Art isn't just about creating work anymore. Today, external pressuresand constraints play a large role in the artistic process and production.In recognition of this reality, the Institut für Kunstkritik held a series ofconferences in 2006 and 2007 to explore the value system that resultsfrom what they dubbed the New Spirit of Capitalism and to confronttheoretical models with ad-hoc conditions of production. The thoughtsof conference participants Luc Boltanski, Sabeth Buchmann, TimGriffin, W.J.T. Mitchell, Sighard Neckel, Martin Saar, and Paolo Virnoare compiled in this book of questions and dilemmas for today'scultural producers and society at large.
Martin Saar Books




Jede Epoche entdeckt und deutet ihre philosophischen Klassiker neu, und so sagt das derzeitige intensive Interesse am Werk des holländischen Rationalisten Baruch de Spinoza mindestens so viel über die Gegenwart wie über die Frühe Neuzeit aus. Denn in seinen Schriften zeichnet sich eine bedeutsame ideengeschichtliche Alternative zu den bekannteren Wegen in die Moderne ab, die noch nicht ausgeschöpft ist. Martin Saar zeichnet das faszinierende politische Denken Spinozas nach, gibt einen Einblick in seine wechselhafte Rezeptionsgeschichte und wirbt für die systematische Produktivität seiner radikalen ontologischen Theorie der Politik. In ihrem Zentrum stehen die Begriffe Macht, Imagination und Affektivität, und mit ihrer Hilfe lassen sich heutige Lebensformen und Regierungsweisen besser begreifen.
Genealogie als Kritik
Geschichte und Theorie des Subjekts nach Nietzsche und Foucault
Der Begriff der Genealogie steht seit Friedrich Nietzsche und Michel Foucault für eine radikale Form von Kritik: Genealogie stellt einen Wert, eine Institution, eine Praxis in Frage, indem sie deren historische Wurzeln freilegt. Martin Saar rekonstruiert genealogische Kritik als eine Kritik des Selbst, die uns erkennen lässt, welche Prozesse und Mächte uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Und diese Kritik enthält ein Versprechen: Wenn die kontingenten Machtverhältnisse aufgedeckt werden, in die das Selbst verstrickt ist, kann es sich transformieren.
Kontexte und Kulturen des Erinnerns
- 289 pages
- 11 hours of reading
Der Band nimmt die gedächtnistheoretischen Arbeiten Maurice Halbwachs' zum Ausgangspunkt einer interdisziplinären Inspektion. Er enthält Fallstudien, empirische Felder und theoretische Reflexionen verschiedener Disziplinen, die Halbwachs' Ansatz weiterführen. Übergreifend leitet die Beiträge die Frage, inwiefern sich die Rede vom kollektiven Gedächtnis methodologisch und begrifflich explizieren lässt. Halbwachs ging zum einen von der These aus, dass soziale Einflüsse den Rahmen invidivuellen Erinnerns bilden. Zum anderen legen seine Arbeiten nahe, dass auch Kollektive, Gruppen und Gesellschaften ein Gedächtnis besitzen. Bei der Behandlung dieser Fragen kristallisiert sich heraus, wie soziale und politische Instanzen die kollektiv geteilten Anziehungs- und Fixpunkte des Erinnerns regulieren. Der Sammelband präsentiert neben Überblicken zweier Sozialpsychologen Beiträge aus der Forschung von Philosophen, Historikern, Politologen, Literaturwissenschaften und Psychologen. Die Beiträge zeigen sowohl die Fruchtbarkeit des Konzepts des kollektiven Gedächtnisses als auch überraschende Anschlussstellen für den interdisziplinären Austausch. Die Beiträge gehen auf ein Symposium im Januar 2000 am deutsch-französischen »Centre Marc Bloch« in Berlin zurück.