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Stefanie Graefe

    January 1, 1966
    Mit Resilienz durch die Krise?
    Verletzungspotenziale
    Resilienz im Krisenkapitalismus
    • Resilienz im Krisenkapitalismus

      Wider das Lob der Anpassungsfähigkeit

      Ob Stress, Erschöpfung, Armut, Klimawandel oder Neoautoritarismus: Die Krisenförmigkeit des Gegenwartskapitalismus ist unübersehbar. Mit »Resilienz« wird vor diesem Hintergrund nicht zufällig eine Norm der Selbst- und Menschenführung populär, die die flexible Anpassungsfähigkeit von Subjekten und Systemen an eine prinzipiell krisenförmige Umwelt propagiert. Wer resilient ist, so die Botschaft, bleibt auch in unsicheren Zeiten erfolgreich, glücklich und gesund. Gesellschaftliche Strukturbedingungen werden dabei tendenziell unsichtbar. Stefanie Graefe unterzieht die aktuelle Konjunktur der Resilienz einer kritischen Überprüfung und fragt nach dem Preis, den wir für das Lob der Krisenfestigkeit zahlen müssen.

      Resilienz im Krisenkapitalismus
    • Verletzungspotenziale

      Kritische Studien zur Vulnerabilität im Neoliberalismus

      • 231 pages
      • 9 hours of reading

      Seit der neoliberalen Wende ab den 1970er und 1980er Jahren verändern sich soziale und individuelle Verletzbarkeiten. Die Autor*innen des interdisziplinären Bandes zeigen, wie Optimierungsformen und Vulnerabilitäten miteinander verknüpft sind und moderne Gesellschaften prägen. Der Begriff der Verletzungspotenziale verweist auf Gefährdungen, Risiken und Krisen sowie auf den machtförmigen Zugriff auf vulnerable Dynamiken. Vulnerabilität wird als sozial konstitutives, kontextabhängiges und sich stets ausdifferenzierendes Phänomen betrachtet. Aus psychoanalytischer, bildungs-, geschlechter- und gesellschaftstheoretischer Perspektive wird deutlich, wie stark moderne Gesellschaften von Optimierung als Subjektivierungsform und Vergesellschaftungsmodus beeinflusst sind und welche Vulnerabilitäten dadurch entstehen oder verstärkt werden. Die Beiträge behandeln verschiedene Aspekte, darunter die Kritik der Verletzbarkeit und der Optimierung, die Formierung von Vulnerabilität in der Pädagogik, die Auswirkungen von Unsicherheit und Angst sowie die Herausforderungen in der Arbeitswelt. Weitere Themen sind die feministische Kritik der neuen Frauenbewegung, Selbstoptimierung versus Selbstsorge und psychoanalytische Untersuchungen zu psychischen Verarbeitungen von Selftracking. Der Band bietet somit einen tiefen Einblick in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Optimierung und Verletzbarkeit in der Gegenwart.

      Verletzungspotenziale
    • Mit Resilienz durch die Krise?

      Anmerkungen zu einem gefragten Konzept

      Das Konzept der Resilienz hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Angesichts der vielfältigen Krisenerscheinungen der Welt ist dies sehr verständlich: Resilienz verspricht, dass Krisen jeglicher Art bewältigt und überstanden werden können. Die Frage ist allerdings, wie weit dieses Versprechen trägt – und welche Schattenseiten es möglicherweise aufweist: Was bedeutet es, wenn Menschen in Krisengebieten als resilient adressiert werden? Warum und wie sollen Arbeitnehmer*innen resilient (gemacht) werden? Können auch Demokratien resilient sein? Auch in theoretischer Hinsicht lässt sich danach fragen, welche Vorstellungen von Krise und Gesellschaft der Begriff der Resilienz transportiert – und welche alternativen Denkangebote dabei in den Hintergrund geraten: Wie verhält sich Resilienz zur Logik des Experiments, zur Kunst der Resonanz oder zur Notwendigkeit von Demokratie, gerade in Krisenzeiten? Entlang dieser und anderer Fragen bietet der vorliegende Band vielfältige Anregungen zum Nachdenken und Weiterdiskutieren.

      Mit Resilienz durch die Krise?