Leben ohne Psychopharmaka – geht das? Und wenn ja, wie? Nicht wenige psychoseerfahrene Nutzer von Neuroleptika haben den Wunsch, ihre Medikamente zu reduzieren. Tatsächlich könnten viele ihre Medikation nicht nur reduzieren, sondern sogar ganz absetzen und mit weniger oder ohne Psychopharmaka deutlich besser leben. Das Buch liefert Antworten auf die Frage: Wie funktionieren die Reduktion von Psychopharmaka und eine erfolgreiche Recovery? Vor dem Hintergrund eigener Erfahrung sowie aus der Begleitung als Angehöriger und Profi beschreiben die Autoren, wie dieses Vorhaben gelingen kann. Schlimme, Scholz und Seroka berichten auch von den Anstrengungen, Herausforderungen und Rückschlägen – eine Garantie für ein Gelingen kann es nicht geben. Mit viel Akribie haben die Autoren aus ihren langjährigen Erfahrungen und mit Bezug auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse alltagstaugliche Regeln für einen nachhaltigen Reduktions- und Genesungsprozess abgeleitet.
Jann E. Schlimme Book order


- 2019
- 2016
Psycho-Logik - 11: Werk und Wirkung von Paul Matussek
- 272 pages
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Der Neurologe, Psychiater und Psychoanalytiker Paul Matussek (1919-2003) studierte Philosophie bei Nicolai Hartmann und Eduard Spranger, bevor er sich der Medizin zuwandte. In Heidelberg entstand seine Studie "Metaphysische Probleme der Medizin. Ein Beitrag zur Prinzipienlehre der Psychotherapie", bei Kurt Schneider habilitierte er sich uber psychopathologische Fragen der Wahnwahrnehmung. Psychopathologische Forschungen zum Wahn, zur Sucht und zur Depression, vor allem aber auch deren anthropologische Hintergrunde, bildeten Matusseks Forschungsschwerpunkte. Seit Anfang der 1990er Jahre entwickelte er ein Psychosemodell, das auch uber den klinischen Bereich hinaus Wahntendenzen zu erkennen hilft. Hier entwickelte er zusammen mit seinem Neffen, dem Kulturwissenschaftler Peter Matussek, eine eigene biografische Methodik zu Fallstudien. Dieser Band stellt das Werk von Paul Matussek vor, indem philosophische und medizinische Perspektiven ideengeschichtlich, anthropologisch und ethisch beleuchtet werden.