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Winfried Palmowski

    Sagen wir mal so!
    Gespräche mit Menschen, die für "geistig behindert" gehalten werden
    Normal bin ich nicht behindert!
    Der Anstoß des Steines
    Nichts ist ohne Kontext
    • Sagen wir mal so!

      Formative Sprache in der systemischen Pädagogik, Diagnostik und Beratung

      • 141 pages
      • 5 hours of reading

      Sprache hat mehrere Funktionen: Zum einen den Sachaspekt, die Selbstoffenbarung, den Appell an den Anderen und die Beziehungsaussage (Friedemann Schulz von Thun). Zum anderen das Sprechen über Sprache (die Metakommunikation) sowie die Sprache als ästhetisches Ausdrucksmittel, wie sie in der Literatur oder in Gedichten Verwendung findet (Roman Jakobson). Laurent Binet erfindet in seinem Krimi "Die siebte Sprachfunktion" die Wirkung der Sprache als Geheimnis, Andeutung, Mythos, Doppeldeutigkeit oder das Verborgene. In diesem Buch soll es um eine weitere - vielleicht die wichtigste - Funktion gehen, die formative Funktion von Sprache. Damit ist gemeint, dass Sprache das Mittel und das Werkzeug ist, mit dem wir - kulturabhängig - unsere Wirklichkeitsvorstellungen über die Welt und über uns konstruieren und fortschreiben. Wenn Sprache aber nicht nur das Medium ist, mit dem wir Wirklichkeit abbilden (Sprache ist informativ), sondern auch die Grundlage unseres Denkens und unserer Wirklichkeiten, dann kann ihre Bedeutung, insbesondere in den Bereichen Pädagogik, Diagnostik und Beratung, kaum unterschätzt werden. Dies zu zeigen ist das Anliegen dieses Buches. Auf unterhaltsame Art vermittelt der Autor Kompliziertes verständlich.

      Sagen wir mal so!2017
    • Eine grundlegende Frage dieses Buches lautet: „Was wissen wir über die Wirklichkeitskonstruktionen von Menschen, die als ‘geistig behindert‘ bezeichnet werden?“ Nicht viel, könnte man mit einem Blick auf die sonderpädagogische Literaturlandschaft meinen. Leider werden Menschen noch allzu oft als Objekte von Theoriebildungen gesehen und nicht als mitgestaltende Subjekte begriffen. Die Autorin setzt jedoch das Denken von Menschen, die für „geistig behindert“ gehalten werden, über sich selbst und ihre Welt als Ausgangspunkt. Anhand zahlreicher systemisch-konstruktivistisch orientierter Gespräche werden Bereiche des bisher Ungesagten erforscht, um auf diese Weise andere Menschen die Konstruktionen von Wirklichkeiten der Gesprächsteilnehmer nachspüren zu lassen. Dieses Buch richtet sich an alle, die die Neugier besitzen „pädagogisches Neuland“ zu betreten.

      Gespräche mit Menschen, die für "geistig behindert" gehalten werden2010