    • Sich ausdrücken. Zur Immanenz der Kunst

      • 170 pages
      • 6 hours of reading

      Wie lässt sich angemessen über die Kunst eines Menschen schreiben? Eher nicht, indem man sie kunsthistorisch situiert. Auch nicht, indem man ihn zu einem Symptom seiner Lebensumstände erklärt. Ebenso wenig, indem man die Werke mit urteilenden Adjektiven wie 'stark', 'intensiv', 'tief' etc. beschreibt. Aber wie sonst? Was bedeutet 'angemessen'? Auf eine bestimme Art und Weise ist das die ganze Frage.0 0Das Werk einer unbekannten Künstlerin umkreisend, untersucht das Buch die Rolle der Kunst als Gegenstand der Sehnsucht nach individuellem Ausdruck, nach Intensität, Wahrheit und Sinn. Ein Kunstwerk ist immer Übertragung und Vermittlung; ein Medium, das zugleich mehr und weniger als ein lesbarer Code ist. Bevor es zu einem Museumsobjekt und Handelsgut wird, ist ein Kunstwerk zunächst ein Ausdruck an der Schwelle des Denkbaren. Es macht erfahrbar, dass noch die privateste Frage nur über den Weg des Öffentlichen gestellt werden kann und umgekehrt; dass noch das allgemeinste philosophische Problem sich nur in und als Ereignis eines Lebens konkretisiert. 'Sich verwirklichen heißt auch ausgedrückt zu werden' (Gilles Deleuze). Kunst verkörpert einen Glauben an die Immanenz der Welt, den es gegen alle Statthalter der Transzendenz zu verteidigen gilt.

      Sich ausdrücken. Zur Immanenz der Kunst
    • Museen sind Massenmedien. Aufwendige Ausstellungsprojekte erreichen immense Besucherzahlen; kühne Museumsbauten bilden neue Landmarken. Lauter Erfolgsgeschichten, oder? Doch auch wenn sie es ungern zugeben: Betrieb und Besucher sind gleichermaßen ermüdet. Immer mehr, immer teurer, immer multimedialer – und irgendwie immer dasselbe … Der Mangel an Ideen und gedanklicher Tiefe, die ängstliche Befriedigung antizipierter Erwartungen und die Selbstreferenzialität des Betriebs gehören für den Philosophen und Kurator Daniel Tyradellis zu den Kernproblemen der Museen. Wichtiger als ein breiteres Spektrum an Exponaten und Präsentationsformen sollten die inhaltlichen Überlegungen sein, die Themen und Thesen einer Ausstellung, die sich von den überholten Oppositionen und Zuordnungen frei machen und dadurch den Museen neue Möglichkeiten eröffnen, mit ihren Objekten und ihrer Expertise umzugehen. So könnten Ausstellungen entstehen, die jeden Besucher ernst nehmen, das Denken in neue Bahnen lenken und das Museum als einzigartiges Medium nutzen, um Erfahrungsräume anderer Art zu öffnen.

      Müde Museen
    • Scham

      100 Gründe, rot zu werden

      Die interdisziplinäre Untersuchung beleuchtet eine grundlegende menschliche Reaktion: die Scham. In einer Zeit, in der Scham oft als Relikt vergangener Kulturen betrachtet wird, zeigt sich, dass sie ein zentraler sozialer Affekt ist, der das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft reflektiert. Scham ist eng verbunden mit Zugehörigkeit und Ausgrenzung und ihre Ausprägungen sind kulturell geprägt. Die zentrale These besagt, dass Scham nie an Bedeutung verliert, sondern sich lediglich wandelt. Zehn angesehene Autorinnen und Autoren ergründen in ihren Essays die vielfältigen Facetten des Schamgefühls, insbesondere an der Schnittstelle von eigener und fremder Scham sowie der kulturellen Identität. Die Beiträge spiegeln die Komplexität des Themas in einer digitalisierten und globalisierten Welt wider und fordern einen reflektierten Umgang mit Scham als einem einzigartigen Affekt, der sowohl verbindend als auch trennend wirkt. Literarische Miniaturen von namhaften Persönlichkeiten und Essays von verschiedenen Autoren erweitern die Diskussion und bieten neue Perspektiven auf die Herausforderungen, die Scham in der modernen Gesellschaft mit sich bringt.

