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Christian F. Hoffstadt

    Aspekte der Medizinphilosophie: Was bewegt uns?
    Dekadenzen
    • Bewegung ohne Leben ist möglich, aber kein Leben ohne Bewegung. Bewegung kann uns dienen und uns versklaven. Der Mensch hängt von der vegetativen Bewegung seiner inneren Systeme ab, seine eigene, von Neugier und Willen gesteuerte Mobilität im Raum brachte ihn dorthin, wo er heute steht. Körperliche Bewegung kann direkt auf die Gesundheit einwirken, Geist und Leib aktivieren und bilden, kann sie aber auch lähmen, verformen und abtöten. Die Beweglichkeit des Körpers dient der Kommunikation, sie wird absichtlich symbolisch eingesetzt und setzt sich unfreiwillig der Deutung aus. Nicht nur die Lebenswelt verlangt nach einer aktiven Erschließung durch Bewegung, auch unbekannte Denkräume erfordern geistige Spaziergänge, Wanderungen und Gewaltmärsche. Der neunte Band der Aspekte der Medizinphilosophie erkundet das Terrain mit der gewohnten methodischen Beweglichkeit in neunzehn Beiträgen.

      Aspekte der Medizinphilosophie: Was bewegt uns?2010
    • Dekadenzen

      • 297 pages
      • 11 hours of reading

      Der fünfte Band der Reihe Aspekte der Medizinphilosophie lotet in erprobter interdisziplinärer Manier das Thema Dekadenz aus. Diesen trotz oder gerade wegen seiner Allgegenwart unklaren Begriff umkreisen die Autoren diesmal zumeist mit geisteswissenschaftlichen Methoden. Von den Ursprüngen unseres heutigen Dekadenzbegriffs im alten Griechenland spannt sich der Bogen über die Hauptfiguren der „Décadence“ um 1900 (Nietzsche, J. K. Huysmans, Weininger oder auch F. Rosenzweig) und über moderne, mittlerweile historische Erscheinungen wie den vermeintlichen Werteverfall der Gesellschaft aus zahnmedizinischer Sicht oder sozialistische Eugenik-Phantasien bis in unsere Zeit. Die Aufsätze zur Gegenwart beleuchten philosophisch die Grundlagen der medizinischen Machbarkeit und der problematisch gewordenen Nahrungsaufnahme, analysieren die Suche nach einer sublimierten individuellen Apokalypse im modernen Horrorfilm und in Werken deutscher Popliteratur, diskutieren Phänomene der stets an der Grenze zum Zusammenbruch stehenden Selbstverbesserung, -erweiterung und -entgrenzung wie Doping im Sport, geistiges „Enhancement“ oder die Sammelleidenschaft der japanischen „Otakos“ und untersuchen schließlich die Gefährdung der kapitalistischen Gesellschaft durch ihre eigenen Grundsätze.

      Dekadenzen2007