      Scham
    • Freundschaft hat Konjunktur. Soziale Medien versprechen Freundschaft per Knopfdruck, die Werbung nutzt sie als verführerisches Motiv, und die Gesellschaftswissenschaften entdecken sie neu als Modell einer zeitgemäßen Form des Miteinanders. Grund genug, sich ihr aus umfassender Perspektive anzunehmen. Freundschaft verkörpert, so die These der Ausstellung, »die Sehnsucht nach einer unverbindlichen Bindung, die hält«. Anders als Ehe und Verwandtschaft, Religion oder normativ begründete Beziehungen kann das soziale Band der Freundschaft nicht auf sanktionierte Formen zurückgreifen, sondern muss sich je individuell definieren – und bleibt immer fragil. Gerade darin realisiert sie den widersprüchlichen Wunsch nach Geborgenheit und Sicherheit einerseits, Ungebundenheit und Freiheit andererseits. Deshalb ist es schwierig zu definieren, was die Freundschaft auszeichnet und worin ihre Gründe liegen. Was verbindet Freunde? Sind wir mit jenen befreundet, die uns ähnlich sind? Oder ist der Freund derjenige, der einen infrage stellt? Verbirgt sich in der Freundschaft eine soziale Utopie? Das die Ausstellung begleitende Buch versammelt Essays u. a. von Heinz Bude, Werner Busch, Heidrun Friese, Hans Ulrich Gumbrecht, Jean-Louis Schefer und Peter Trawny.

      Freundschaft
    • Wunder

      • 299 pages
      • 11 hours of reading

      WUNDER ist das Buch zur Ausstellung, die die Grenzen abendländischer Rationalität untersucht – an ihren Rändern, im Innern und in ihrer Geschichte. Es thematisiert, was in unserer Welt aus dem Rahmen fällt: unerklärliche Heilungen, beeindruckende Naturschauspiele, technische Innovationen, künstlerische Ideen und Zufälle. Die Exponate zeigen, wie christliche Religion und antike Naturphilosophie unsere Vorstellung des Wunders geprägt haben. Das Wunder wird als eine Öffnung in der Welt erkennbar, aus der Kunst, Wissenschaft und Technik hervorgehen. Während Wissenschaft und Technik oft zweckorientiert sind, bietet die Kunst einen größeren Freiheitsgrad, um diese Öffnung neu zu gestalten und zur Diskussion zu stellen. Diese kulturelle Öffnung verweist auf einen Mangel, der sowohl ersehnt als auch unerreichbar ist, und sie ist der Antrieb für Meisterwerke in Kunst und Technik. Durch den Vergleich religiöser, wissenschaftlicher und künstlerischer Motive mit alternativen Sichtweisen, etwa im Islam, wird das abendländische Weltbild und seine fragile Fähigkeit zur Sinngebung hinterfragt. Die Ausstellung und das Buch präsentieren Werke von Künstlern wie Francis Alÿs, Joseph Beuys und Thomas Struth sowie eine Vielzahl faszinierender Exponate, die das Thema Wunder in seiner Vielfalt beleuchten.

      Wunder
    • Die Szene der Gewalt

      Bilder, Codes und Materialitäten

      • 195 pages
      • 7 hours of reading

      Sind Bilder immer schon gewaltsam? Oder könnte es sein, dass Gewalt nie ohne ein Bild auskommt? Muss man, um eine Szene der Gewalt zu beschreiben, auch ihre Codes und Materialitäten benennen? Wie kann man sich dem Bannkreis des Imaginären, seiner Kulissen und Gestalten, seiner guten oder schlechten Formen entziehen? Die «unmittelbar» präsentierende Gewalt befindet sich für uns von jeher im Register des Symbolischen. Sie ist bereits codiert, sobald sie Gegenstand eines Diskurses geworden ist. Codes ohne Bilder sind leer. Doch Bildanalysen ohne Wissen um die technisch-historischen Aprioris sind blind.

      Die Szene der Gewalt
    • Untiefen

      • 191 pages
      • 7 hours of reading
      Untiefen